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Wismar Wismar kämpft sich mit Heimsieg auf Rang drei
Mecklenburg Wismar Wismar kämpft sich mit Heimsieg auf Rang drei
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00:00 04.03.2013
Die TSG-Handballerinnen bedankten sich nach dem Spiel bei den Zuschauern f�r die Unterst�tzung (v. r.): Christin Wolter, Liudmila Yermachek, Claudia Duhr, Slavka Ninkovic, Laura Blum, Svea Pinkohs, Eva-Maria Kollecker, Johanna Brinkies. Fotos (2): Daniel

Vor 620 Zuschauern sparten sich beide Teams die Abtastphase und gingen von Beginn an ein beeindruckend hohes Tempo. Bis zum 7:6 (12.) wechselten die Führungen ständig hin und her, bevor sich Henstedt durch vier Treffer in Serie erstmals leicht absetzen konnte. Die TSG leistete sich in dieser Phase zu viele leichte Fehler. Ungewohnte Unsicherheiten im Umgang mit dem Ball und Abstimmungsschwierigkeiten in der Vorwärtsbewegung machten es den Gästen nicht sonderlich schwer, davonzuziehen.

Wenn die TSG-Spielerinnen dann doch einmal zum Abschluss kamen, scheiterten sie zumeist an der glänzend aufgelegten Jennifer Knust im Tor des SV Henstedt-Ulzburg. Sie entschärfte, wie schon im Hinspiel, etliche hochkarätige Chancen der Wismarerinnen und hielt ihr Team so im Spiel. Auf Seiten der TSG sprühte vor allem Eva-Maria Kollecker vor Einsatzfreude und erzielte mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum auch den letzten Treffer der ersten Hälfte zum 11:13-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel blieb das Spiel zunächst spannend, weil sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch auf Augenhöhe lieferten, wie beide Trainer auf der Pressekonferenz einstimmig feststellten. Bis zum 18:18 (44.) gelang es keinem Team, entscheidende Akzente zu setzen, doch die TSG fand nun in der Abwehr das passende Rezept und hatte im Angriff ein Ass im Ärmel, das an diesem Nachmittag stechen sollte. Am Dienstag vergangener Woche ist sie 37 Jahre alt geworden und beschenkte sich am Samstag mit einer überzeugenden Leistung gleich selbst — Wismars Rückraumschützin Liudmila Yermachek. Als sie zum Ende der ersten Hälfte eingewechselt wurde, scheiterte sie zunächst mit einem Siebenmeter, aber in der zweiten Halbzeit war sie nicht mehr zu stoppen. Sie erzielte alle ihre zehn Treffer in den letzten 30 Minuten und war für die TSG in diesem Spiel der entscheidende Faktor.

In der Abwehr rührten die Gastgeber jetzt Beton an und beeindruckten dabei vor allem mit ihrer körperlichen Präsenz. Mit einer gesunden Grundaggressivität wurden die Gegenspielerinnen attackiert, ohne dabei unfair zu agieren — die TSG kassierte im gesamten Spiel nicht eine einzige Zeitstrafe. Im Tor sorgte Justine Steiner jetzt für zusätzliche Sicherheit und im Angriff agierten die Hansestädterinnen nun deutlich konzentrierter. Lohn der Mühen war ein deutlicher 26:21-Vorsprung knapp fünf Minuten vor dem Ende, den die Wismarerinnen nicht mehr aus der Hand gaben.

„In einem Spiel auf Augenhöhe haben heute die Abwehrreihen dominiert und wir konnten die Partie erst in der zweiten Hälfte durch einige Umstellungen und mit der Erfahrung von Liudmila nach Hause bringen“, zeigte sich Trainer Ronald Frank sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die nach dem dritten Sieg in Serie mittlerweile auf dem dritten Platz der 3.Liga rangiert und diesen nach Möglichkeit bis zum Saisonende verteidigen will. Einen ersten Schritt dahin können die TSG-Damen am kommenden Sonntag (Anwurf 17 Uhr) beim nächsten Mecklenburg-Derby gegen den Rostocker HC machen.

Wismar: Steiner, Praetzel — Ninkovic 3, Brinkies 3, Wowarra, Tegler 2, Wurlitzer, Kollecker 7, Yermachek 10/2, Blum, Duhr, Pinkohs 1, Wolter 2; Siebenmeter: Wismar 3/2, Henstedt 5/4;

Strafminuten: Wismar 0, Henstedt 4.

Wir konnten die Partie erst in der zweiten Hälfte durch einige Umstellungen und mit der Erfahrung von Liudmila nach Hause bringen.“ TSG-Trainer Ronald Frank

Martin Nowack

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Redaktion: 038 41/415 622 Leserservice: 01802/381 365 Ticketservice: 01802/381 367

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