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Wismar Roter Netto und Möbel-Boss kommen nach Dargetzow
Mecklenburg Wismar Roter Netto und Möbel-Boss kommen nach Dargetzow
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23:12 25.04.2019
Im Gewerbegebiet Dargetzow sollen noch 2019 die Bauarbeiten für einen Möbel- und Lebensmittelmarkt beginnen. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Die Bürgerschaft hat auf der Sitzung am Donnerstagabend die nächsten Schritte für großflächigen Einzelhandel in Dargetzow auf den Weg gebracht. Im Gewerbegebiet werden sich mehrere Märkte ansiedeln. Geplant ist ein zweigeschossiger Möbelmarkt mit einer Verkaufsfläche von etwa 6000 Quadratmeter. Hinzu kommen Lager- und Nebenräume. Das Gebäude ist bis zu 13 Meter hoch.

Insgesamt vier Märkte

Anbieter ist der Möbeldiscounter Möbel-Boss, der zur Porta-Gruppe aus Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) gehört. Die Porta-Gruppe will das gesamte Vorhaben realisieren.

Außerdem ist ein Lebensmittelmarkt geplant. Im Vorfeld der Bürgerschaftssitzung sagten Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) und Vize-Bürgermeister Michael Berkhahn (CDU), dass es sich dabei um den roten Netto handeln soll.

Ferner sollen zwei Fachmärkte (je 800 Quadratmeter) das Angebot ergänzen. Im Gespräch sind Teppiche und Sanitärbedarf. Die Bauarbeiten sollen nach Angaben der Verwaltungsspitze noch in diesem Jahr beginnen.

Diskussion um Größe

Diskussion gab es in der Bürgerschaft um die Verkaufsfläche des Lebensmittelmarktes. Diese beträgt jetzt 1150 Quadratmeter. Tino Schwarzrock (Fraktion FDP/Grüne) warnte vor einem hausgemachten Leerstand in Wismar. Die Kaufkraft sei in der Stadt unterdurchschnittlich, die Fläche für den Einzelhandel dagegen jetzt überdurchschnittlich.

Bausenator Michael Berkhahn (CDU) verwies darauf, dass sich die Dargetzower seit vielen Jahren einen Lebensmittelmarkt wünschen. Das sei lange Zeit nicht gelungen. Jetzt bestehe in der Kombination der Märkte die Möglichkeit.

Kritik an der Größe des Lebensmittelmarktes äußerte Roland Kargel (Die Linke). Ausgangspunkt für den Aufstellungsbeschluss zum Bauleitverfahren seien 800 Quadratmeter gewesen. Dann habe es als Kompromiss 1000 Quadratmeter gegeben. Jetzt sind es 1150 Quadratmeter. Das sei eine Vergrößerung durch die kalte Küche. Kargel: „Das ist eine prinzipielle Frage: Wie gehen wir mit unseren Beschlüssen um?“ Er bat um Ablehnung.

Klare Mehrheit

Vergeblich. 26-Bürgerschaftsmitglieder stimmten für die Vorlagen. Außerdem gab es sieben Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Konkret geht es um die öffentliche Auslegung bei der „Umwandlung von Gewerbegebiet in Sondergebiet mit der Zweckbestimmung großflächiger Einzelhandel im Bereich Dargetzow“ im Flächennutzungsplan sowie um die öffentliche Auslegung des B-Planes.

Sibylle Runge (SPD) verwies darauf, dass die Dargetzower lange genug auf einen Lebensmittelmarkt gewartet haben. Kleine Märkte seien nicht mehr zeitgemäß. Sie schwärmte in diesem Zusammenhang vom neuen Aldi an der Zierower Landstraße. Ähnlich äußerte sich Tom Brüggert (CDU): „Wir wollen, dass der Missstand für die Dargetzower beiseitegeschafft wird.“ René Domke (FDP/Grüne) meinte, dass der Streit um 150 Quadratmeter nicht auf dem Rücken der Dargetzower ausgetragen werden sollte. Allerdings wies auch er daraufhin, dass es in Wismar ein Überangebot gibt.

Senator Berkhahn sagte, dass laut Gutachten keine negativen Auswirkungen für andere Standorte zu erwarten seien. „Es war schwierig, überhaupt einen Investor zu finden“, so der Bausenator. Der neue Aldi an der Zierower Landstraße hat eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmeter.

Für die Stadt als Eigentümerin des Gewerbegebietes geht es um eine Fläche von 4,26 Hektar. Die Verkaufsgespräche hat die Wirtschaftsfördergesellschaft der Hansestadt geführt.

Mehr Lesen: Wäsche waschen in Dargetzow

Neue Märkte für Möbel und Lebensmittel

Heiko Hoffmann

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