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Wismar Nordwestmecklenburg will noch mehr Fachkräfte gewinnen
Mecklenburg Wismar Nordwestmecklenburg will noch mehr Fachkräfte gewinnen
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14:36 29.03.2019
Stephan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium übergibt einen Fördermittelbescheid über rund 56 000 Euro an das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg. Dabei: WSC-Geschäftsführer Martin Kopp, Leiterin Birte Rathsmann, Landrätin Kerstin Weiss, WOW-Vorsitzender Ralf Lorber und Birger Plath, in dessen Unternehmen Elektro Plath Netzbau die Übergabe stattfand. Quelle: Michaela Krohn
Wismar

Ob Handwerker, Erzieher, Pfleger, Verwaltungsleute – in Nordwestmecklenburg werden Fachkräfte gebraucht. Um mehr Menschen dazu zu bewegen, sich im Landkreis an der Ostsee niederzulassen, wurde vor knapp einem Jahr das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg (WSC) eingerichtet. Mit Erfolg – nach nur einem Jahr konnten laut Geschäftsführung schon viele Stellen vermittelt werden. Vom Wirtschaftsministerium gibt es für das Projekt nun eine zweite Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds in Höhe von 59 375 Euro. Die hat Staatssekretär Stephan Rudolph am Freitag in Wismar übergeben.

Ort des Geschehens war das Unternehmen Elektro Plath Netzbau – ein Betrieb, der auch vom Welcome Service Center profitieren konnte und über den sogenannten Rückkehrertag, der vom WSC organisiert wird, neue Mitarbeiter gewinnen konnte.

Service Center will Hunderte Fachkräfte beraten

„Das WSC ist für alle Unternehmen in allen Größen da“, betont Geschäftsführer Martin Kopp. Insgesamt seien im ersten Jahr 111 Fachkräfte als Kunden betreut worden. Am größten sei der Beratungsbedarf bei Fachkräften aus dem Ausland. Diese machen etwa 25 Prozent der Kunden aus. Auch auf Messen wie der Grünen Woche in Berlin und der Hanseschau in Wismar ist das WSC vertreten. Über soziale Medien wurden rund 30 000 Nutzer erreicht. „Da ist noch viel Luft nach oben“, findet Martin Kopp. So sollen im zweiten Projektjahr 250 Fachkräfte und 75 Firmen beraten werden. Im Sommer soll zudem eine Urlauberkampagne in Boltenhagen, Wismar und auf Poel starten, die Feriengästen Nordwestmecklenburg auch als Ort zum Arbeiten und Leben schmackhaft machen soll. Im Dezember wird ein weiterer Rückkehrertag stattfinden.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) sagt: „In den letzten Jahren und in der letzten Zeit hat sich der Landkreis wirtschaftlich gut entwickelt und ist im Aufschwung.“ Das liege nicht nur an der Werft, sondern auch an Unternehmen wie Egger, Palmberg oder MV Fertigmodule. Vielen wollen expandieren und benötigen gut ausgebildete Mitarbeiter. Bei der Suche könne das WSC behilflich sein.

„Wir müssen überregional auf uns aufmerksam machen“

Auch Ralf Lober, einer der Geschäftsführer von Egger und Vorsitzender des Vereins Wirtschaftsinitiative Ostseeraum Wismar, weiß: „Wir haben in Nordwestmecklenburg eine der höchsten Arbeitsplatzdichten im Land. Wir müssen auch überregional auf uns aufmerksam machen.“ Es werde höchste Zeit, solche Initiativen wie das WSC umzusetzen.

Stephan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, sagt bei der Fördermittelübergabe: „Das Center ist eine zentrale Anlaufstelle für Fachkräfte aus dem In- und Ausland, die als Rückkehrer, Studierende und interessierte Zuzügler in die Region kommen möchten.“ Unternehmen und Verwaltungen seien gleichermaßen mit dieser Aufgabe herausgefordert. Und weiter: „Wir brauchen alle zusammen eine zeitgemäße Beschäftigungskultur, sonst wird die Fachkräftesicherung im Land nicht gelingen. Das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg setzt genau hier an.“

Michaela Krohn

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