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Wismar Neues Kinder- und Jugendparlament von Wismar
Mecklenburg Wismar Neues Kinder- und Jugendparlament von Wismar
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19:02 22.09.2019
Lea Stemmler (l.) und Eva Wigbrand freuen sich, dass sie ins neue Kinder- und Jugendparlament gewählt wurden. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Das neue Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) von Wismar ist gewählt. 31 Kandidaten standen bei der erstmals durchgeführten Online-Abstimmung zur Wahl.

Die 20 Mädchen und Jungen mit den meisten Stimmen (sieht Info) sind die gewählten Vertreter im KiJuPa. Alle anderen sind Nachrücker und können sich beratend einbringen. Auf der konstituierenden Sitzung am 15. Oktober wird dann untereinander gewählt, wer welche Funktion übernimmt.

Wer hat die meisten Stimmen?

Die meisten Stimmen erhielten Danilo Marquardt (373 Stimmen, 15 Jahre, Ostsee-Schule), Eva Wigbrand (286, 9 Jahre, Robert-Lansemann-Schule) und Lea Stemmler (269, 17 Jahre, Gerhart-Hauptmann-Gymnasium).

Das neue KiJuPa

Dem neuen Kinder- und Jugendparlament gehören diese 20 stimmberechtigten Mädchen und Jungen an: Danilo Marquardt, Eva Wigbrand, Lea Stemmler, Oskar Ole Strüber, Paula Stemmler, Hannah Serner, Amy Rakow, Maximilian Sydow, Tim Nestler, Maria Fiedler, Alicia Jörn, Felix Wicht, Tim Herberg, Anna-Lena Baschista, Sophie Bardenhagen, Joleena Möller, Jonas Lerke, Kimberly Wienholt, Maximilian Gottwald, Kalle Rath.

Nachrücker und beratendes Mitglied sind: Carlo Oday, Benicio Wölk, Qutada Essa, Joy Klein, Timm Pilz, Dunia Dawid, Jakar Hamke, Rana Dawid, Adrian Ciudin, Mabel Meister, Soyar Mohammed.

Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) versteht sich als Interessenvertretung der Wismarer Kinder und Jugendlichen. Alle zwei Jahre finden Wahlen statt. Die Mitglieder verfügen über einen Etat von jährlich 10 000 Euro, um gemeinsam Projekte für Kinder und Jugendliche auf die Beine zu stellen, zu unterstützen und Wismar so attraktiver für die 9- bis 19-Jährigen zu gestalten.

50,8 Prozent Wahlbeteiligung

An der Abstimmung nahmen teil: Ostsee-Schule, Claus-Jesup-Schule, Berufsschulzentrum Nord, Robert-Lansemann-Schule, Geschwister-Scholl-Gymnasium, Rudolf-Tarnow-Schule, Bertolt-Brecht-Schule, Integrierte Gesamtschule Johann Wolfgang von Goethe (IGS), Gerhart-Hauptmann-Gymnasium (GHG), Grundschule am Friedenshof, Fritz-Reuter-Grundschule, Freie Schule sowie die Seeblick-Schule.

Im KJFZ wurden die Ergebnisse der Wahl verkündet. Bürgerschaftsmitglied Tilo Grundlack (l.) war dabei, Antje Marth vom Stadtjugendring und Lars Ruttke vom Kreisjugendring haben die Ergebnisse präsentiert. Quelle: Heiko Hoffmann

Die Wahlbeteiligung lag bei 50,8 Prozent. Auf die 31 Bewerber verteilten sich 4046 gültige Stimmen. Die Brecht-Schule ist mit sechs Schülern am stärksten im KiJuPa vertreten, gefolgt von der IGS und dem GHG (je drei).

Das Ergebnis wurde am Freitag im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum (KJFZ) in der Friedrich-Techen-Straße verkündet. Bewerber und Eltern, Vertreter des Kreis- und Stadtjugendrings sowie Bürgerschaftsmitglied Tilo Gundlack (SPD) waren anwesend.

Wünsche von Jugendlichen

Eva Wigbrand (Platz zwei, 286 Stimmen) hat sich über ihr Wahlergebnis riesig gefreut. Das Mädchen aus der vierten Klasse freut sich außerdem, dass voraussichtlich ab November im neuen Gebäude der Robert-Lansemann-Schule gelernt werden kann. Die Neunjährige wünscht sich, dass mehr Bäume gepflanzt werden und kein Müll in die Umwelt geschmissen wird. Und : „Mir gefällt es nicht, wenn Menschen ausgeschlossen und nicht akzeptiert werden.“

Lea Stemmler wurden zum dritten Mal ins KiJuPa gewählt. Ihr ist unter anderem wichtig, dass es bei der Spielplatzgestaltung Angebote für jüngere und ältere Jugendliche gibt. Als ein konkretes Projekt schweben der 17-jährigen Schülerin vom GHG Büchertauschzellen auf der Straße vor. In anderen Städten gibt es das, in Wismar (noch) nicht. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Jugend einbezogen wird“, sagt Lea Stemmler. Sie hält die Klimastreiks Fridays for Future für eine gute Sache. Nicht gut findet sie, dass Bildungspolitik vor allem von der älteren Generation bestimmt wird.

Danilo Marquardt, der die meisten Stimmen bekommen hatte, konnte bei der Verkündung des Wahlergebnisses nicht anwesend sein. Er hatte sich mit dem Slogan „Bessere Verteilung von Geld für die Schulen“ beworben.

Einladung zur Pizza

Landtags- und Bürgerschaftsmitglied Tilo Gundlack war als einziger Vertreter der Wismarer Politik am Freitag dabei. Er ermunterte die jungen Parlamentarier, sich in die Entwicklung von Wismar und in die Stadtpolitik einzubringen. Das helfe den Erwachsenen auch teilweise, in die Realität zu finden. Gundlack lud die jungen Leute ein, mit ihm Pizza zu essen.

Von Heiko Hoffmann

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