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Wismar Prof hält lustigste Vorlesung des Jahres
Mecklenburg Wismar Prof hält lustigste Vorlesung des Jahres
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15:18 12.11.2018
Hohes Lachanfallrisiko: Prof. Henrik Schnegas (r.) hält in diesem Jahr die Faschingsvorlesung im Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar auf dem Campus in Warnemünde und wurde mit einer Urkunde belohnt. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar/Warnemünde

Statt Seminare zu Konstruktionslehre, Hydraulik, Pneumatik und Innovationsmanagement haben rund 100 Studenten der Hochschule Wismar auf ihrem Campus in Warnemünde am Montag die wohl lustigste Vorlesung des Jahres gehört. Pünktlich um 11.11 Uhr läutete Prof. Henrik Schnegas das närrische Studienjahr ein – unter besonderer Berücksichtigung der Aktivierung der Lachmuskeln und einem kontinuierlichen Zuprosten unter Studenten und Mitarbeitern.

Bildergalerie Faschingsvorlesung Campus Warnemünde

Akademische Trinksprüche auf spaßiges Studium

„Das närrische Studiensemester ist eröffnet. Willkommen in der Anstalt“, begrüßte Schnegas, der sonst in Wismar lehrt, seine zum Teil ausgefallen verkleideten Studenten im Hörsaal und setzte so zu seiner mit Witzen beladenen Vorlesung an – nicht ohne regelmäßig einen Schluck aus einer ominösen, grünen Flasche zu nehmen, „denn viel trinken ist wichtig“. Getrunken wurde allerdings nie, ohne den typischen, akademischen Trinkspruch. Professor ruft: „Prost, ihr Säcke!“ Studenten antworten: „Prost, Sie Sack!“ – Höflichkeit muss sein.

Mit viel Humor ließ sich Henrik Schnegas in seiner Vorlesung über Errungenschaften, Erfindungen und Ideen seiner Hochschule aus, vergaß aber auch nicht, die alte Seefahrtsschule Wustrow zu erwähnen, das Wissenschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern oder Hochschulrektor Bodo Wiegand-Hoffmeister durch den Kakao zu ziehen.

Professoren singen sich zum Sieg

Ein ergreifender und gleichzeitig ohrenbetäubender Moment während der Faschingsvorlesung: Professoren, Dozenten und Studenten singen ihre Hymne. „Hier studieren, das hat niemand bereut“, war die wohl eingängigste Textzeile. Auch den neuen Studenten, die erst im September ihr Studium an der Hochschule Wismar, begonnen haben, wurde sogleich erklärt, was sich gehört: „Der neue Student raucht nicht, trinkt nicht, benimmt sich – haben wir gleich exmatrikuliert.“ Soll heißen: Das Studium soll auch Spaß machen.

Und den hatten die Studenten im Hörsaal ganz offensichtlich. Aus den Reihen der höheren Semester schallte es nach der Vorlesung durch ein Megafon: „So eine geile Faschingsvorlesung haben wir noch nie gehört.“ Pfiffe, Jubel, Applaus – Prof. Henrik Schnegas hat mit seiner besonderen Vorlesung beeindruckt.

Vorbei war der Spaß nach der Vorlesung allerdings noch nicht. Der Gesangswettbewerb stand noch an. Angetreten sind dabei Studenten des ersten, zweiten und dritten Studienjahrs, die „Sumpfis“, die „Opas“ – Faschingsfreunde, die schon auf der Seefahrtsschule in Wustrow studiert hatten – und die Professoren und Mitarbeiter. Die Länge des Applauses nach jeder Gesangseinlage war ausschlaggebend für die Platzierung. Auf der Bühne galt jedoch nicht unbedingt „Wer am lautesten singt, hat Recht“ – Lautstärke konnte zwar helfen, Darbietung und Kostümierung haben aber mindestens genauso überzeugt. Als eindeutige Sieger sind letztendlich die Professoren hervorgegangen – so wie auch schon die Jahre zuvor. Seit vier Jahren verteidigen sie nun schon singend ihren Titel und ernten minutenlangen Beifall dafür.

Faschingsvorlesung seit den 1970er-Jahren

Gewachsen aus einer historischen studentischen Entwicklung, die in den 1970er-Jahren auf dem Campus Warnemünde begann, erreichte die Faschingsvorlesung ab Ende der 80er-Jahre immer mehr Zuhörer – bis heute. Vor und hinter der Tafel sind seit 1986 „Die Macher“ aktiv, der Faschingsklub der IHS "Die Macher". Unterhaltungswert und ein definitiv hoher Spaßfaktor sorgen dafür, dass die Veranstaltung immer wieder für alle Beteiligten ein Glanzlicht im Lehr- und Studienalltag ist – und eine Herausforderung für die Lachmuskeln.

Michaela Krohn

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