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Wismar Soko: „Wismar liefert einfach tolle Bilder“
Mecklenburg Wismar Soko: „Wismar liefert einfach tolle Bilder“
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06:00 24.11.2018
Dominic Boeer (li.) und Mathias Junge spielen seit Jahren erfolgreich in der Krimi-Serie "Soko Wismar". Auch privat verstehen sich die beiden gut. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Die „Soko Wismar“-Darsteller Dominic Boeer und Mathias Junge, die in der beliebten ZDF-Krimiserie Kommissar und Polizist spielen, berichten im Gespräch mit der OZ, warum sie die Stadt lieben, was bei Versprechern passiert und wie oft sie schon „Moin“ gesagt haben.

Dominic Boeer, wie oft haben Sie wohl schon "Moin" in der Serie gesagt?

Dominic Boeer: Tatsächlich mindestens zwei-, dreimal pro Folge, weil ich der Rolle eben diese Standart-Begrüßung gegeben haben. Meine persönliche ist es aber nicht, weil ich ja nicht aus dem Norden komme. Ich rechne mal hoch, insgesamt hab ich schon fast 200 Folgen gemacht. Vielleicht an die 800 bis 1000 Mal.

Mathias Junge: Zumal es Begrüßungen zu Beginn gibt, am Tatort, dann die Zeugenbefragungen - dann sagst du auch nochmal Moin.

Boeer: Es könnte aber schon fast dreistellig sein. Und es sollen auch nicht die letzten gewesen sein. Ich möchte die Million knacken (lacht).

Zwei, die sich mögen: Dominic Boeer (li.) und Mathias Junge. Quelle: Michaela Krohn

Apropos Million: Die Serie hatte zuletzt über vier Millionen Zuschauer pro Folge. Wie findet ihr das?

Junge: Das ist super. Sowas baut total auf.

Boeer: Wir sind tatsächlich gerade ganz vorne mit dabei. Wir haben tatsächlich auch schon einen Kampf hinter uns mit dieser Serie und standen Quoten-mäßig nicht immer ganz gut da. Gerade deshalb sind wir sehr, sehr glücklich und stolz darauf, dass wir uns so ein treues, tolles Stammpublikum erarbeitet haben.

Was macht die "Soko Wismar" so erfolgreich?

Junge: Alle "Sokos" unterscheiden sich, jede ist ein Krimi-Format für sich. Ich glaube, die "Soko Wismar" setzt sich so von den anderen Serien, die überwiegend in den Großstädten - ob es Stuttgart oder Leipzig ist - spielen, ab, weil wir hier den charmanten Kontrast zwischen Verbrechen und dieser pittoresken Altstadt, dieses Wohlbehütete. Und ein einzigartiges buntes Ensemble mit dem Chef, der skurrilen Pathologin, den lustigen Part mit den Polizisten.

Boeer: Das denke ich auch. Dieser provinzielle Charme - und das meine ich ganz positiv. Die meisten Menschen in Deutschland leben in Kleinstädten und die können sich mit uns ganz gut identifizieren.

Wobei der Wismarer nun nicht sagen würde, dass er in einer Kleinstadt lebt.

Junge: Aber Wismar hat diesen Charme einer kleinen Stadt. Ich genieße es immer, nach Wismar zu kommen, alle bei uns. Weil man sich hier nicht nach Drehschluss in einer Großstadt verlieren muss. Das finde ich sehr angenehm.

Boeer: Das stimmt. Wir haben einfach diese tolle Stadt beim Drehen im Rücken, die diese wahnsinnig tollen Bilder erzeugt und etwas transportiert, was ja auch immer mehr Leute nach Wismar kommen lässt. Wir suchen die schönsten Ecken von Wismar und müssen aber oft gar nicht lange suchen.

Junge: Wir haben hier Urlauber aus der Schweiz getroffen, die Wismar gar nicht so auf dem Zettel hatten und erst durch die Serie auf Wismar aufmerksam geworden sind.

Die coolen Typen von „Soko Wismar“: Dominic Boeer (li.) und Mathias Junge. Quelle: Michaela Krohn

Werdet ihr häufig beim Drehen angesprochen?

Junge: Ja, und ausschließlich auf eine sehr freundliche Art und Weise.

Boeer: Wir sind ja hier in Wismar auch schwer zu übersehen mit den großen Trucks mit unseren Gesichtern drauf. Da guckt man natürlich auch mal genauer hin. Aber wie Mathias sagt, sie sind immer sehr nett. Es ist aber auch unsere Aufgabe, auf die Leute zuzugehen - wir freuen uns auch über die netten Gespräche.

Wie vertreiben Sie sich die Zeit nach Drehschluss?

Junge: Wir beide versuchen, uns auf jeden Fall beim Sport zu treffen. Das ist ein guter Ausgleich, sich da abends auch mal im Fitness-Studio auszupowern. Dann trifft man sich auch mal mit einem Teil des Teams. Ich genieße auch gern mal, einfach nur auf der Bude zu sein, zu lesen oder einen Film zu gucken.

Boeer: Wir haben beide Kinder zu Hause und da muss man ehrlich zugeben, auch wenn sie für uns das größte Geschenk dieser Welt sind, ist es natürlich auch mal die Chance, einen Abend zu haben, an dem man auch mal herrlich gammeln kann. Das ist herrlich.

Was habt ihr zuletzt hier in Wismar gedreht?

Junge: Wir haben in der Nikolaikirche gedreht. Das war ein klassischer Leichenfund. Mehr dürfen wir aber nicht verraten.

Und wie sieht's am Set aus? Auf wessen Konto gehen die meisten Versprecher?

Junge: Oh, wir alle regelmäßig. Das sind aber nicht nur Versprecher, die Lacher sind auch da.

Boeer: Jetzt, da er neben mir sitzt, möchte ich mal behaupten, Mathias verspricht sich am wenigsten. Es ist aber auch die Tagesform.

Junge: Es sind häufig die Namen, die wir dann mal verwechseln, wenn man vier bis fünf Folgen parallel dreht. Wir müssen uns dann vier, fünf Namen von Leichen, Verdächtigen, Nachbarn merken. Die verdrehen wir dann schon mal.

Improvisieren geht da nicht?

Boeer: Na ja, wenn im Drehbuch "Hallo" oder "Guten Tag" steht und ich mache daraus ein "Moin", geht es meistens durch.

Mehr lesen: Soko-Wismar-Darstellerin: „Die Stadt erinnert mich an zu Hause“

Noch mehr lesen: „Soko Wismar“-Kommissarin im Interview

Michaela Krohn

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