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Wismar Präsident der Wismarer Bürgerschaft wird gewählt
Mecklenburg Wismar Präsident der Wismarer Bürgerschaft wird gewählt
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07:03 26.06.2019
Tilo Gundlack kandidiert erneut für das Amt des Präsidenten der Wismarer Bürgerschaft. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Wird Tilo Grundlack (SPD) erneut als Präsident der Wismarer Bürgerschaft gewählt? Die Frage wird am morgigen Donnerstag beantwortet. Um 17 Uhr beginnt im Rathaus die öffentliche Sitzung der neu gewählten Bürgerschaft.

Nach OZ-Informationen gibt es bisher einen Vorschlag für den Präsidenten: Tilo Gundlack. Seine Fraktion hat ihn nominiert. Die SPD ist mit zehn Sitzen stärkste Fraktion. Danach folgen CDU (6) und Die Linke (5). Insgesamt 37 Plätze zählt die Bürgerschaft.

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Als stärkste Fraktion haben die Sozialdemokraten das erste Vorschlagsrecht. Gundlack hatte bei der Wahl 7897 Stimmen bekommen und damit das mit weitem Abstand beste Ergebnis aller Bewerber erzielt.

Michael Tiedtke, neuer Fraktionschef der SPD, geht davon aus, dass Gundlack in das Amt gewählt wird. „Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte.“ Anderslautende Signale habe er bisher nicht vernommen.

CDU und die Linke stellen keinen Bewerber für das Präsidentenamt. Zum Abstimmungsverhalten wollte sich Tom Brüggert, neuer CDU-Fraktionschef, gestern nicht äußern und verwies wie andere Fraktionen auf die Sitzung am Dienstagabend. Reinhard Sieg, der den Vorsitz bei den Linken übernommen hat, geht davon aus, dass der stärksten Fraktion das Präsidentenamt zusteht.

Nach Gerüchten werden Sabine Mönch-Kalina von der Für-Wismar-Fraktion Ambitionen auf das Amt nachgesagt. Sie selbst wollte das gestern weder bestätigen noch dementieren. „Ich äußere mich nicht dazu.“ Mönch-Kalina ist erst durch den Verzicht von Kathrin Gründemann in die Bürgerschaft gekommen.

Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte Tilo Gundlack im ersten Wahlgang als alleiniger Bewerber nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen bekommen. Für den zweiten Wahlgang hatte die Fraktion FDP/Grüne Christa Hagemann (Die Linke) nominiert. Hier gewann Gundlack.

Für den 1. Stellvertreter des Bürgerschaftspräsidenten hat die CDU Sigfried Rakow nominiert, die Linke für den 2. Stellvertreter Christa Hagemann.

Eine Zählgemeinschaft ist die SPD mit Britta Fust eingegangen. Die Grünen-Politikerin und die drei anderen Vertreter der Grünen gehen wegen unterschiedlicher Ansichten getrennte Wege. Im Gespräch sind auch Zählgemeinschaften von CDU und Bernhard Schubach (Piraten) sowie von Schubach und Torsten Born (Freie Wähler). Die Zählgemeinschaften haben Einfluss auf die Besetzung der Fraktionen in den Ausschüssen. Um die Sitzverteilung wird offenbar bis zuletzt gerungen. Kommt es im Vorfeld der Sitzung zu keiner Einigung, könnte es am Donnerstag eine Mammutsitzung werden.

Heiko Hoffmann

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