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Wismar TSG gewinnt und bleibt die Nummer 1 in MV
Mecklenburg Wismar TSG gewinnt und bleibt die Nummer 1 in MV
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06:33 28.04.2014
Harter Zweikampf zwischen Johanna Brinkies und Schwerins Stefanie Laas, die jahrelang für die TSG gespielt hatte. Christin Wolter (l.) und Schwerins beste Torschützin, Vivien Erdmann, verfolgen die Szene. Quelle: Daniel Koch
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Wismar

Der Stachel der Hinspielniederlage gegen den SV Grün-Weiß Schwerin saß tief bei den Wismarer Drittligahandballerinnen. Wie tief, konnte man am Sonnabend beim 31:22 (16:12)- Rückspielerfolg erleben. Mit einer kämpferischen Glanzleistung wurde dem Gast aus der Landeshauptstadt keine Chance gelassen und so der Status als beste Frauenhandballmannschaft in Mecklenburg Vorpommern eindrucksvoll bestätigt.

Noch kurz vor Spielbeginn war sich TSG-Trainer Ronald Frank sicher, dass „das Spiel heute in der Abwehr entschieden wird“. Wie recht er damit haben sollte, konnte aber selbst er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Vor 640 Zuschauern begann Wismar druckvoll und ging schnell durch Mareen Tegler und Eva-Maria Kollecker, die erneut durch ihr druckvolles Spiel im Rückraum gefiel, mit 2:0 in Führung. Die Schwerinerinnen wirkten schon zu diesem frühen Zeitpunkt beeindruckt von der kompromisslosen aber fairen Deckungsarbeit der TSG-Damen und fanden nur selten zu einem geordneten Aufbauspiel.

Den Gastgeberinnen kam dabei sicherlich auch das Fehlen von Schwerins Spielmacherin Wendy Künzel entgegen, doch ein wenig mehr Gegenwehr hätte sich auch Grün-Weiß-Trainer Tilo Labs erwartet, der so von einem Friedensgipfel sprach. Zumal Schwerin vor und auch nach dem Spiel den Anspruch auf die Nummer eins in MV erneuerte.

Richtige Gegenwehr boten aber einzig die Schweriner Torhüterinnen, die ihr Team mit tollen Paraden im Spiel hielten. Sonst hätte die TSG wohl schon Mitte der ersten Hälfte deutlicher geführt, als nur mit 6:5. Bis zum 10:6 (17.) hatten die Gastgeberinnen schon zahlreiche Chancen liegengelassen, waren aber das deutlich spielbestimmendere Team und gingen dementsprechend verdient mit einer 16:12-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel wirkte Schwerin zwar bemüht, doch ernsthaft gefährlich wurde die Mannschaft auch nach dem 17:15-Anschlusstreffer (34.) nicht. Zu dominant, zu präsent waren die Wismarer Handballerinnen an diesem Nachmittag. Auf jede taktische Maßnahme von Schwerins Trainer fanden sein Gegenüber Ronald Frank und seine Spielerinnen eine passende Antwort. Als bei Schwerin Mitte der zweiten Hälfte Kräfte und Hoffnung schwanden, zündete die TSG noch einmal den Turbo. Mit einem knappen Sieg gaben sich die Wismarerinnen nicht zufrieden, sie wollten Genugtuung für die unnötige Niederlage in der Hinrunde und die verschafften sie sich in einer begeisternden Schlussphase. Während bei den Gästen die Fehlerquote stieg, nutzten die Wismarer Spielerinnen jede Unaufmerksamkeit der Schwerinerinnen zu schnellen Gegenstößen und schraubten das Ergebnis immer weiter in die Höhe. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte Torhüterin Justine Steiner noch heraus. Bei Schwerin konnten lediglich Vivien Erdmann im linken Rückraum und die Torhüter überzeugen.

„Ich bin stolz auf mein Team, lasst uns heute feiern“, sprudelte es aus einem sichtlich erleichterten Wismarer Trainer Ronald Frank heraus, der aber trotz des deutlichen Sieges noch Verbesserungspotenzial bei seinem Team sah: „Wenn wir noch sorgfältiger mit unseren Chancen umgehen, ist das Spiel deutlich früher entschieden.“

Am Sonntag, 4. Mai, steht das nächste MV-Derby und das letzte Auswärtsspiel für die Wismarerinnen auf dem Programm, wenn sie um 15 Uhr beim Rostocker HC antreten müssen. Das letzte Heimspiel findet am 10. Mai um 17 Uhr statt. Gegner ist der Berliner TSC.

Statistik
Wismar: Steiner, Praetzel, Weng 2, Ninkovic 2, Brinkies 4, Tegler 8, Wurlitzer, Kollecker 5, Yermachek, Blum, Dürl, Pinkohs 5/2, Wolter 5, Topp
7-Meter: Wismar 3/2, Schwerin 3/2
Strafminuten: Wismar 0, Schwerin 8
Zuschauer: 640
Tabelle:

4.   Buxtehuder SV II   29:15
5.   TSG Wismar     27:21
6.   SV Henstedt-Ulzburg     26:22
7.   TSV Owschlag     26:22
8.   SV Grün-Weiß Schwerin   23:25



Martin Nowack

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