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Wismar Polizeigebäude Wismar wird noch später fertig
Mecklenburg Wismar Polizeigebäude Wismar wird noch später fertig
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07:03 18.06.2019
Ein Hingucker wird das Polizeigebäude an der Ecke Rostocker Straße/Dr.-Leber-Straße. Die Komplettsanierung wird allerdings deutlich teurer und dauert rund drei Jahre länger als ursprünglich geplant. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Immerhin, ein Ende rückt in Sichtweite: Im Herbst sollen die Arbeiten am Polizeigebäude an der Ecke Rostocker Straße/Dr.-Leber-Straße beendet sein. „Im aktuellen Bauzeitenplan für den Altbau gehen wir von einem Abschluss der Arbeiten im September 2019 aus“, so Christian Hoffmann, Pressesprecher beim Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern. Der BBL saniert im Auftrag des Innenministeriums den Altbau und hat den benachbarten Neubau errichten lassen.

Kein genauer Einzugstermin

Nach der Fertigstellung der Arbeiten erfolge der Umzug. Das werde mit der Polizei abgestimmt. Einen genauen Termin nennt der BBL nicht. Polizeiintern wird nicht vor Jahresende mit dem Einzug gerechnet. Die Außenanlagen sollen ab Herbst hergerichtet werden.

Seit über sechs Jahren ist ein Großteil der Mitarbeiter der Polizeiinspektion in der benachbarten Containeranlage untergebracht. „Wir freuen uns schon auf festes Mauerwerk um uns herum“, sagt Sibylle Hofmann, Leiterin der Polizeiinspektion (PI) Wismar.

11,7 Millionen Euro

Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf inzwischen 11,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Sanierung des Altbaus, der Neubau mit Verbinder zum Altbau inklusive Kunst am Bau, die Garagen, die Infrastruktur sowie die Außenanlagen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sorge „damit nicht nur für verbesserte Arbeits- und Einsatzbedingungen der Polizei, sondern auch dafür, dass ein weiteres stadtbildprägendes Gebäude in der Hansestadt Wismar hergerichtet sein wird“, so der BBL-Sprecher.

Die Containeranlage, die jährlich über 200 000 Euro Miete kostet, wird nach dem Umzug demontiert.

Immer wieder Verzögerungen

Der Zeitplan für den Endspurt setzt voraus, so BBL-Sprecher Hoffmann, dass alle Leistungen wie geplant ausgeführt werden können. Das war in der Vergangenheit alles andere als selbstverständlich. Ursprünglich war der Plan, das denkmalgeschützte Haus bis Ende 2016 instand zu setzen.

Haus mit Geschichte

Gebaut wurde das Gebäude ab 1848 als Militärlazarett nach den Plänen des Architekten Georg Adolf Demmler (1804–1886), dessen Bauten unter anderem auch das Stadtbild von Schwerin prägen.

Aus dieser Zeit stammt auch die Fassade, die bis heute erhalten ist.

Am 1. Juli 1852 war die Einweihung als Militärlazarett. So wurde es bis in die 1920er-Jahre genutzt. Anschließend zog das Finanzamt ein.

Seit 1952 wird das Gebäude von der Polizei genutzt.

Auf dem Grundstück wird seit 2013 gebaut. Zunächst wurde ein Neubau für das Kriminalkommissariat errichtet. Im zweiten Abschnitt wird das historische Dienstgebäude für das Polizeihauptrevier saniert.

Hoffmann: „Kündigungen, Insolvenzen und die damit verbundene Neuausschreibung von Leistungen lassen sich nicht planen und führen bekanntlich zur Unterbrechung von geplanten Abläufen.“

Das 1848 als Militärlazarett errichtete Gebäude werde unter Beachtung des Denkmal- und Brandschutzes zu einem modernen Dienstgebäude für die Polizei hergerichtet. Zu Bauverzögerungen ist es wiederholt gekommen. 2018 hat der BBL zwei Baufirmen aufgrund fortdauernder Leistungsverweigerung gekündigt. Die Arbeiten für diese beiden Gewerke mussten neu vergeben werden.

Im Januar hieß es Ende Juni

Noch im Januar 2019 hieß es, dass die Arbeiten Ende des zweiten Quartals fertig seien. Das wäre in wenigen Tagen. Nunmehr ist von Ende September die Rede. Zuletzt sind „ungeplant Leistungen im Bereich Abdichtungsarbeiten an den Innenwänden sowie Schlosserarbeiten neu auszuschreiben gewesen“, so der Sprecher.

Erhebliche Verzögerungen gab es bereits im Jahr 2016. Von März bis November ruhte die Baustelle. Es gab statische Probleme bei dem denkmalgeschützten Altbau. Bestehende Belastungsannahmen waren nicht mehr haltbar, die Statiker mussten neu rechnen und das Gründungskonzept umarbeiten. Im Ergebnis wurden die Fundamente verstärkt und der Kellerfußboden erneuert.

Viel Geld für Container

Im ersten Bauabschnitt wurde der Neubau für das Kriminalkommissariat errichtet. Beginn der Arbeiten war am 27. März 2013. Der Einzug war im Dezember 2015, ein halbes Jahr später als geplant. Der zweite Bauabschnitt – die Entkernung und Instandsetzung des historischen Dienstgebäudes für das Polizeihauptrevier – begann schon verspätet.

Die Gesamtkosten stiegen zwischenzeitlich um 892 000 Euro auf 10,212 Millionen Euro. Jetzt sind es 11,7 Millionen Euro: eine Steigerung um fast 2,4 Millionen Euro. Bis jetzt. Hinzu kommen die Mietkosten für die Containeranlage von monatlich rund 18 000 Euro. Da kommen in sechs Jahren rund 1,3 Millionen Euro zusammen.

Zur Polizeiinspektion gehören das Hauptrevier Wismar, die Reviere Grevesmühlen und Gadebusch, die Autobahnpolizei sowie das Kriminalkommissariat Wismar mit den Außenstellen Grevesmühlen und Gadebusch mit insgesamt 330 Beamten.

Mehr lesen: Langsamer als die Polizei erlaubt: Bau etlicher Reviere verzögert sich

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