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Wismar Nach Reise mit Schiff und Kutsche: So eröffnet Santa Claus den Wismarer Weihnachtsmarkt
Mecklenburg Wismar Nach Reise mit Schiff und Kutsche: So eröffnet Santa Claus den Wismarer Weihnachtsmarkt
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12:38 01.12.2019
Der Weihnachtsmann (Hans-Jürgen Heußner) verteilt vor dem Rathaus Süßigkeiten. Quelle: Kerstin Schröder
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Wismar

„Kling Glöckchen, klingelingeling“. Ein kleines Mädchen hat die Melodie, die die Blasmusiker auf der Straße spielen, sofort erkannt und singt laut mit. Die Kleine ist aufgeregt. Sie sitzt im Kinderwagen und wartet auf den Weihnachtsmann. Der ist nur noch wenige Meter von ihr entfernt. Er kommt mit einer Kutsche auf sie zugerollt. Die ziehen allerdings keine fliegenden Rentiere – wie es in den meisten Filmen zu sehen ist. Sondern zwei kleine niedliche Shetland-Ponys traben vorne weg. Sie sind bei den Kindern fast so beliebt wie der Weihnachtsmann. Viele Hände wollen durch ihr flauschiges weißes Fell streicheln. Doch die Tiere haben zu tun. Sie müssen ihre wertvolle Fracht vom Alten Hafen zum Wismarer Rathaus bringen. Dort soll Santa Claus am Sonnabend um 14 Uhr den Weihnachtsmarkt offiziell eröffnen.

Der Weihnachtsmann reist durch Wismar

Mit dem Schiff in den Wismarer Hafen gebracht

Bis er am Ziel ankommt, hat der Mann mit dem langen, kringeligen Bart schon eine Kurzreise hinter sich. Wie es sich für eine Hafenstadt gehört, wird der Weihnachtsmann zunächst seit Jahren mit einem Schiff an Land gebracht. Dort warten schon viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern. Sie sind gekommen, um Santa Claus zu sehen und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Umringt von kleinen und großen Schaulustigen stiefelt Hans-Jürgen Heußner, der im roten Kostüm steckt, langsam zur Kutsche. Dabei greift er immer wieder in seinen großen Sack mit Süßigkeiten. Die sind heiß begehrt. Auch Fotos wollen viele Zuschauer von ihm machen. Das ist gar nicht so leicht bei dem Gewusel am Hafen. Oft ragt nur seine rote Mütze aus der Menschenmasse hervor.

Bis 22. Dezember geöffnet

Der Wismarer Weihnachtsmarkt hat täglich bis zum 22. Dezember geöffnet, von Sonntag bis Donnerstag jeweils von 11 bis 20 Uhr sowie am Freitag und Samstag von 11 bis 21 Uhr. Deshalb ist die Marktumfahrung bis dahin täglich von 11 bis 20 Uhr gesperrt. Ein Bühnenprogramm gibt es immer freitags, samstags und sonntags.

Rentner ist seit acht Jahren der Weihnachtsmann

Die Shetland-Ponys lässt die ganze Aufregung kalt. Ruhig warten sie auf den Weihnachtsmann und seine Begleiter. Engel und Wichtel hat er mitgebracht. Dann geht es los. Die Polizei sperrt eine Straßenseite ab und lässt dem Weihnachtsmann die Vorfahrt. Die Auto- und Motorradfahrer lassen ihn gerne passieren. Hans-Jürgen Heußner (76) freut sich über die vielen Kinder, die neben ihm herlaufen und ihn gerne mal mit „Du, Weihnachtsmann“ begrüßen. „Das ist mein achtes Jahr als Weihnachtsmann“, erzählt der Wismarer. Engagiert habe ihn die Organisatorin des Weihnachtsmarktes. Sie wünsche sich, dass er wenigstens so lange weitermacht, bis sie in Rente geht. „Das sind noch zehn Jahre“, schmunzelt er.

Glocke auf dem Balkon läutet die offizielle Eröffnung ein

Hans-Jürgen Heußner liebt den Job als Weihnachtsmann – wegen der Kinder. Die meisten haben keine Angst vor dem großen Mann, sondern laufen freudestrahlend auf ihn zu – in der Hoffnung, dass er für sie Bonbons oder Gummibärchen hat. Die füllen einen schweren Sack. Etwas leerer wird der vor dem Rathaus. Minutenlang wird Santa Claus auch dort umringt. Anschließend stiefelt er mit einer Glocke und „Ho, ho, ho“-Rufen hinauf auf den Rathaus-Balkon. Dort warten schon die Engel und Wichtel. Aufgeregt winken sie den Menschen zu. Heußner läutet die Glocke und blickt auf hunderte Weihnachtsmarkt-Besucher. Dann ist es soweit: Durchs Mikrofon sagt er den Satz, der ihm auch schon in den vergangenen Jahren sehr viel Spaß bereitet hat: „Hiermit ist der Wismarer Weihnachtsmarkt eröffnet.“

Hunderte Besucher sind auf dem Marktplatz unterwegs

Fabienne (3) hat vom Weihnachtsmann Gummibärchen bekommen, auch ihre Oma, Anke Severin aus Wismar, hat Spaß gehabt. Quelle: Kerstin Schröder

Die Zeremonie wird unten auf dem Marktplatz mit Beifall aufgenommen. Dazu strahlt die Sonne vom hellblauen Himmel. Hans-Jürgen Heußner geht wieder hinunter zu den Kindern. Die warten schon am Ausgang auf ihn. Auch die kleine Fabienne (3) ergattert dort ein paar Gummibärchen und freut sich mit Oma Anke Severin, den Weihnachtsmann gesehen zu haben.

Nur ganz langsam schafft der es auf den Marktplatz und zur großen Tanne samt Briefkasten. In den können die Kinder – auch in den nächsten Wochen noch – ihre Wunschzettel stecken. Gleich nebenan spielen zwei 14-jährige Jungs Weihnachtslieder. Die Blasmusik von Gregor Miebach und Joseph Reiswich kommt gut an: Ihr Instrumentenkoffer füllt sich schnell mit Münzen und sogar einigen Scheinen.

Charlotte (13) aus Zurow hat sich ein Lebkuchen-Herz gekauft. Quelle: Kerstin Schröder

An allen Hütten und Karussells ist es rappelvoll. Auch der Süßigkeiten-Stand ist gut besucht. Charlotte (13) aus Zurow holt sich dort ein Lebkuchen-Herz mit der Aufschrift „Engelchen“. Ursula Meyer gönnt sich derweil einen Glühwein. „Wir kommen jedes Jahr zum Wismarer Weihnachtsmarkt, er ist so gemütlich“, schwärmt die Rentnerin aus Schwerin.

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