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Wismar Sparkasse Mecklenburg-Nordwest erhöht Gebühren
Mecklenburg Wismar Sparkasse Mecklenburg-Nordwest erhöht Gebühren
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12:37 20.06.2019
Die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest erhöht zum 1. September ihre Kontoführungsgebühren, will aber vor allem im Onlineservice stark sein. Vorstandsvorsitzender Manuel Krastel und Vorstandsmitglied Kay Facklam zeigen hier zum Beispiel, wie eine Fotoüberweisung funktioniert. Quelle: FOTO: Michaela Krohn
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Wismar

Die knapp 82 000 Kunden der Sparkasse in Nordwestmecklenburg bekommen in diesen Tagen Post, die ihnen nicht allzu gut gefallen dürfte: Die Gebühren für die privaten Girokonten werden erhöht – eine Folge der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die so auch in der Region von Grevesmühlen bis Neukloster spürbar ist. Dennoch will die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest weiter für ihre Kunden attraktiv bleiben und setzt so vermehrt auf Onlinebanking. Auch an den 18 Filialen im Kreis will die Sparkasse festhalten. Im September soll die neue Geschäftsstelle am Kagenmarkt in Wismar eröffnen. In Gadebusch ist ebenfalls eine neue in Planung.

„Auch in der Niedrigzinsphase wollen wir als regionaler Gelddienstleister nach wie vor mit unserem Geschäftsstellennetz in der Fläche präsent bleiben und gleichzeitig den Rundum-Service einer modernen Bank bieten. Doch dieser Service kostet“, erklärt Manuel Krastel. „Daher werden wir ab dem 1. September unsere Kontomodelle für Privatgirokonten anpassen und gleichzeitig unsere Girokonten um zeitgemäße digitale Dienstleistungen erweitern. “

Sparkasse in Zahlen

82 305 Kunden hat die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest aktuell. Somit hat etwas mehr als die Hälfte der Einwohner Nordwestmecklenburgs mindestens ein Konto bei dem Gelddienstleister.

18 Geschäftsstellen gibt es im Landkreis, vier davon befinden sich in Wismar. Weitere gibt es in Grevesmühlen, Bad Kleinen, Schönberg, Neukloster oder Dorf Mecklenburg.

Die aktuelle Geschäftsentwicklung bewertet der Vorstand der Sparkasse positiv. So habe sie allein in diesem Jahr bereits um die 50 Millionen Euro für den privaten Wohnungsbau zugesagt. Zur Zeit der Finanzkrise lag der Betrag bei weniger als der Hälfte.

Dazu gehört unter anderem die Überweisung per Foto, die mit der Sparkassen-App auf Smartphones möglich ist. Weitere Funktionen, die Kunden nutzen können, sind das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy oder der sogenannte E-Safe. Dennoch könnten alle Kunden jederzeit in eine Filiale gehen und sich persönlich beraten und helfen lassen, betont Vorstandsmitglied Kay Facklam.

Das Jugendgirokonto für Kunden bis 25 Jahre bleibe weiterhin als Starthilfe kostenfrei. Bei den anderen drei Privatgirokonten können Kunden zwischen verschiedenen Modellen mit einem monatlichen Grundpreis je nach Leistungsbedarf von 3,49 Euro bis 8,99 Euro wählen.

Die letzte Gebührenerhöhung gab es zum März 2016. Bisher haben Kunden für das günstigste Kontomodell 2,99 Euro pro Monat und für das teuerste monatlich 7,49 Euro gezahlt.

Wer sein Geld „arbeiten“ lassen wolle, dem empfiehlt Vorstandschef Manuel Krastel eher Wertpapieranlagen. Nur dort könnten Sparer noch eine nennenswerte Rendite erwirtschaften.

Mit der Kreditvergabe im Wohnungsbau zeigt sich die Sparkasse hingegen zufrieden. Die Sparkasse hat in den ersten vier Monaten des Jahres rund 18,5 Millionen Euro an neuen Wohnungsbaudarlehen ausgeliehen und legte damit noch mal gegenüber dem guten Vorjahreswert zu. Vorstandsmitglied Kay Facklam führte aus, dass andere Banken auf die gegenwärtige Zins- und Ertragssituation reagieren, indem sie sich aus der Fläche zurückziehen und Geschäftsstellen schließen. Die Sparkasse wolle diesen Weg bewusst nicht einschlagen und weiterhin mit ihrem Geschäftsstellennetz in Nordwestmecklenburg präsent bleiben. Darüber hinaus will das Geldinstitut weiter in seine Geschäftsstellen investieren. So wird jene am Wismarer Kagenmarkt Ende September neue Geschäftsräume beziehen und die Planungen für eine neue Geschäftsstelle in Gadebusch sind im vollen Gange. „Wir wissen, dass unsere Kunden es schätzen, persönliche Ansprechpartner vor Ort zu haben“, betont Facklam.

Einen kleinen Grund zum Feiern hat die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest in diesen Tagen auch: Sie feiert ihren 195. Geburtstag und ist somit eine der ältesten Sparkassen in Norddeutschland.

Michaela Krohn

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