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Wismar Poel zwischen Lockdown und Massentourismus
Mecklenburg Wismar

Poel zwischen Lockdown und Tourismus: Das sagt Bürgermeisterin Richter

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09:03 26.12.2021
In den Sommermonaten haben Urlauber das unbeschwerte Leben auf der Insel Poel genossen.
In den Sommermonaten haben Urlauber das unbeschwerte Leben auf der Insel Poel genossen. Quelle: Heiko Hoffmann
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Kirchdorf

Im Dezember lasse man das Jahr gerne Revue passieren. Die Stimmung der touristischen Anbieter auf der Insel Poel, sagt Bürgermeisterin Gabriele Richter (ptl.), sei mit Blick auf die für die Branche so wichtigen Feiertage gedrückt. Weihnachten und der Jahreswechsel finden nun zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen statt.

Anfang 2021: Hoffnung auf Normalbetrieb

Mit dem Start der Impfkampagne sei die Hoffnung verbunden gewesen, im Laufe des Jahres wieder in den „Normalbetrieb“ zurückkehren zu können. „Diese Fehleinschätzung beruht auf der inzwischen bekannten Tatsache, dass die Impfbereitschaft weit hinter den ursprünglichen Erwartungen liegt und darüber hinaus neue Virusvarianten zu hohen Inzidenzen und Verunsicherungen führen“, so die Bürgermeisterin.

Dennoch sei es vielen Betrieben gelungen, ihre Existenz zu sichern, Mitarbeiter zu halten und Gästen einen schönen Urlaub zu ermöglichen.

Poel mit nur leicht gesunkenen Gästezahlen

Gabriele Richter: „Im Ergebnis können wir auf nur leicht gesunkene Gästezahlen zurückblicken, die in nur wenigen Monaten ab Juni zu Rekordauslastungen und einer langen Nebensaison führten. Wie schon im Vorjahr sorgten teilweise überfüllte Strände, starker Verkehr, volle Parkplätze und lange Schlangen vor den Restaurants auch für Kritik und das Gefühl von Massentourismus.“

Mit Blick auf die Daten der Kurverwaltung könne man feststellen, dass trotz der extrem kurzen Zeit, in der Gäste begrüßt werden konnten, die wirtschaftlichen Erwartungen des Eigenbetriebes weitestgehend erfüllt werden. Dazu haben maßgeblich die Kurabgabe und die Parkplatzeinnahmen beigetragen. „Private Leistungsträger berichten je nach Branche sehr differenziert“, so Gabriele Richter.

Fachkräftemangel kann zum Problem werden

Zum Ausblick sagt die Insel-Bürgermeisterin: „Oft stellt der Fachkräftemangel mit Blick auf die kommende Saison ein großes Problem dar, dass sich nicht zuletzt auf die Öffnungszeiten und auf die Servicequalität auswirken wird.“

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Hoffnung verbindet sie mit einer steigenden Impfbereitschaft oder auch durch die aktuell diskutierte Impfpflicht. Richter: „Wir blicken zuversichtlich auf das Tourismusjahr 2022, in dem wir unsere Gäste im neuen Haus des Gastes begrüßen und durch viele neue Projekte und Veranstaltungen begeistern werden.“

Von Heiko Hoffmann