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Wismar Seehafen Wismar erprobt autonomes Fahren
Mecklenburg Wismar

Seehafen Wismar erprobt autonomes Fahren

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07:00 29.12.2021
Blick von oben auf einen Teil des Seehafens Wismar
Blick von oben auf einen Teil des Seehafens Wismar Quelle: Ulrich Jahr
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Wismar

Wie kann die Hafenwirtschaft noch digitaler und damit effizienter und umweltfreundlicher werden? Das wird jetzt unter der Leitung des Seehafens Wismar an verschiedenen Standorten in Deutschland erprobt – für mehrere Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt „Portable 5.0“ mit insgesamt 4,1 Millionen Euro.

Daran sind neben Wismar der Seehafen Stralsund und der Binnenhafen Karlsruhe am Oberrhein beteiligt. Gemeinsam wollen sie Impulse für eine digitale Transformation in kleineren und mittleren Häfen testen, wie zum Beispiel das autonome Fahren auf dem Betriebsgelände. Dafür werden in den nächsten zwei Jahren Testfelder errichtet, die auf der 5G-Netz-Technologie basieren.

Automatisiertes Beladen von Schiffen

„Die kommenden Jahre werden für uns alle sehr spannend. Unsere Zukunftsideen, wie das autonome Fahren, können nun auch real erprobt werden, und sind nicht länger nur Konzepte in der Schublade“, freut sich Florian Lemke. Er ist Verbundkoordinator bei „Portable 5.0“ sowie Prozess- und Projektmanager der Seehafen Wismar GmbH. Mit dem Vorhaben könnten die Projektbeteiligten zeigen, dass sie weiterhin dem Ruf als Digitalisierungstreiber an der Ostseeküste gerecht werden.

Weitere Meilensteine neben dem autonomen Fahren sind das automatisierte Beladen von Massengutschiffen und die Echtzeiterfassung verschiedener Daten auf dem Hafengelände, sodass die Planer jederzeit sehen können, was auf dem Areal los ist, wo sich Fahrzeuge befinden, wo vielleicht welche ausgefallen sind. Das sei auch schon jetzt teilweise möglich, allerdings mit zeitlicher Verzögerung. Mit der 5G-Technologie soll sich das ändern.

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Mit den neuen digitalen Ideen erwarten die Projektpartner auch positive Synergieeffekte für die Umwelt, womit „portable 5.0“ einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten könnte. Deren Ziel ist es, die weltweite Entwicklung ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu gestalten.

Bis Mitte 2024 sollen Ergebnisse vorliegen. Von denen, so ist es geplant, werden dann auch andere kleinere und mittlere Häfen in Deutschland profitieren.

Von Kerstin Schröder