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Wismar Gastronomie und Läden im Thormann-Speicher
Mecklenburg Wismar Gastronomie und Läden im Thormann-Speicher
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16:06 30.01.2019
Beim Thormann-Speicher am Alten Hafen müssen noch Fragen zum Brandschutz und zur Gestaltung geklärt werden. Quelle: Heiko Hoffmann
Wismar

Beim Thormann-Speicher am Alten Hafen müssen noch gestalterische Fragen sowie der Brandschutz geklärt werden. Darauf hat der Unesco-Sachverständigenbeirat auf seiner Sitzung am Montag hingewiesen.

Ein Schweriner Investor hatte im letzten Jahr das Gebäude von der Stadt gekauft. Im Erdgeschoss sind vier Läden sowie eine größere Gastronomie in Richtung Alter Hafen mit Außenterrasse vorgesehen. Darüber sind Büros geplant, wobei wegen der niedrigen Deckenhöhen die Etagen zwei und drei sowie vier und fünf als Einheit betrachtet werden. Das Dachgeschoss bietet sich für Tagungsräume an. Im Gespräch ist eine Art Kompetenzzentrum für eine alternativmedizinische Behandlungsmethode für kleinste Blutgefäße. Das schließt ärztliche Behandlungen und Seminare ein. Ferienwohnungen sind im Speicher nicht geplant.

In der Mitte des Gebäudes soll das Treppenhaus entstehen. Das wäre der einzige Fluchtweg. Darum will der Beirat das Thema Brandschutz noch einmal auf Machbarkeit prüfen lassen. Beiratssprecher Frank Pieter Hesse: „Wir gehen aber davon aus, dass es keine Schwierigkeiten gibt.“

Gefordert hat der Beirat, dass die noch vorhandene technische Ausstattung, wie Abfüllanlagen und Elektromotoren, als Bestandteil des technischen Denkmals erhalten bleiben. Der Thormann-Speicher aus dem Jahr 1862 ist das älteste der historischen Silos am Alten Hafen. Die äußere Hülle einschließlich Dach wurde von Dezember 2009 bis Frühjahr 2011 mit Millionen-Aufwand saniert.

Das Vorhaben Thormann-Speicher wird unter dem Investorennamen Speicher am Hafen GmbH & Co. KG entwickelt. Die Kaufsumme für den Speicher lag bei gut einer Million Euro. Investor ist der Schweriner Ulf Heyer. Der Geschäftsführer von Linda Waschmittel Schwerin ist an mehreren Firmen beteiligt. In der Landeshauptstadt gibt es nicht wenige Stimmen, die Heyer kritisch sehen. Der Umsetzungswille lasse zu wünschen übrig, ist zu hören.

Nach Angaben von Bausenator Michael Berkhahn (CDU) sei der Bauherr bestrebt, dass „Vorhaben so schnell wie möglich umzusetzen“. Derzeit befinde sich das Vorhaben im Genehmigungsverfahren. Berkhahn kann sich vorstellen, dass die Arbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen.

Seehafen muss nachbessern

An der Ecke Kopenhagener/Stockholmer Straße (jetzt Parkplatz) plant der Seehafen ein neues Verwaltungsgebäude. Quelle: Heiko Hoffmann

Der Unesco-Sachverständigenbeirat hat sich am Montag auch mit dem geplanten Neubau eines Verwaltungsgebäudes für den Seehafen beschäftigt. Entstehen soll es an der Ecke Kopenhagener Straße/Stockholmer Straße. Derzeit wird die Fläche als kostenloser Parkplatz genutzt. Der Seehafen hat sich die Fläche optional von der Stadt gesichert. Allerdings sind die Pläne auch in der zweiten Sitzung nicht für gut befunden worden. Also muss erneut nachgebessert werden. Kritisch hat sich der Beirat zur Fassadengestaltung geäußert. Der jüngste Entwurf sieht ein zweigeschossiges Gebäude mit weißen Faserzementplatten im oberen Bereich vor. Das lehnt der Beirat ab und empfiehlt Backstein bzw. Klinker in Anlehnung an die Gebäude im Umfeld.

Dennoch geht Bausenator Michael Berkhahn davon aus, dass schon im nächsten Jahr die Arbeiten für das neue Verwaltungsgebäude beginnen könnten. Vorher müsse die Millionen-Investition im Wirtschaftsplan eingeordnet werden. Das jetzige Gebäude sei zu groß und befinde sich hinter dem streng kontrollierten Eingangsbereich. Außerdem gewinnt der Seehafen Platz.

Neue Wohnungen

Mit der Giebellösung an der Ecke Turmstraße/Bergstraße ist der Sachverständigenbeirat noch nicht zufrieden. Quelle: Heiko Hoffmann

Diskutiert wurden die geplanten Neubauten in der Dr.-Leber-Straße 48 und in der Turmstraße 23-27. Hier gibt es grundsätzlich grünes Licht. Bei der Gestaltung muss allerdings auch hier nachgebessert werden. An der Ecke Turmstraße/Bergstraße war ein Wohnhaus aus DDR-Zeiten abgerissen worden. Im Neubau der städtischen Wohnungsbaugesellschaft sind 24 größere Wohnungen (80 bis 100 Quadratmeter) vorgesehen. Hinzu kommen 18 Autostellplätze. Der Beirat stört sich am zu dominierenden Giebelhaus und schlägt ein bescheidenes Eckhaus vor.

In der Dr.-Leber-Straße 48 soll ein Neubau die Villa ersetzen. Quelle: Heiko Hoffmann

In der Dr.-Leber-Straße 48 ist der Abriss der Villa vorgesehen. Das sieht der Beirat kritisch. Allerdings müsste eine nachträgliche Gründung (bis zu 22 Meter tief) erfolgen. Dafür wolle keine Firma die Haftung übernehmen. Darum könne ein neues Mehrfamilienhaus entstehen.

Zwei Jahre Bauzeit an IGS

Die Goethe-Gesamtschule wird komplett saniert. Im Dachgeschoss sollen neue Klassenräume geschaffen werden. Quelle: Heiko Hoffmann

Die Sanierung der Goethe-Gesamtschule war das fünfte Vorhaben, mit dem sich der Beirat beschäftigt hat. Das Vorhaben des Landkreises kostet 16,2 Millionen Euro. Im Zuge der Sanierung sollen vier Klassenräume im Dachgeschoss zusätzlich gewonnen werden. Auch ein Fahrstuhl ist geplant. Die Schule wird komplett freigezogen. Zwischenzeitlich müssen die Schüler an eine „Containerschule“ zum Friedenshof wechseln. In der Sommerferien 2019 erfolgt der Umzug, zwei Jahre später soll die IGS Goethe fertig sein.

Heiko Hoffmann

15 Menschen sind mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden. Polizei ermittelt zudem wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

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