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Wismar Schüler aus Indien zu Gast in Wismar
Mecklenburg Wismar Schüler aus Indien zu Gast in Wismar
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08:12 22.06.2019
Die Schüler aus Wismar und Indien und ihre Lehrer versuchen, sich auf dem Stadtplan im Garten des Welt-Erbe-Hauses zu orientieren.
Die Schüler aus Wismar und Indien und ihre Lehrer versuchen, sich auf dem Stadtplan im Garten des Welt-Erbe-Hauses zu orientieren. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

In ihrer Sulma und dem Kos fallen die Jugendlichen im Welt-Erbe-Haus auf. So heißen die traditionellen Kleidungen in Indien, Frauen tragen eine Sulma, Männer einen Kos.

Sieben Schülerinnen, ein Schüler und zwei Lehrerinnen aus Choglamsar in der Region Ladakh in Indien sind derzeit an der Großen Stadtschule Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar zu Gast. Sie sind bei Gastfamilien untergebracht und lernen so die Kultur und das Leben in Deutschland kennen. Nächstes Jahr folgt der Gegenbesuch.

Vom Gebirge an die Ostsee

Josef Nilius und Padma Gyaltsen sind so ein Team, beide sind 15 Jahre alt. „Wir reden englisch miteinander“, erzählt Josef. Die erste Schüchternheit haben die Jungs längst überwunden. „Aber es ist so heiß hier“, sagt Padma. In Indien liegt seine Schule auf 3400 Metern Höhe, tagsüber kann es sehr heiß sein, aber nachts ist es weit kälter.

„Ich möchte nächstes Jahr nach Indien und dort die Kultur und die Menschen kennenlernen“, begründet Josef Nilius, wieso er beim Austauschprojekt mitmacht.

Thema Ernährung weltweit

Aber es geht nicht nur darum, Freundschaften über den Globus zu spannen. Ganz konkret arbeiten die Schüler am Thema „Welternährung“ mit dem Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand und gleichzeitig aus der Perspektive der jeweiligen Kultur. Wer isst was, wie kann die Welt nachhaltig und gerecht ernährt werden?

„Wir haben Material zum Thema auf Englisch bekommen“, erzählt Lehrer Jürgen Michaelsen. So können die Jugendlichen aus beiden Ländern zusammenarbeiten.

Schüler Carl Christophel: „Wir hier in Deutschland kümmern uns eigentlich gar nicht um unser Essen, weil wir alles in Massen haben. Aber in anderen Ländern ist das eben nicht so selbstverständlich. Darum ist es wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen und sich zu kümmern!“

Kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Carl erzählt weiter: „Ich finde toll, dass man auch mal eine andere Kultur kennen lernen kann und ins Gespräch kommt, sich über Religion und Kultur austauschen kann.“ Natürlich gibt es Unterschiede, aber genauso Gemeinsamkeiten bei Schülern aus Indien und Wismar.

Die Mädels, egal ob aus Wismar oder aus Choglamsar, zücken die Handys für Selfies im Welt-Erbe-Garten. „Wir wurden von unseren Lehrern ausgesucht, weil wir gut englisch sprechen“, erzählt Stanzin Mentok, ihr Spitzname ist Tani.

Ihre Wismarer Gastgeberin Frida Bergmann: „Es ist sehr interessant, in eine völlig andere Kultur und Ernährungsweise blicken zu können. Es gibt viele Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.“ Beispielsweise die Schuluniform in Indien. „Hier kann ja jeder tragen, was er will“, so Frida.

Möglich dank Förderung

Die Schulfreundschaft nach Indien und der Austausch, der nun zum zweiten Mal stattfand, ist nur dank Fördermittel möglich. „Wir danken ENSA“, sagt Lehrer Jürgen Michaelsen. Er erklärt: „ENSA ist das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm der Engagement Global gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.“

Nicole Hollatz

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