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Wismar Spendenlauf an sieben Tagen rund um die Uhr in Wismar
Mecklenburg Wismar Spendenlauf an sieben Tagen rund um die Uhr in Wismar
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15:31 19.01.2018
Machen mit beim Sieben-Tage-Spendenlauf (v. l.): Oskar Männer vom PSV Wismar, Bürgermeister Thomas Beyer, Ideengeberin Dörte Dittschlag, Katja Marin (Lehrerin am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium), die beiden Cheforganisatoren Susann Wiedemann und Stefan Schröder, Andreas Marin (Lehrer an der Großen Stadtschule) sowie Sebastian Baum von der Freizeitgruppe „Wismar läuft". Quelle: Hoffmann, Heiko
Wismar

 „Wir hoffen auf viele Teilnehmer. Wichtig ist, dass mindestens immer ein Läufer unterwegs ist“, sagt Stefan Schröder. Bei ihm und seiner Lebenspartnerin Susann Wiedemann laufen die organisatorischen Fäden für den Spendenlauf in Wismar zusammen. So eine Veranstaltung hat es in der Hansestadt noch nicht gegeben.

Spendenlauf an sieben Tagen rund um die Uhr in Wismar

Eine außergewöhnliche Laufaktion für kranke Kinder in #Wismar – mehr dazu hier: http://bit.ly/2DODcg8

Gepostet von Ostsee-Zeitung Wismar am Freitag, 19. Januar 2018

Feuerwehrmann Sebastian Baum ist dabei: „Das ist eine positiv verrückte Sache. Das mag ich. Ich laufe mindestens zweimal Marathon.“ Nachts, unter Flutlicht. Er rechnet pro Marathon mit 106 Stadionrunden. Pro Runde sollen möglichst – mindestens – 50 Cent gespendet werden. Entweder von den Läufern oder von einem Sponsor. Dem Arbeitgeber zum Beispiel.

Wo wird gelaufen

Die Aktion startet am Sonntag, 18. März, um 10.30 Uhr im PSV-Stadion an der Lübschen Straße. Gelaufen wird dann sieben Tage lang ausschließlich im Stadion. Jeder zählt seine Runden und nennt die Anzahl dann einem Vertreter der Organisatoren. Nach 168 Stunden ist der Zieleinlauf auf dem Gelände des Mecklenburger Segelvereins in Wendorf. Dort beginnt am 25. März um 11 Uhr der Osterlauf.

Geld für kranke Kinder

Der größte Teil der Spenden ist für die Kinder-Palliativmedizin der Helios Klinik in Schwerin, und dort speziell für den Verein zur Förderung der Kinder der Schweriner Kinderklinik und des Kinderzentrums Mecklenburg e.V. In Schwerin werden viele Kinder aus Wismar und Umgebung betreut. „Eltern bekommen dort die Möglichkeit, den letzten Weg mit ihren noch ungeborenen oder bereits geborenen Kindern zu gehen“, sagt Susann Wiedemann. Stefan Schröder ergänzt: „Für diesen Zweck werden Spenden benötigt, um zum Beispiel Weiterbildungen für die Trauerbegleitung der Intensivkrankenschwestern zu ermöglichen oder zum Beispiel, um kleine Holzsärge fertigen zu lassen, in denen die Eltern ihren Kindern für ihren letzten Weg ein paar Dinge beilegen können. Die Klinik ist für diese Aufgaben nicht verantwortlich, also kommt es auf Spenden an.“

Aus eigener Erfahrung

Die beiden Nakenstorfer wissen aus eigenem Erleben, wie wichtig die Unterstützung ist. Ihr Sohn Carl kam im letzten Jahr in der 23. Schwangerschaftswoche zur Welt. 17 Wochen zu früh, mit einem Gewicht von 645 Gramm. Gestern waren sie wieder in Schwerin zu einer Operation. Aber Carl geht es vergleichsweise gut.

Gemeinsames Schulprojekt

Außerdem werden das Geschwister-Scholl- und das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium unterstützt. Beide Gymnasien sichern die Zeiten von 8 bis 15 Uhr ab. Die Hälfte des Geldes, das die Schüler erlaufen, ist für Kanus samt Zubehör. Der Sportunterricht soll attraktiver werden, auch für Ausflüge können die Boote genutzt werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30000 Euro. „Das soll eine Anschubfinanzierung für das gemeinsame Projekt sein“, so Andreas Marin, Lehrer am GSG. Ehefrau Katja, Lehrerin am GHG, findet es gut, „dass der gute Zweck mit Sport und unserem Vorhaben verbunden wird“.

Harte Zeiten

Die Nachtzeiten von 22 bis 8 Uhr gelten als die härtesten. Die gute Nachricht. Diese Zeiten sind schon mit Sportlern abgesichert. Der Wismarer Peter Holdt will zum Beispiel fünf Stunden am Stück laufen. 18 Aktive der Freitzeitsportgruppe „Wismar läuft“ haben sich in die Nachtliste eingetragen. Und sogar Bürgermeister Thomas Beyer dreht am 23. März von 3 bis 4 Uhr seine Stadionrunden. Beyer: „Für diese rundum gute Sache stehe ich gerne in der Nacht auf.“

Erste Idee

Dörte Dittschlag läuft gerne und hat am Kagenmarkt ein Reisebüro. An sieben Tagen 24 Stunden laufen – das sollte Wismar ins Guiness-Buch der Rekorde führen. Doch den Guinness-Leuten ist der Kontrollaufwand zu hoch. Im Krankenhaus haben Stefan Schröder und Susann Wiedemann die Idee zum Spendenlauf veredelt.

Viele UnterstützerSchulen, Ehrenamtliche, Firmen, der PSV und die Stadt unterstützen das Vorhaben. Die Betriebskosten (Strom für Flutlicht, Wasser) tragen der Bundestagsabgeordnte Frank Junge (500 Euro), der Landtagsabgeordnete Tilo Gundlack (250 Euro) und die Stadtwerke (250 Euro). Die Unternehmen Egger und Krebs werden beim Osterlauf weitere 25 Cent für jeden gelaufenen Kilometer beisteuern. Und auch die OZ wird laufen und weiter über das Event berichten.

Noch Fragen?

Alle Fragen können an Susann Wiedemann (susannwiedemann@ googlemail.com) gerichtet werden. Der Einsatz für eine Runde (400 m) beträgt 50 Cent. Mehr geht immer. Privatpersonen und Firmen können sich mit Spenden beteiligen.

Heiko Hoffmann

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