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Wismar Sprachlos im Wismarer Theater
Mecklenburg Wismar Sprachlos im Wismarer Theater
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17:03 14.02.2019
Nur mit Masken, Kostümen und der Gestik gestalten die Wismarer Spielleute einen Comedy-Abend. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

„Ohne Worte“ heißt das neue Stück der Wismarer Spielleute. Sieben Laiendarsteller agieren unter der Regie von Katharina Waldmann genannt Seidel ganz ohne Text auf der Bühne im großen Haus.

„Das ist keine Pantomime“, lacht die Regisseurin und zeigt mit ihren Schauspielern Ausschnitte aus dem Stück. Im gestreiften Oberteil und viel zu enger Hose betreten Jana Esperling und Andreas Schielke die Bühne. Wollen angeln und verrenken sich dabei so wunderbar, dass aus dem Zuschauergrinsen schnell ein Lachen wird. Die Akteure versprechen einen Comedy-Abend der besonderen Art.

Am 23. Februar hat das Stück „Ohne Worte“ im Wismarer Theater Premiere. Die Wismarer Spielleute gestalten einen Comedy-Abend ohne Text, dafür mit Musik, schrägen Kostümen, Masken und Körpereinsatz.

„Wir haben mit den Spielleuten ja schon einiges gemacht. Und ich habe beschlossen, dass die Gruppe einen Schritt weitergehen kann“, erklärt die Regisseurin den Ansatz, Theater ohne Text zu zeigen. Sie weiß, Laien schauspielern oft nur mit dem Gesicht. „Viel Mimik, kaum Gestik!“ Diese Mimik hat sie ihren Akteuren geraubt und dazu die Stimme, um die Geschichte zu erzählen. Die Darsteller tragen riesige Masken, Helga Treutler aus Schwerin hat sie gebaut.

Wie stereotype Comicbilder wirken die Schauspieler so mit ihren Masken und den skurrilen Kostümen. „Sie müssen nun mit dem ganzen Körper erzählen, was sie dem Publikum sagen wollen“, erzählt Katharina Waldmann genannt Seidel weiter. Die strenge Violinistin (Rita Krusch) im Abendkleid wird immer fahriger, erst hat sie den Notenständer vergessen, dann die Noten.

Schon cool, wie so eine Geschichte ganz ohne Text auskommt und trotzdem erzählt wird. Die Laiendarsteller setzen auf Situationskomik in Verbindung mit Musik. Da schnippt das Bein der Violinistin immer wieder lässig nach vorne – darf es aber nicht, mit dem Geigenbogen schiebt sie es zurück.

Oder da entdeckt Marita Swars in der Rolle der Putzfrau die schönen Seiten eines Staubsaugers! Übrigens die einzigen Szenen im Stück, die nicht jugendfrei sind. Aber es soll ja nicht zu viel vorher verraten werden. Der Humor ist zeit- und alterslos, nur die Abendtermine könnten die Familien abhalten.

Auf der Bühne stehen Jana Esperling, Andrea Thimm, Rita Krusch, Corina Kreuzwirth, Katjana Schmidt, Andreas Schielke und Marita Swars. Das Stück hat Regisseurin Katharina Waldmann genannt Seidel ihren Akteuren geschrieben.

Seit Dezember proben die Spielleute am Stück. „Das macht richtig viel Spaß! Der Körper wird zur Sprache. So haben wir das auch noch nie gemacht, aber es funktioniert!“ Nichts sagen und dabei alles sagen, das ist genauso skurril wie die Masken und Kostüme.

Premiere ist am 23. Februar, weitere Vorstellungen gibt es am 28. Februar und am 15. März, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Service-Center der Ostsee-Zeitung und in der Wismarer Tourist-Information.

Nicole Hollatz

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