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Wismar Schwerer Vorwurf: Ferkel werden brutal getötet
Mecklenburg Wismar Schwerer Vorwurf: Ferkel werden brutal getötet
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07:01 17.07.2014
Mit versteckter Kamera fotografierten Tierschützer im Gut Losten, wie Ferkel per Kopfschlag getötet werden.
Mit versteckter Kamera fotografierten Tierschützer im Gut Losten, wie Ferkel per Kopfschlag getötet werden. Quelle: Sandra Franz
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Losten

Fernsehbilder von angeblich illegalen Ferkeltötungen sorgen erneut für Aufregung. Die Videos hat die Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch gedreht. Aus Sicht der Tierschützer würden sie eindeutig Verstöße gegen das Tierschutzgesetz belegen. Ferkel sollen dem Beitrag vom Sonntag zufolge getötet worden sein, indem die Tiere mit dem Kopf auf den Fußboden oder gegen die Kobenwand geschleudert wurden.

Von dem Vorwurf ist auch die Tierzucht Gut Losten bei Wismar betroffen. Betriebsleiter Alwin Neteler weist die Anschuldigungen zurück. "Die Kameras wurden bei uns illegal installiert und die Bilder sind zusammengeschnitten worden, damit es so aussieht, als ob wir so arbeiten“, erklärt der 74-Jährige. „Wir versuchen, auf allen Ebenen mit dem Tierschutzgesetz konform zu sein.“

Auch der Amtstierarzt des Landkreises Nordwestmecklenburg hatte bislang nichts zu beanstanden. Er kontrolliert den Betrieb regelmäßig - unangemeldet und zum Teil angemeldet.

Das Schweriner Agrarministerium hat den Generalstaatsanwalt in Rostock gebeten, die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zu prüfen. Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige wegen mutmaßlicher schwerer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gestellt.

Bereits im April hatte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Ermittlungen ebenfalls zu angeblich illegalen Ferkeltötungen gegen ein großes Schweinezuchtunternehmen in Alt Tellin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) eingestellt.



Haike Werfel / dpa