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Wismar Nach EU-Verbot der Saatbeize: Rapsschläge massiv geschädigt
Mecklenburg Wismar Nach EU-Verbot der Saatbeize: Rapsschläge massiv geschädigt
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07:25 27.01.2015
Die Wurzel dieser Rapspflanze ist von Larven der Kohlfliege angefressen. Der Schädling tritt im Frühling und im Spätsommer auf. Er legt seine Eier zwischen die jungen Pflanzen. Eine wirkungsvolle Kohlfliegen-Bekämpfung ist deshalb vor Beginn der Saat oder der Pflanzung notwendig. Quelle: Dr. Jörn Lehmhus/julius-Kühn-Institut
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Wismar

Die Europäische Union hat den Landwirten 2013 verboten, Raps ohne insektiziden Beizschutz zu säen, um die Bienen zu schützen. Schädlinge wie Rapserdfloh und die Kohlfliege können nun ungehindert die zarten Pflänzchen befallen.

In Nordwestmecklenburg wird Raps auf 34800 Hektar angebaut, auf fast jedem vierten Hektar. „Es steht fest, dass Rapsflächen massiv befallen sind“, bestätigt Petra Böttcher, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes.

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Ein Drittel der Pflanzen auf 200 kontrollierten Schlägen war schon im Herbst durch die Larven der Kohlfliege geschädigt. An 50 Prozent stellten die Kontrolleure Blattfraß durch den Rapserdfloh fest.

Rund 300 Hektar Rapsanbaufläche wurden bereits wieder umgebrochen. Für Landwirte wie Gerhard Schümann in Lübow steht bereits fest: „Wenn die Beize nächstes Jahr nicht wieder zugelassen wird, dann werden wir unsere Anbaufläche verringern. Bei uns ist der gesamte Raps auf dreihundert Hektar befallen.“



Haike Werfel