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Wismar Nach Brand in der Altstadt: Stürzen die Giebelfassaden ein?
Mecklenburg Wismar Nach Brand in der Altstadt: Stürzen die Giebelfassaden ein?
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18:43 30.04.2018
Dicke Holzbalken werden angeliefert. Quelle: Nicole Buchmann
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Wismar

Es war einer der längsten Brände der vergangenen Jahre in Wismar: Zwei denkmalgeschützte Häuser in der Altstadt hielten die Feuerwehr am Wochenende 42 Stunden lang in Atem. Die historischen Giebelfassaden drohen nun einzustürzen. 41 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks sind vor Ort. Mit schwerem Gerät und dicken Holzbalken versuchen sie, den Absturz zu verhindern. Sicherheitshalber bleibt die Mecklenburger Straße weiterhin gesperrt. Sensoren wurden an die Fassaden angebracht, sie zeigen alle Bewegungen im Mauerwerk an und können so vor einen möglichen Absturz warnen.

Die gerade erst neu gebaute Bushaltestelle am Markt muss für das Abstützen der Giebelfassaden weichen.

„Für den historischen Stadtkern von Wismar ist dies ein schwerer Schlag, den es nun zu verkraften gilt“, bedauert Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Er hoffe, dass die Brandursachenermittler schon bald klären können, wie es zu diesem Feuer kommen konnte und „ob ein technischer Defekt oder sogar fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung ursächlich für das verheerende Feuer gewesen ist.“

Am Freitag, den 27. April, wurde kurz vor 18 Uhr die Feuerwehr zu einem Brand eines Gebäudes am Marktplatz in Wismar gerufen. Alle Personen konnten aus dem Haus gerettet werden, zwei Personen wurden mit einer Drehleiter evakuiert. Anfangs waren 32 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Wismar, der Freiwilligen Feuerwehr Altstadt und der Freiwilligen Feuerwehr Friedenshof im Einsatz, am Ende waren es 110. Denn am Sonnabend griff der Brand auch auf ein leer stehendes Nachbargebäude über. Qualm und Rauch verteilte sich in der gesamten Innenstadt.

Die Feuerwehren versuchen die Feuer von oben zu löschen - sie spritzen Wasser von Dreheitern auf die brennenden Gebäude. Vier Drehleitern waren im Einsatz: Die Feuerwehr Neukloster half mit einem Team genau wie Grevesmühlen, Schwerin und Dorf Mecklenburg. Gemeinsam verhinderten sie ein Übergreifen der Flammen auf das zweite Nachbargebäude, die Deutsche Bank. Am Sonntagmittag waren die Brände gelöscht.

Schröder Kerstin

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