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Wismar Neuer Wohnmobilpark in Wismar
Mecklenburg Wismar Neuer Wohnmobilpark in Wismar
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09:00 05.01.2019
Freuen sich auf die Eröffnung des Ferien- und Wohnmobilparks Wismar am 1. Juni: André Matz und Ehefrau Jane Wussow-Matz.
Freuen sich auf die Eröffnung des Ferien- und Wohnmobilparks Wismar am 1. Juni: André Matz und Ehefrau Jane Wussow-Matz. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Voll im Gange sind die Bauarbeiten für den neuen Ferien- und Wohnmobilpark Wismar. Stadtauswärts in Richtung Poel (gegenüber der Shell-Tankstelle) wurden in den letzten Wochen erhebliche Erdmassen bewegt. Die neue Anlage für den Urlaub auf vier Rädern wird terrassenförmig angelegt. Urlauber haben einen Blick bis zur Altstadt.

Die 160 Stellplätze verteilen sich auf drei Terrassen. Jede Parzelle ist etwa 70 Quadratmeter groß. „Uns stört es auch, wenn es so eng ist“, sagt Jane Wussow-Matz aus Erfahrung. Sie und die Familie fiebern der Eröffnung am 1. Juni entgegen.

Die Zufahrt erfolgt über die Straße Lütt Moor. Für die Urlauber gibt es ein Rezeptionsgebäude mit Frühstücksraum und Kiosk, für Kinder wird es einen Spielplatz geben. Weil fast jeder zweite Wohnmobilist mit Hunden unterwegs ist, wird eine große Fläche zum Auslaufen der Vierbeiner angelegt. Ein Parkscheinautomat ermöglich die Anreise bei freier Platzwahl täglich rund um die Uhr. Sitz- und Grillmöglichkeiten werden als Inseln angelegt, wo sich die Urlauber zum Schwätzchen treffen können. Vier Wohnmobile teilen sich eine Stromsäule, Sanitäreinrichtungen gehören ebenfalls zur Anlage. Der Tagespreis beträgt 25 Euro.

Das Plangebiet ist rund sechs Hektar groß. In einem Randbereich ist als Bodendenkmal ein urgeschichtlicher Siedlungsplatz bekannt. Das Areal soll parkähnlich gestaltet werden. „Wir legen viel Wert auf Grün“, so Jane Wussow-Matz. 125 Obstbäume werden angepflanzt. Schafe halten die Flächen kurz, Hühner werden reichlich Auslauf haben. Für Ausflüge zu Fuß oder mit dem Fahrrad wollen die Eigentümer den Urlaubern Vorschläge unterbreiten.

„Wir haben lange gewartet, aber jetzt ist ein Ende in Sicht“, freut sich Jane Wussow-Matz. Das B-Planverfahren habe sich vier Jahre hingezogen. Sie selbst kennt sich in der Gegend bestens aus. Ihr Urgroßvater, Friedrich Hamann, hat schon im Bereich des neuen Wohnmobilparks Bäume angepflanzt. Ihre Urgroßmutter Klara hatte das Ausflugslokal an der Eisernen Hand geführt. Die Wismarerin wohnt mit ihrem Mann André Matz und den beiden Kindern fast in Sichtweite in der Ziegelstraße.

Jane Wussow-Matz (36) war Hauptfeldwebel beim Luftwaffengeschwader in Rostock-Laage und hat im letzten Sommer in Rostock ein Studium als Grundschullehrerin begonnen. Da André Matz (37) bei der Berufsfeuerwehr Schwerin ebenfalls beruflich eingebunden ist, kommt das Familienunternehmen zum Tragen. Die Väter zum Beispiel nehmen den jungen Leuten einiges an Arbeit ab.

Die junge Familie wird zum Ferien- und Wohnmobilpark umziehen. Auch der 24 Jahre alte Fiat Ducato, mit dem sie Urlaubsfahrten nach Italien, Dänemark, an die polnische Ostseeküste und in Deutschland unternommen haben. „Hotel ist nicht unsere Sache, einmal waren wir mit der AIDA unterwegs, ansonsten mögen wir es, mit dem Wohnmobil loszufahren, Neues zu entdecken und zu wandern“, so Jane Wussow-Matz.

In Wismar gibt es einen Wohnmobilstellplatz am Schiffbauerdamm. Vorgesehen ist dies auch an der Schweriner Straße im Zuge der neuen Bebauung des früheren Hevag-Geländes. Der Urlaub mit Wohnmobilen liegt im Trend und steigt. So schreibt die Verwaltung zum Vorhaben in Redentin: „Mit der Errichtung des Wohnmobil- und Ferienparks wird auch das Angebot in der Hansestadt Wismar für den touristisch immer wichtiger werdenden Bereich erweitert.“

Wird der Ferien- und Wohnmobilpark gut angenommen, kann er ausgebaut werden. So sind Übernachtungsfässer für Radfahrer und Motorradfahrer angedacht. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Erst einmal sind alle Augen auf den 1. Juni gerichtet.

Heiko Hoffmann