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Wismar Neues Wohngebiet in Wismar
Mecklenburg Wismar Neues Wohngebiet in Wismar
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13:32 28.01.2019
Am Hohen Damm soll zwischen der Landesstraße und der früheren Gärtnerei ein Wohngebiet für Einfamilienhäuser entstehen. Quelle: Heiko Hoffmann
Wismar

Am Hohen Damm soll ein neues Wohngebiet entstehen. Vorgesehen sind etwa 55 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser. Die Hansestadt möchte das Wohngebiet in Eigenregie entwickeln und vermarkten.

Die Bürgerschaft hat das Planverfahren mit dem Aufstellen des Bebauungsplanes unter dem Namen „Wohngebiet Alte Gärtnerei am Hohen Damm“ angeschoben. Aus Sicht der Stadt bieten die brach liegenden Flächen, einschließlich der ehemaligen Gärtnerei, in Stadtrandlage mit guter verkehrstechnischer Anbindung „beste Voraussetzungen für die Entwicklung eines Wohngebietes für den individuellen Eigenheimbau“.

Begrenzt wird das Gebiet durch die Luck’s Wiese im Norden, den Müggenburger Weg, die bebauten Wohngrundstücke Hoher Damm, Eiserne Hand und die Straße Hoher Damm. Der Geltungsbereich umfasst in Randbereichen bereits bebaute Grundstücke.

Schon 1997 hatte sich die Bürgerschaft für die Entwicklung des Bereiches ausgesprochen. Zum Planverfahren sei es aber „wegen verschiedener Unstimmigkeiten aufgrund einer Vielzahl privater Grundstückseigentümer im Plangebiet“ nicht gekommen. Das hat sich geändert. Nach Angaben der Stadt habe es grundlegende Eigentumswechsel gegeben.

Der Bedarf an Wohnbauflächen für den Eigenheimbau sei in Wismar weiterhin vorhanden. Die Hansestadt will den Bebauungsplan in eigener Regie aufstellen, das Gebiet erschließen und die erschlossenen Baugrundstücke an die einzelnen Bauherren veräußern. Die Preise stehen noch nicht fest. In Eigenregie hatte die Stadt auch Flächen in Redentin (Landgang/Angelweg) erschlossen und verkauft.

Geändert werden muss auch der Flächennutzungsplan. Dort sind einige Bereich als gewerbliche Baufläche und Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen. Diese müssen in Wohnbaufläche geändert werden.

In Wismar entstehen derzeit Eigenheime in Wohngebieten in Seebad Wendorf, an der Lübschen Burg und am Klußer Damm. Hier gibt es private Erschließungsträger. Die Flächen gegenüber dem Klinikum am Friedenshof wurden von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft erschlossen.

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hatte Ende 2018 das geplante neue Wohngebiet am Hohen Damm zum Anlass genommen, um die Stadt nach einem Preisnachlass für junge Familien beim Erwerb von Grundstücken zu fragen.

Baukindergeld

Das von der Bundesregierung beschlossene Baukindergeld soll Familien in Zeiten steigender Bau- und Immobilienpreise beim Erwerb von Eigentum helfen.

Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie winkt ein staatlicher Zuschuss von 1200 Euro je Kind und Jahr, gezahlt über zehn Jahre: also 12000 Euro pro Kind.

Gewährt wird das Baukindergeld für Familien und Alleinerziehende bis zu einer Grenze von 90000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen im Jahr bei einem Kind. Bei größeren Familien darf die Grenze pro Kind 15000 Euro höher liegen.

Grundsätzlich, so die Antwort der Verwaltung, „kann ein Preisnachlass (Förderung) junger Familien bzw. Verheirateter mit mindestens einem Kind beim Erwerb von Wohnbauflächen nur erfolgen, wenn die Hansestadt selbst Wohnbaugrundstücke erschließt und veräußert“. Dies ist am Hohen Damm der Fall.

Bei der Förderung würde es sich um eine Subvention aus dem städtischen Haushalt handeln. Das könnte erst in die Planungen für den nächsten Doppelhaushalt 2020/2021 einfließen. Da sich die Planungen noch im Anfangsstadium befinden, „gibt es bisher noch keine konkrete Vorstellungen, ob und in welcher Form die Förderung gewährt werden soll“, so die Stadt.

Eine Möglichkeit für einen Preisnachlass wäre nach Angaben der Verwaltung, dass auf den Verkehrswert eines unbebauten Grundstücks für Verheiratete mit mindestens einem Kind prozentual je Kind ein Nachlass gewährt wird.

In ihrer Antwort verweist die Stadt auf das ab dem 1. Januar 2018 eingeführte Baukindergeld als staatliche Förderung. „Damit gib es eine attraktive Förderung für den Erwerb von Wohnbaugrundstücken. Ob eine zusätzliche Förderung durch die Hansestadt Wismar sinnvoll ist, ist jedoch fraglich.“ Im Klartext heißt das, dass die Verwaltungsspitze eine weitere Förderung nicht beabsichtigt.

Heiko Hoffmann

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