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Wismar Kreis nimmt Bauanträge jetzt auch online an
Mecklenburg Wismar Kreis nimmt Bauanträge jetzt auch online an
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17:10 10.01.2019
Maren Domres, Sachgebietsleiterin beim Fachdienst Bauordnung und Umwelt des Landkreises Nordwestmecklenburg, nimmt Bauanträge künftig auch online an. Im Hintergrund wird das Online-Portal für Bauherren präsentiert. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Der Landkreis Nordwestmecklenburg wird moderner und digitaler – das hat sich die Verwaltung nicht nur vorgenommen, sondern muss sie laut sogenanntem Onlinezugangsgesetz auch zwingend umsetzen. Seit dem 1. Januar können nun Bauanträge beim Kreis auch online gestellt werden. Ein eigenes Portal namens „bauen.nordwestmecklenburg.de“ macht es möglich.

Die Kreisverwaltung sendet damit ein hoffnungsvolles Signal an Bauwillige. Monierte der Landesrechnungshof doch erst kürzlich, dass der Nordwestkreis der langsamste bei der Bewilligung von Bauanträgen in ganz Mecklenburg-Vorpommern sei (die OZ berichtete). Rund 3500 Voranfragen und verschiedene Bauanträge gehen jährlich beim Fachdienst Bauordnung ein. Diese werden von etwa 30 Mitarbeitern verschiedener Behörden bearbeitet, sieben dürfen Genehmigungen erteilen.

Nordwestkreis ist Vorreiter im Land

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) dreht den Spieß um und verkündet nun: „Wir sind mit diesem Portal Vorreiter in ganz MV. Das Ministerium hat uns für das Pilotprojekt ausgewählt.“ Andere Landkreise können und sollen dem Beispiel künftig folgen. Für sie sei das Projekt enorm wichtig und nur ein Baustein, um die Kreisverwaltung digitaler werden zu lassen.

Bauantrag online stellen

Etwa 3500 Voranfragen und Bauanträge gehen jährlich in der Baubehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg ein.

Wer seinen Bauantrag künftig online stellen will, kann dies unter https://bauen.nordwestmecklenburg.de tun. Dort finden Bauwillige alle Infos rund ums Bauen im Landkreis.

Mathias Diederich (CDU), zuständiger Fachbereichsleiter für Bauen: „Wir wollen so nicht nur Papier sparen, sondern konzentrierte Informationen bekommen und liefern, transparent sein und schnell kommunizieren können.“

Maren Domres wird ab sofort mit dem neuen System arbeiten. Die Fachdienstleiterin sagt: „Wir können so innerhalb der Behörde schneller arbeiten und Arbeitsketten verkürzen – intern wie extern.“ Gemeint sind vor allem die vielen Hände, durch die Bauanträge mitunter gehen. Bis die genehmigt sind und ein Bauherr loslegen kann, sind bisher oft mehrere Monate verstrichen – allein schon, weil fehlende angeforderte Unterlagen zum Beispiel mehrere Tage brauchen, bis sie beim zuständigen Bearbeiter ankommen.

Schon zwei Online-Anträge in Bearbeitung

Zwei Anträge seien seit Jahresbeginn schon online eingegangen. Die mussten allerdings dennoch am Ende ausgedruckt und unterschrieben bei der Behörde abgegeben werden. Denn erst kurz vor Weihnachten sei eine wichtige Ausnahmegenehmigung in der Kreisverwaltung angekommen, die es ihr überhaupt erlaubt, die Anträge digital anzunehmen. Bis Ende des Monats soll so nun auch das bisher zwingende Ausdrucken für Bauwillige wegfallen.

Im Mittelpunkt der groß angelegten Digitalisierung des Landkreises steht die sogenannte E-Government-Strategie, die Verwaltungsprozesse optimieren soll. „Das Baugenehmigungsverfahren ist nur ein Paket daraus“, erklärt Christian Drechsler, Büroleiter der Landrätin und Leiter des Projektes „NWM.online“. Die Kosten für das Gesamtprojekt „NWM.online“ belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, enthalten ist aber eine Förderung des Landes.

„Interessierte sollen auf einen Blick alles zum Thema Bauen in Nordwestmecklenburg sehen können“, betont Yvonne Rowoldt, Mitarbeiterin im E-Government. Die Bedienung des Bau-Portals soll weiter ausgebaut und verbessert werden. Künftig sollen zudem weitere Bereiche der Kreisverwaltung ähnliche Systeme bekommen. So werde voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2019 auch die Kita-Bedarfsprüfung online möglich sein.

Das Online-Portal gilt übrigens nur für Häuslebauer, die im Kreis außerhalb Wismars bauen wollen. Die Hansestadt hat ihr eigenes Bauamt.

Michaela Krohn

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