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Sport Wismar Erstes Spiel nach der Trennung von Trainer Nisius
Mecklenburg Wismar Sport Wismar Erstes Spiel nach der Trennung von Trainer Nisius
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Interimstrainer Christian Lander stimmt das TSG-Team auf die Partie beim SC Alstertal-Langenhorn ein. Beim Training in dieser Woche wurde viel gelacht. Quelle: Foto: Peter Preuß
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Wismar

Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar müssen am Sonntag beim SC Alstertal-Langenhorn ohne Christoph Nisius auskommen. Denn am Dienstag trennte sich der Verein von dem Lübecker Trainer, nachdem er die Talfahrt der Wismarerinnen nicht stoppen konnte. Von sieben Partien verlor die TSG Wismar sechs Spiele und befindet sich als Tabellenvorletzter auf einem Abstiegsplatz. Deshalb zog der Verein die Reißleine. Höhepunkt der Niederlagenserie war das Derby am vergangenen Sonntag beim SV Grün-Weiß Schwerin. Auch dieses Spiel verloren die Hansestädterinnen mit 15:18 und lieferten auch eine miserable Leistung ab. Deshalb hat der TSG-Vorstand die Reißleine gezogen und sich von Nisius getrennt (die OZ berichtete).

Nun hoffen alle, Mannschaft und Vorstand, dass die Leistungskurve endlich nach oben geht. Zwar haben die Wismarerinnen noch keinen neuen Coach, aber mit dem sportlichen Leiter der Abteilung Handball, Christian Lander (32), einen Interimstrainer. Er kam erst im Mai zur TSG, ist in Pasewalk geboren, besitzt die B-Lizenz und ist dem Handball schon seit über 20 Jahren verbunden. Lange Zeit lebte Lander auch in Berlin und hat dort unter dem ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson und Manager Bob Hanning die C- und B-Lizenz absolviert. Anschließend war Christian Lander zwei Jahre lang hauptamtlich beim HC Empor Rostock beschäftigt und kümmerte sich um den männlichen Handball-Nachwuchs.

Er hat das Team auf die Partie beim SC Alstertal-Langenhorn in dieser Woche zusammen mit der ehemaligen Spielerin Laura Blum vorbereitet. Auch gestern Abend absolvierten die Handballerinnen in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße eine Trainingseinheit. „Es wurde sehr viel gelacht, die Stimmung im Team ist gut“, sagt Christian Lander. Dennoch habe er mit der Mannschaft nichts anderes gemacht, wie sein Vorgänger. „Wir haben nur ganz klein an den Stellschrauben gedreht“, meint er. Für ihn sei es wichtig, die Köpfe bei den Spielerinnen freizubekommen. Trotzdem bleibt der 32-Jährige auf dem Teppich: „Natürlich würden wir schon die zwei Punkte mitbringen, aber auch über einen Punkt freuen wir uns wie bei einem Sieg.“

Obwohl der SC Alstertal-Langenhorn mit 4:12-Punkten nur den 9. Platz in der Tabelle belegt, sind die Wismarerinnen dennoch gewarnt. Am vergangenen Wochenende siegten die Hamburgerinnen gegen den Tabellenletzten Eintracht Hildesheim mit 29:18. Und in einem Testspiel in Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison frühstückten sie die TSG in Wismar mit 27:18 regelrecht ab. „Das Ergebnis sollte man nicht so hängen. Es war nur ein Testspiel. Damals testete Christoph Nisius die Spielerinnen auf mehrere Positionen. Die Neuzugänge mussten sich erst im Team finden“, erklärt Christian Lander. „Mit diesem Testspiel beschäftigt sich die Mannschaft überhaupt nicht. Wir blicken nur nach vorne“, versichert der Interimstrainer.

Peter Preuß

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