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Wismar TSG-Frauen bleiben in der heimischen Halle eine Macht
Mecklenburg Wismar TSG-Frauen bleiben in der heimischen Halle eine Macht
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00:00 18.02.2013
Eva-Maria Kollecker zeigte im Spiel gegen Altlandsberg eine starke Leistung. Sie erzielte acht Tore für die TSG.
Eva-Maria Kollecker zeigte im Spiel gegen Altlandsberg eine starke Leistung. Sie erzielte acht Tore für die TSG. Quelle: Daniel Koch
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ungeschlagen. Der verdiente 34:30 (20:13)-Erfolg gegen den MTV 1860 Altlandsberg wurde allerdings von der Sorge um den Gesundheitszustand des TSG-Trainers Ronald Frank überschattet. Er wurde während des Spiels ins Klinikum eingeliefert.

Nominell war die TSG gegen Altlandsberg wieder ganz ordentlich aufgestellt. Immerhin konnte Ronald Frank 13 Spielerinnen aufbieten, musste aber Torhüterin Justine Steiner ersetzen und hatte mit Maria Wurlitzer, Liudmila Yermachek und Slavka Ninkovic drei Damen im Kader, die unter der Woche gar nicht oder nur sehr eingeschränkt trainieren konnten. Zusätzlich musste auch Kreisläuferin Johanna Brinkies zur Pause passen, ihre Position übernahm fortan Svea Pinkohs, die bis dahin schon fünfmal von der Rechtsaußenposition erfolgreich war.

Überhaupt war es die erste Hälfte, die in dieser Partie für die positiven, aber leider auch negativen Höhepunkte sorgte. Ohne Abtastphase gingen beide Teams gleich volles Tempo, wodurch sich ein schnelles und hochklassiges Spiel entwickelte. Bereits nach sechs Minuten hatten die Zuschauer acht Treffer gesehen (4:4) und die Torfolge blieb hoch — zumindest auf Wismarer Seite. Nach knapp elf Minuten führte die TSG mit 9:6 und beeindruckte vor allem mit flüssigen Kombinationen. In der Abwehr gingen die Wismarer Damen deutlich entschlossener und aggressiver zu Werke als noch zuletzt, ohne dabei unfair zu agieren. Für die Gäste blieb nur ungläubiges Staunen und bereits nach 30 Minuten die Erkenntnis, dass diese Wismarer Mannschaft an diesem Nachmittag wohl kaum zu schlagen sein würde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Ronald Frank schon nicht mehr auf der Bank. Er klagte über plötzliches Unwohlsein und wurde zu seiner eigenen Sicherheit mit dem Rettungswagen ins Hanse-Klinikum gebracht, wo er zunächst auf der Beobachtungsstation aufgenommen wurde. Wann er die Klinik verlassen kann, werden Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen. Gute Besserung auf diesem Weg!

Seine Spielerinnen ließen sich davon zunächst nicht irritieren und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Bis zum 27:17 (42.) führte die TSG noch mit zehn Toren, ließ dann allerdings wieder etwas die Zügel schleifen und gestattete den unermüdlich kämpfenden Gästen noch Ergebniskosmetik. Am Ende stand allerdings ein ungefährdeter Erfolg, der verständlicherweise nur verhalten bejubelt wurde.

„Wir haben in der Schlussphase zu viele Fehler gemacht, aber insgesamt bewiesen, dass wir als Mannschaft zusammengewachsen sind“, verlor Co-Trainerin Marina Bratenkowa nach Abpfiff nicht viele Worte, um im Anschluss sofort mit Manager Klaus-Dieter Soldat ins Klinikum zu fahren, um sich persönlich nach dem Wohlbefinden von Ronald Frank zu erkundigen.

Am nächsten Wochenende steht dann das mit Spannung erwartete MV-Derby beim SV Grün-Weiß Schwerin auf dem Programm. Die 50 Karten, die die TSG im Vorfeld organisiert hatte, waren innerhalb von 30 Minuten vergriffen.

Statistik
TSG mit: Schultz, Praetzel — Ninkovic 2, Brinkies 2, Wowarra, Tegler 1, Wurlitzer, Kollecker 8, Yermachek 5/4, Blum, Duhr 5, Pinkohs 5, Wolter 6


Siebenmeter: TSG 4/4, MTV 5/4


Strafminuten: TSG 6, MTV 10

Martin Nowack

18.02.2013
18.02.2013