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Wismar Natur-Tour auf Mecklenburgs größter Insel
Mecklenburg Wismar Natur-Tour auf Mecklenburgs größter Insel
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11:24 13.07.2019
Zwischen Gollwitz und dem Schwarzen Busch kann man an der Steilküste entlang radeln. Quelle: MARIE ANNE SCHLABERG
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Poel

Einmal Mecklenburgs größte Insel abradeln – das klingt nach einer ziemlich langen Fahrt. Doch da Poel lediglich 36 Quadratkilometer groß ist, bedeutet eine Umrundung nur etwa 30 Kilometer. Das Radeln bei gemütlichem Tempo und erholsamen Pausen an den schönsten Orten dauert etwa vier Stunden.

Start und Ziel ist der Hafen in Kirchdorf. Hier ist Platz für Motor- und Segelboote. Und es gibt eine Fährverbindung nach Wismar. Die Türme und Schornsteine der Stadt sind am Horizont zu sehen. Noch schöner ist der Blick vom Kirchberg aus. Der romanisch-gotische Backsteinbau stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und hat einst zu einer fünfzackigen Schlossanlage gehört.

Beim Verlassen des Hafens geht es an der 1250 erbauten Inselkirche vorbei und weiter auf dem gepflasterten Radweg der Landstraße 121 in Richtung Weitendorf. Es bietet sich auf der linken Seite ein schöner Blick auf die bei Sonnenschein glitzernde Kirchsee. Sie ist eine tief von Süden in die Insel Poel einschneidende Bucht. Benannt ist sie nach dem Poeler Hauptort Kirchdorf.

Die nächste Etappe führt nach Weitendorf Hof - vorbei an hübschen, teils schilfgedeckten Häusern, Feldern und Bäumen. Von dort aus können die Radler in Richtung Brandenhusen fahren und der nach links abbiegenden Straße folgen. Etwa 500 Meter später ist ein ehemaliger Gutshof erreicht. Dort können sie eine wundervolle Aussicht genießen. Sie reicht vom Naturschutzgebiet „Fauler See – Rustwerder“ über die Wismarbucht bis an die Küste der Wohlenberger Wieck. Der richtige Ort für ein Picknick zwischendurch.

Von Brandenhusen geht es zurück nach Weitendorf Hof und dann nach Hinter Wangern an den naturbelassenen wild romantischen Strand. Wer nicht so auf Freikörperkultur am Westufer der Insel steht, strampelt auf einem Feldweg parallel zum Wasser entlang des Küstenwäldchens weiter. Die Gras-Sand-Spuren sind nicht gut befahrbar, dafür Natur pur und Möglichkeiten mit Steilküsten-Blick. Einfacher ist es, die asphaltierte Dorfstraße in Hinterwangen an die L 121 zu nehmen und dann auf dem Radweg bis Timmendorf zu radeln.

Beim Erreichen der ersten Häuser geradeaus dem Fischerstieg folgen. Linker Hand taucht der Leuchtturm auf. Er ist im Jahr 1871 zum ersten Mal in Betrieb genommen worden. Als eines der attraktivsten Wahrzeichen der Insel ist der Leuchtturm nicht nur für Touristen, sondern vor allem für den Schiffsverkehr von großer Bedeutung. Bis heute führt sein Leuchtfeuer alle Seefahrer sicher in den Hafen der Hansestadt Wismar. Wer nicht auf Picknick steht, kann sich hier in einem der vielen Restaurants stärken. Hier ist auch der schönste und meistbesuchte Badestrand der Insel, auch die das Hafenbecken abgrenzende bombastische Steinmole lädt zum Begehen ein.

Vom Hafen geht es zurück an die L 121. Hinter den großen Parkplätzen zweigt nach links ein ausgeschilderter Weg in Richtung Schwarzer Busch ab. Hier kann man im „Kunstklo“ haltmachen. Das beherbergt neben den öffentlichen Toiletten auch eine Galerie mit Kunstwerken mehrerer Künstlerinnen aus der Region.

Nach ein paar Meter losem Sand zu Beginn des Steilküsten-Wegs mit den wunderschönen Ausblicken auf das Wasser mit großen und kleinen Schiffen und Seevögeln auf den Findlingen sitzend, führt die Radtour dann nach Gollwitz. Das alte Fischerdorf im nördlichen Teil der Insel Poel mit dem kinderfreundlichsten Strand. Das Ostseewasser hat bis zur ersten Sandbank nach etwa 100 Metern eine sehr geringe Tiefe.

Wieder zurück nach Kirchdorf gibt es verschiedene Wege. Am schönsten und interessantesten radelt es sich über Vorwerk nach Malchow und auf dem ausgeschilderten Betonspurweg etwas bergauf und ab bis an die Inselstraße. Die Straße überqueren und dann über die Wiese auf den neuen befestigten Rad- und Wanderweg immer in Richtung Kirchturm radeln. Ein besonderer Höhepunkt ist das Passieren der etwa 30 Meter langen Holz- und Eisenbrücke durch den moorigen Untergrund. Ruck zuck ist man im Kirchdorfer Hafen angekommen. „Dort gibt es leider noch keine Abstellbügel am Hafen“, bedauert Marie Anne Schlaberg vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. Doch Radtouren auf der Insel seien wegen der tollen Natur die schönsten in der Region.

Kerstin Schröder

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