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Wismar Baugenehmigung für Feriendomizil „Bades Huk“
Mecklenburg Wismar Baugenehmigung für Feriendomizil „Bades Huk“
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18:39 20.12.2018
Ein Blick auf die Marina Hohen Wieschendorf - die bestehenden Häuser (links oben) werden umgebaut. Quelle: FCR Media
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Hohen Wieschendorf

Freude in Hohen Wieschendorf: In dieser Woche ist die Baugenehmigung für das neue Ferienresort „Bades Huk“ eingegangen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für das Immobilienprojekt an der Ostsee geschafft. Die Umbau- und Modernisierungsphase der bereits bestehenden Ferienobjekte kann beginnen. Der Startschuss dafür soll im ersten Quartal 2019 fallen. Bürgermeister Jan van Leeuwen (CDU) hat daran keinen Zweifel: „Es geht los, es wird ein spannendes neues Jahr.“ Der mittlerweile 13 Jahre andauernde Stillstand sei endlich vorbei, die Aussichten wären toll, ergänzt van Leeuwen.

Der Salzburger Investor Oliver Soini will die Investruine in direkter Ostseelage in ein Ferienparadies verwandeln. Geplant sind 67 Apartments mit ein bis drei Schlafzimmern. Hinzu kommen drei Reihenhäuser mit je drei und vier Schlafzimmern sowie eine Doppelhaushälfte mit drei Schlafzimmern. Die Häuser sind seit Jahren fast fertig und werden nun umgebaut. Ein Musterhaus gibt es auf dem Areal bereits. Dessen Stil soll auf dem Gelände fortgesetzt werden. Vorgesehen sind große Fenster und eine Dünenlandschaft, sodass die Gäste barfuß vom Haus zum Strand laufen können. Anfang nächsten Jahres beginnt die Vermarktung der Ferienobjekte. Viele interessierte Käufer haben sich bereits gemeldet.

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Der Investor des Ferienresorts "Bades Huk", Oliver Soini (l.), und Jan Wilkens, Geschäftsführer der Marina. Quelle: FCR Media

Laut einer aktuellen Analyse hat sich in den vergangenen Jahren ein Trend zum Kauf von exklusiveren Unterkünften gezeigt. „Eine hochwertige Gestaltung mit einer klaren Designlinie ist ein Mehrwert für Kapitalanleger“, erklärt der Hamburger Ferienimmobilien-Spezialist Hamid M. Farahmand. Er ist sicher, dass das Ambiente von „Bades Huk“ eine gewinnbringende Wertanlage sei.

Für 3,5 Millionen Euro hat Oliver Soini Ende 2011 die Marina und das Feriendorf aus einer Insolvenzmasse ersteigert. Doch wie geplant weiterentwickeln kann er das Areal danach nicht. Denn im Jahr 2013 verhängt der Landkreis einen Baustopp. Grund: Die baurechtlichen Verhältnisse sind ungeklärt, der alte Bebauungsplan ist ungültig. Fünf Jahre hat es gedauert, das zu ändern. Geändert wird auch der Name: Aus der Marina Hohen Wieschendorf wird „Bades Huk“. Das Resort soll seinen Gästen einen anderen Platzbedarf anbieten: Während früher Eltern und Kind in den Familienurlaub gereist sind, seien es heute vermehrt Großeltern mit den Enkeln, befreundete Paare oder die gesamte Großfamilie, teilt der Investor mit. Deshalb soll es neben individuellen Rückzugsorten großzügig gestaltete Gemeinschaftsflächen geben. „Zusammen kochen, essen oder einfach nur auf dem Sofa entspannen – in ,Bades Huk’ wird das Miteinander bewusst zelebriert,“ wirbt Soini für sein Projekt.

Bürgermeister Jan van Leeuwen hat in den vergangenen drei Jahren mit den Gemeindevertretern an einer Zukunft für die Investruine, deren Geschichte bis ins Jahr 2002 zurückreicht, gearbeitet. Auch etliche Gutachten mussten erstellt werden, unter anderem zu Arten- und Schallschutz. Denn das Resort liegt an der Wismarbucht und die ist europäisches Vogelschutzgebiet mit strengen Richtlinien. Ende August fassten die Gemeindevertreter dann den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan. Kurz darauf wurde der vom Kreis genehmigt. Im halb fertigen Urlaubsdorf hat nicht alles brach gelegen. Auf dem Anleger mit den 120 Schiffsliegeplätzen ist eine Gastronomie für den Saison-Betrieb entstanden. Michael Schäfer, der Eigentümer des Anlegers, will künftig weitere Gastronomie anbieten und Shops. Vorne auf dem Anleger stellt er sich ein Gebäude mit Rundumblick und Kamin vor – für Hochzeiten und Familienfeiern.

Kerstin Schröder

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