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Wismar Spatenstich für Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg
Mecklenburg Wismar Spatenstich für Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg
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18:00 25.04.2019
Symbolischer Spatenstich für den offiziellen Beginn des Breitbandausbaus in Nordwestmecklenburg. Quelle: Haike Werfel
Timmendorf

Offizieller Baustart am Donnerstag für den Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg. Zum symbolischen ersten Spatenstich kam per Hubschrauber aus dem bayrischen Passau Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, nach Timmendorf. In der Nähe des Leuchtturms hob er mit seinem Kollegen in Schwerin, Landesminister Christian Pegel (SPD), dem Wemag-Vorstand Thomas Murche und Wemacom-Chef Martin Retzlaff sowie Landrätin Kerstin Weiss (SPD) und Poels Bürgermeisterin Gabriele Richter (parteilos) ein paar Schaufeln Erde für den schmalen Graben aus, in dem das Glasfaserkabel später verlegt wird.

Zwei Digitalisierungsminister am Donnerstag beim offiziellen Start des Breitbandausbaus in Nordwestmecklenburg: Bundesminister Andreas Scheuer (CSU/r.) mit einem Glasfaserkabel und Landesminister Christian Pegel (SPD/l.) sowie Wemag-Vorstand Thomas Murche vor dem Bauschild in Timmendorf. Quelle: Haike Werfel

Das Kabel soll für schnelles Internet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde sorgen. Timmendorf gehört zu den 14 Projektgebieten mit insgesamt 81 Gemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg, in denen die Bauarbeiten zeitversetzt beginnen beziehungsweise bereits begonnen haben. Bis Ende 2020 werden acht Tiefbaufirmen im Auftrag der Wemacom rund 2000 Kilometer Trasse bauen.

„Endlich ist es soweit!“, begrüßte Gabi Richter die zahlreichen Gäste im Festzelt, darunter Bundes-, Land- und Kreistagsabgeordnete sowie Bürgermeister. Der Standort für den offiziellen Baubeginn war für die Inselbürgermeisterin der beste und passendste überhaupt. „Leuchttürme stehen für Digitalisierung, weil sie Lichtimpulse senden“, sagte sie. „Und der flächendeckende Breitbandausbau stellt ein Leuchtturmprojekt dar.“ Das Highspeed-Internet sei für die moderne Tourismus-Gemeinde ein wichtiger Standortfaktor. Es werde die Lebensqualität für Einheimische und Gäste verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Ostseebades erhöhen. Gabi Richter freute sich, Bundesminister Scheuer auf der Insel zu begrüßen. Er unterstreiche durch seine Anwesenheit die Bedeutung dieses Großprojekts.

Er sei im Urlaub und gerne gekommen, erklärte Scheuer. Immerhin gebe sein Ministerium 110 Millionen Euro für den Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg. „Das ist das bislang größte Projekt im Rahmen unseres Breitbandförderprogramms. Mehr als 36000 Haushalte, 4800 Unternehmen und 62 Schulen in Nordwestmecklenburg werden von einer modernen Glasfaser-Infrastruktur profitieren. Damit machen wir das Leben und Arbeiten auf dem Land erheblich attraktiver“, sagte der Bundesminister. Es gehe um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse von Stadt und ländlichen Gebieten. „Das Dorf kann noch so klein sein, wir bringen das Glasfaserkabel bis ins Haus.“ Scheuer dankte den Poeler Gastgebern für den Rundgang, der ihn auf den Leuchtturm und an den Strand führte, und sparte nicht mit Komplimenten.

70 Millionen Euro steuert das Land zum Breitbandausbau bei. Für Landrätin Kerstin Weiss gehört die digitale Infrastruktur zur Daseinsvorsorge, das heißt es ist eine Staatsaufgabe. „Mit dem Breitbandausbau schaffen wir den Anschluss an den weltweiten schnellen Datenaustausch. Das ist vor allem für die Entwicklung unserer Wirtschaft wichtig.“ Die Landrätin hofft zudem, dadurch Fachkräfte zu gewinnen.

Haike Werfel

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