Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Schon 1,4 Millionen Aufrufe bei Youtube: Wismarerin „Mila“ will die Musikcharts erobern
Mecklenburg Wismar Schon 1,4 Millionen Aufrufe bei Youtube: Wismarerin „Mila“ will die Musikcharts erobern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:16 02.07.2019
Jasmin Gapinski alias Mila bei den Dreharbeiten in Los Angeles
Jasmin Gapinski alias Mila bei den Dreharbeiten in Los Angeles Quelle: privat
Anzeige
Wismar

Einige Mecklenburger haben mit ihrer Musik bereits die internationalen Charts gestürmt, unter anderem Till Lindemann von Rammstein oder DJ Felix Jähn. Auch eine junge Wismarerin träumt seit Langem von einer großen Karriere im Showgeschäft: Jasmin Gapinski. Jetzt hat die 23-Jährige ihre Single „Herzlos“ herausgebracht und die kommt bei den Nutzern des Videoportals Youtube sehr gut an: Seit der Veröffentlichung am 10. Mai ist der tanzflächentaugliche Mix aus Pop und Dance-Beat bereits mehr als 1,4 Millionen Mal aufgerufen worden. „Es ist toll, die Millionenmarke geknackt zu haben“, freut sich die Wismarerin, die unter dem Künstlernamen „Mila“ den Musikolymp erklimmen will.

Mila schreibt am liebsten über Liebe und Gefühle

Mila singt deutsch und textet ihre Lieder selbst. „Am liebsten schreibe ich über Liebe und Gefühle“, erzählt sie. Beides findet sich in „Herzlos“ wieder. Der Song handelt von einer jungen Frau, die von ihrer großen Liebe verlassen wurde. Im Video läuft Mila als Hauptdarstellerin deshalb melancholisch durch Los Angeles und singt: „Seit du nicht mehr da bist, habe ich nicht mehr, was ich will. Deine alten Schuhe stehen noch immer neben meinen. Vielleicht kommst du ja nach Hause und es wird wie früher sein.“

Video zu „Herzlos“ von Mila:

Fünf Tage haben die Dreharbeiten im Zentrum der amerikanischen Film- und Fernsehbranche gedauert. Entstanden ist ein etwas mehr als dreiminütiges Video. „Man hat nicht gleich jede Szene auf Anhieb im Kasten“, erzählt die Sängerin. Den Ort habe das Musiklabel ausgesucht. Bei Kontor aus Hamburg, das sich auf Dance- und House-Musik spezialisiert hat, stehen bekannte Künstler wie DJ Antoine, ATB, Gestört aber Geil oder Lost Frequencies unter Vertrag.

Produzent hat Remixe für Helene Fischer gemacht

Jasmin Gapinski alias Mila bei den Dreharbeiten in Los Angeles Quelle: privat

Das Lied „Herzlos“ ist ein Gemeinschaftswerk von Mila, dem Autor Philipp Klemz (Wincent Weiss, Glasperlenspiel) und Vitali Zestovskih. Mit Hits wie „Gestört aber Geil feat. Lea – Wohin willst du“ oder Remixen für Helene Fischer, Wincent Weiss, Alligatoah oder Adel Tawil gestaltet Produzent Zestovskih die Dance-Welt in Deutschland mit. Auch beim internationalen Dance-Erfolg „Vize – Glad You Came“ hat Zestovskih seine Finger mit im Spiel gehabt. Mila und er kennen sich schon länger. „Damals hat er noch in Gadebusch gewohnt“, erinnert sie sich. Er habe sie auf Instagram entdeckt. Auf dem Onlinedienst, mit dem man Fotos und Videos teilen kann, hat sie in den vergangenen Jahren kurze Clips gezeigt – auch davon, wie sie erste Songs im heimischen Wohnzimmer in Wismar schreibt.

Die nächste Single ist bereits in Arbeit

„Ich wollte schon als Kind auf der Bühne stehen und Menschen mit meinem Gesang berühren“, erzählt Mila. Noch bevor sie laufen konnte, habe sie schon gesungen. Später nimmt sie an zahlreichen Talentwettbewerben teil, bringt sich das Klavierspielen selbst bei, tritt bei Festen in der Region und auf privaten Geburtstagsfeiern auf – immer mit dem Ziel vor Augen, einmal groß herauszukommen. Mittlerweile schreibt sie seit zwölf Jahren Texte. Die wecken das Interesse von Vitali Zestovskih. 2018 hat der Erfolgsproduzent Zeit für Mila und lädt sie zu sich ins Studio nach Berlin ein, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Das Ergebnis ist „Herzlos“. „Auf das bin ich sehr stolz“, betont Mila. Auch ihr Vater freue sich riesig über ihren Erfolg. „Er zeigt meine Videos gerne herum“, lacht die junge Frau.

Noch kann Mila von ihrer Musik nicht leben. Deshalb arbeitet sie in einem Biologielabor und sie weiß: „Es ist schwer, sich in der Musikbranche durchzusetzen.“ Doch die nächste Single ist bereits in Arbeit.

Mehr zum Thema: Berufswunsch Youtuber: Realistisch oder naiv?

Kerstin Schröder