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Wismar Neue Patienten in Gägelow willkommen
Mecklenburg Wismar Neue Patienten in Gägelow willkommen
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10:57 31.12.2018
Arbeiten künftig zusammen: die Diplom-Mediziner Karsten Rydryck (li.) und Lutz Menzel Quelle: Kerstin Schröder
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Gägelow/Wismar

Wer in Wismar und der Umgebung auf der Suche nach einem neuen Hausarzt für sich ist, wird oft nicht fündig: In vielen Praxen heißt es: Wir können keine neuen Patienten mehr annehmen. Im MEZ Gägelow ist das ab dem 7. Januar anders. Dort wartet dann Karsten Rydryck auf Patienten jeden Alters. Der 40-Jährige wagt als Hausarzt für kleine Babys bis hin zu Senioren den Schritt in die Selbstständigkeit. „Das Tolle an dieser Arbeit ist, das man sieht, wie sich die Kinder und Familien über Jahre hinweg entwickeln und man ihre medizinische Geschichte kennt, ohne viel fragen zu müssen“, sagt der Facharzt für Allgemeinmedizin. „Und es macht Spaß mit Kindern, sie lockern den Praxisalltag auf“, sagt er.

Aufgewachsen ist Karsten Rydryck in Damshagen. Schon in der Schule möchte er Allgemeinmediziner werden. Er studiert in Greifswald, arbeitet danach als Arzt und Sanitätsoffizier bei der Bundeswehr. Nach seiner Dienstzeit geht es einige Jahre ins Ausland. Mittlerweile ist der Mecklenburger wieder zurück in der Heimat und Vater von vier Kindern. „Die vergangenen zwei Jahre war ich im Medizinischen Versorgungszentrum in Rüting angestellt“, erzählt er. Auch dort habe er Kinder ärztlich betreut und geimpft.

Ermöglich hat ihm den Start in die Selbstständigkeit Dipl. med. Lutz Menzel (60). Der Allgemeinmediziner betreibt seit Jahren im MEZ Gägelow eine Praxis hat und kann zurzeit selber keine weiteren Patienten annehmen. Aber indem die beiden nun die „Hausärztliche Praxisgemeinschaft Rydryck & Menzel“ gründen, heißt es nun am Empfang in wenigen Tagen: „Es können neue Patienten angenommen werden.“ Der Damshagener Karsten Rydryck ist gespannt, wie die ersten Tage in der Selbstständigkeit verlaufen werden und freut sich auf alte und neue Patienten.

Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) besteht für den Bereich Wismar, einschließlich Insel Poel, ein Versorgungsgrad von 95,2 Prozent. In der Hansestadt gibt es 23 niedergelassene Hausärzte, davon seien acht Mediziner 60 Jahre und älter. Weitere elf Hausärzte sind im Angestelltenverhältnis tätig (die OZ berichtete). Zwar wird eine „angespannte Situation bei Hausärzten“ eingeräumt. Sie sei aber nicht schwierig, und es drohe auch keine Unter­versorgung. In den Jahren 2016/17 hat die KV vier hausärztliche Zulassungen gefördert. Engpässe in der medizinischen Versorgung bekomme die KV über die Termin­servicestelle mit. Das sei aber lediglich bei neurologisch-psychiatrischer Versorgung der Fall gewesen. Mit der Zulassung für zwei Neurologen in der Region Wismar soll es nun eine Verbesserung geben.

Kerstin Schröder

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