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Wismar Neuntklässler kümmern sich um „UWE“
Mecklenburg Wismar Neuntklässler kümmern sich um „UWE“
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11:09 25.01.2019
Fabienne Krombach und Sophie-Marie Wicht (beide 14) verbinden Solarzellen miteinander. Quelle: Kerstin Schröder
Neukloster

“UWE“ hat drei Tage lang die Neuntklässler des Gymnasiums Neukloster beschäftigt – und das in fünf Fächern. In Physik bringt „UWE“ gerade ein kleines Windrad zum Drehen. Darüber freuen sich Fabienne Krombach und Sophie-Marie Wicht. Sie haben zuvor dünne Kabel an kleine Solarzellen gesteckt und danach den Polylux eingeschaltet. Der Tageslichtprojektor ist in ihrem Experiment die Sonne, die die Mini-Solarzellen mit Licht versorgt. „Wir beschäftigen uns mit dem Thema ,Erneuerbare Energien“, erzählen die 14-jährigen Schülerinnen. Denn „UWE“ ist kein Mann, sondern das Projekt „Umwelt, Wasser und Energie“. Das läuft bereits seit acht Jahren in Neukloster mit großem Erfolg. „Die Ergebnisse sind immer sehr gut“, freut sich Chemie-Lehrerin Uta Ehrke.

In ihrem Fach dreht sich alles ums Wasser. So gehen Ben Spill, Paul Reichert, Julian Baczko und Maximilian Schulz der Frage nach: Wie viel Wasser wird verbraucht? Nicht nur mit Duschen oder Abwaschen, sondern auch bei der Herstellung von Lebensmitteln und Industriegütern. Für den sogenannten Wasserfußabdruck haben sie ein Ratespiel erstellt mit Fragen wie: Wie viel Wasser steckt in einem Burger? Das Plakat mit den richtigen Antworten soll bei ihrer Präsentation zum Einsatz kommen. Denn alle Projektteilnehmer müssen ihr Thema und ihre Ergebnisse später den Achtklässlern vorstellen. „So sollen sie lernen, sicher vor anderen zu sprechen“, erklären Marlene Heinrich und Max Hirsack. Die beiden sind die Moderatoren von „UWE“. Sie dokumentieren die Arbeit der 74 Neuntklässler, interviewen sie während der Projektarbeit, machen Fotos und stellen ihre Bestandsaufnahmen auf die Internetseite der Schule. Dafür werden die beiden als einzige im Fach Deutsch bewertet. Ihre Mitschüler sind derweil in Erdkunde, Chemie, Biologie, Kunst und Physik im Einsatz. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Gymnasiasten zu fördern. „Sie machen so gut wie alles alleine, die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung“, erklärt Lehrerin Uta Ehrke. So sollen die Teamarbeit gefördert und das Erstellen von Präsentationen geübt werden, ergänzen die beiden Moderatoren. Sie sind von den Lehrern als Ansprechpartner ausgesucht worden – sowohl für die Schüler als auch für Pädagogen.

Marlene Heinrich und Max Hirsack dokumentieren die Arbeiten ihrer Mitschüler und schauen sich die Projektübersicht an. Quelle: Kerstin Schröder

Bereits seit acht Jahren spielt das Wasser eine Rolle im Unterricht der Neuntklässler in Neukloster. Später sind noch die Themen Umwelt und Energie dazugekommen, deshalb ist das Projekt vor fünf Jahren in „UWE“ umbenannt worden – Umwelt, Wasser und Energie. Mit welchen Fragen sich die Schüler beschäftigen wollen, das können sie alleine bestimmen. Merle Weidemann, Jette Holst und Julia Hennig haben sich für den Kunstunterricht entschieden und entwerfen einen Hut im organischen Design. „Hier können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen“, erklären sie ihre Entscheidung für das Fach Kunst. Am Nachbartisch geht es um den Plastikmüll und wie er Land und Meere verschmutzt.

Merle Weidemann, Jette Holst und Julia Hennig entwerfen einen Hut im organischen Design. Quelle: Kerstin Schröder

Präsentiert werden die Projekte in den kommenden Wochen vor den Achtklässlern. „Jeder in der Gruppe muss etwas sagen – so werden auch Ängste abgebaut, in der großer Runde zu sprechen“, erklären Marlene Heinrich und Max Hirsack. Die beiden haben es nicht bereut, die Moderatoren geworden zu sein: „Es ist eine interessante Aufgabe.“

Kerstin Schröder

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