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Wismar So sehen die neuen Rettungsgeräte bei Autobahn-Unfällen in Nordwestmecklenburg aus
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So sehen die neuen Rettungsgeräte bei Autobahn-Unfällen in Nordwestmecklenburg aus

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11:00 14.02.2020
Auch auf Autobahnen helfen bei Unfällen freiwillige Feuerwehren. Quelle: Jan Woitas/dpa
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Gägelow

Neue Ausrüstung für die freiwilligen Feuerwehren Gägelow, Jesendorf, Upahl und Plüschow. Der Landkreis hat in die Soforthilfe bei Unfällen investiert. Dadurch haben die vier Wehren jetzt jeweils einen kompletten Satz von schwerem Gerät zur Rettung und Bergung von Menschen – wenn die zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall aus ihrem Fahrzeug befreit werden müssen. Zur Ausrüstung gehören eine Motorpumpe, eine hydraulische Rettungsschere, ein Spreizer, ein Pedalschneider und ein Rettungszylinder. Damit lassen sich Karosserien aufschneiden und auseinanderbiegen, um die eingeklemmten Personen bergen zu können.

Karosserien werden immer härter

„Durch den Technikfortschritt bei den Autoherstellern werden moderne Karosserien immer härter und widerstandsfähiger. Das ist zwar im Moment des Unfalls erst mal positiv für die Sicherheit, es bedeutet aber auch, dass wir zum Befreien von Menschen leistungsfähiges, modernes Gerät brauchen“, erklärt Florian Haug, Fachdienstleiter des Landkreises für den Brand- und Katastrophenschutz. Er hat zusammen mit Vize-Landrat Mathias Diederich (CDU) die Geräte übergeben und lobt die Technik: Die Schere RS210 Plus von Weber-Rescue ist zum Beispiel die stärkste im Produktsortiment der Firma, der dazugehörige Spreizer hat eine Leistung von 100 Kilo-Newton.

Kreist hat 88 000 Euro investiert

Die Gesamtkosten für die Rettungs-Sets betragen 88 012,40 Euro. Das Geld stammt aus dem Jahresetat des Landkreises für den überörtlichen Brandschutz. Aus ihm werden gezielt Anschaffungen für Feuerwehren gefördert, die Aufgaben wahrnehmen, die über ihre Gemeinde hinausgehen – wie in diesem Falle die technische Hilfeleistung auch auf Autobahnen (A20 und A14) und Bundesstraßen.

„Der Kreis unterstützt die Feuerwehren regelmäßig mit Spezialgerätschaften und bei der Neubeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen. Alle Mittel, welche der Landkreis aus der Feuerschutzsteuer erhält, werden für den überörtlichen Brandschutz verwendet und zumeist als Fördermittel an die Gemeinden zur Fahrzeugbeschaffung weitergereicht. Hiermit leistet der Landkreis einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bürger“, so Mathias Diederich.

Feuerwehren spezialisieren sich

Bei der Übergabe der Geräte war auch Kreisbrandmeister Heinz Hinzmann dabei. Er erklärt, warum manche Feuerwehren spezielle Ausstattung bekommen: „Gerade im Bereich der Autobahnen haben wir durch das verstärkte Verkehrsaufkommen eine höhere Unfallhäufigkeit, da braucht man diese Rettungssätze am meisten. Andere Feuerwehren sind dagegen zum Beispiel besonders gut für Chemie-Unfälle ausgerüstet und liegen näher an entsprechenden Industrie-Unternehmen. So können wir in jedem Ernstfall die Einsatzfähigkeit im ganzen Landkreis gewährleisten.“

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