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Wismar Organisatoren des Folklorefestivals vor schwieriger Aufgabe
Mecklenburg Wismar Organisatoren des Folklorefestivals vor schwieriger Aufgabe
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11:33 24.05.2014
Über 250 Tänzer und Musiker aus sieben Nationen waren im letzten Jahr beim Internationalen Folklorefestival in Wismar zu Gast. CIOFF ist hier eine Institution. Das 13. Festival ist für 2015 geplant. Noch sind viele organisatorische Fragen offen. Quelle: Ina Schwarz
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Wismar

Der Tod von Wolfgang Voß hinterlässt eine große Lücke. Der Direktor des Internationalen Rates für die Organisation von Folklorefestivals und Volkskunst (CIOFF) starb im Alter von 78 Jahren am 13. April. Nicht nur seine Familie trauert, sondern vor allem auch die Tänzerinnen und Tänzer der „Wismarer Danzlüd“, deren „Big Papa“ Wolfgang Voß viele Jahr war.

Was das Wismarer Urgestein an Kraft, Herzblut und Engagement auch noch im hohen Alter aufbrachte, floss fast uneingeschränkt in die Organisation des Internationalen Folklorefestivals. Wer CIOFF sagt, trägt zugleich auch den Namen Wolfgang Voß im Mund – beides Instanzen, über Jahre hinweg.

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Das 12. CIOFF-Event im Juli vergangenen Jahres begrüßte 250 Tänzer und Musiker aus sieben Nationen. Ein Feuerwerk an Lebensfreude und eine logistische Meisterleistung zugleich – getragen vor allem durch Ehrenamt, Sponsoring und die Liebe zu Tanz und Völkerverständigung. „Die Korrespondenz mit den Gruppen und somit viele Fäden zur Vorbereitung hielt Wolfgang in der Hand“, erzählt Witwe Rosi Voß. Sie macht sich Gedanken darüber, wie es nun mit CIOFF weitergehen soll. „Noch im Krankenhaus hat Wolfgang unentwegt vom Festival geredet und wie wichtig es ihm ist, dass es weitergeht“, sagt sie.

Obwohl das 13. Internationale CIOFF–Festival erst im kommenden Jahr stattfindet, ist die Tanzpädagogin gemeinsam mit Mitstreitern schon mit den Vorbereitungen beschäftigt. „Doch Wolfgang fehlt.“ Ein Partner aus Holland hat jetzt seine Hilfe zugesagt. „Alleine schaffe ich es einfach nicht“, so Rosi Voß. Bereits kurz nach dem Tod ihres Mannes bat sie um Gespräche mit der Stadt. Thomas Beyer hat Unterstützung zugesagt. „Nach Kräften gern“, bestätigte der Bürgermeister . „Ich wünsche mir sehr, dass es mit CIOFF weitergeht“, so der Kommunalpolitiker – zog in gleichem Atemzug jedoch auch deutlich die Grenze: „Organisieren können wir das Festival als Stadt jedoch nicht.“

„Wir wollen weitertanzen, den Schmerz verwinden“, so Rosi Voß. „Wolfgang hätte sich das so sehr gewünscht.“



Ina Schwarz

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