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Wismar Notaufnahme voll: Grippewelle erreicht Wismar
Mecklenburg Wismar Notaufnahme voll: Grippewelle erreicht Wismar
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17:09 28.02.2019
In der Notaufnahme des Sana Hanse-Klinikums Wismar werden zurzeit mehr als 100 Patienten am Tag versorgt. Schuld ist vor allem die Grippewelle. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

 Das große Husten, Niesen, Schnaufen ist ausgebrochen. Immer mehr Menschen in Wismar und der Umgebung haben unter grippalen Infekten und auch der echten Grippe zu leiden. Die Notaufnahme im Sana-Hanse-Klinikum ist voll. Normalerweise werden dort laut Klinikverwaltung 60 bis 80 Patienten am Tag behandelt. Zurzeit sind es aber mehr als 100 Kranke, die dort täglich versorgt werden. Und das liegt vor allem an der für diese Jahreszeit typischen Erkältungskrankheiten und eben auch der Influenza, der echten Virusgrippe, deren Symptome weit schlimmer sind als bei einer normalen Erkältung. Die Klinikleitung in Wismar spricht von einem „ungewöhnlich hohem Zustrom an Patienten“.

„Sehr viele akut erkrankte Patienten erreichen in diesen Tagen mit grippalen Infekten das Sana Hanse-Klinikum Wismar. Viele von ihnen sind aufgrund ihrer multiplen Vorerkrankungen bei fortgeschrittenem Alter stationär behandlungsbedürftig“, teilt Klinik-Sprecherin Andrea Hoffmann mit. Andere weniger schwere Fälle könnten ambulant versorgt werden.

Lange Wartezeiten, volle Patientenzimmer

„Natürlich sind uns alle Patienten willkommen. Jeder Patient erhält die für ihn notwendige medizinische Versorgung, unabhängig von Uhrzeiten und den aktuell widrigen Umständen“, betont die Chefärztin der Zentralen Notaufnahme, Dr. Andrea Amling.

Für Patienten, die derzeit am Klinikum behandelt werden, bedeutet dies jedoch auch, dass es zu erhöhten Wartezeiten in der Notaufnahme kommen kann. Zudem müssen Zimmer mit mehr Patienten als üblich belegt werden. Das Klinikum bitte bei Patienten und Angehörigen um Verständnis. Seit vergangener Woche Donnerstag sei die Situation im Wismarer Klinikum besonders prekär.

Gesundheitsamt meldet viele Neuerkrankungen

Das Landesgesundheitsamt mit Sitz in Rostock, das einen wöchentlichen Bericht zu meldepflichtigen ansteckenden Krankheiten im ganzen Land veröffentlicht, bestätigt dies Lage. Während in der ersten Februarwoche lediglich vier Influenza-Fälle für ganz Nordwestmecklenburg gemeldet wurden, waren es in Mitte Februar schon 20 Neuerkrankungen in einer Woche. Das seien aber nur die Fälle, die auch an die Behörde gemeldet wurden. Viele Menschen, die unter einer Grippe leiden, gehen nicht zum Arzt und nicht in ein Krankenhaus. Und: Die Lage in Nordwestmecklenburg scheint noch vergleichsweise glimpflich. Im Nachbarlandkreis Ludwigslust-Parchim wurden im Februar bislang 103 Influenza-Fälle gemeldet, im Landkreis Rostock 104 Fälle, in der kreisfreien Hansestadt Rostock sogar 267, in Schwerin „nur“ 26.

Als wirksamstes Mittel, um sich vor einer Influenza-Erkrankung zu schützen, empfiehlt das Landesgesundheitsamt die kostenlose Grippeschutzimpfung. Auch jetzt kann noch geimpft werden, zum Beispiel im Gesundheitsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg in Wismar, Rostocker Straße 76. „Wir haben noch etwas Impfstoff“, sagt Kreis-Sprecherin Petra Rappen. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass der Impfstoff erst nach 10 bis 14 Tagen wirksam ist. Zudem gibt es dort jeden Donnerstag von 14 bis 18 Uhr eine Impfsprechstunde.

Michaela Krohn

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