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Wismar Traktoren sorgen für Aufsehen in Wismar
Mecklenburg Wismar Traktoren sorgen für Aufsehen in Wismar
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16:13 27.05.2019
Herbert Bücker, Arno De Riese und Gerit Pietryga auf ihren Traktoren am Alten Hafen Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Das ist Musik in den Ohren. Knattern von Traktoren liegt in der Luft. 21 ältere Semester stehen auf dem Parkplatz am Alten Hafen und sind ein Hingucker. „Damit würde ich auch gerne mal fahren“, schwärmt Bernd Hirsemann. Der Mannheimer macht gerade mit seiner Frau Urlaub und war früher in der Landwirtschaft tätig.

550 Kilometer

21 Traktoren älterer Baujahre in Wismar und Dorf Mecklenburg

Während Wismarer und Touristen die alten Traktoren bewundernd in Augenschein nehmen, sind die Besitzer der Oldtimer-Traktoren in der Wismarbucht unterwegs. Sie machen eine Hafenrundfahrt. Zu Hause sind die gestandenen Männer in den Gemeinden Kropp und Tetenhusen im Kreis Schleswig-Flensburg. „Wir machen jedes Jahr eine Ausfahrt. In diesem Jahr haben wir uns Wismar ausgeguckt“, sagt Gerit Pietryga und ergänzt: „Traktoren sind unsere große Leidenschaft.“ Insgesamt 550 Kilometer legen sie in diesen Tagen zurück.

Mit 17 km/h unterwegs

Am Alten Hafen ließen die Männer ihre Traktoren stehen, um eine Ausfahrt mit dem Schiff in der Wismarbucht zu unternehmen. Quelle: Heiko Hoffmann

Einige kennen die Hansestadt schon, andere haben nur von Wismar gehört und schließen jetzt eine Lücke. Das Besondere ist, dass die Männer mit ihren Traktoren der Marken „Eicher“, „Porsche“, „Lanz Bulldog“, „Massey“, „Güldner“, „Bührer“, „Deutz“ oder „Fendt –Dieselcross“ gemeinsam unterwegs sind. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 17 km/h geht es gemächlich über Landstraßen. Bad Schwartau bis Wismar war eine Tagesetappe. „Wir entschuldigen uns schon mal bei den Autofahrern“, sagt Herbert Bücker. Er weiß aus Erfahrung, dass die meisten Verständnis aufbringen.

Übernachtet haben die Männer in Wismar im Hotel „Schwedenhaus“ am Friedenshof. Nach der Schiffstour nahmen sie die Altstadt in Augenschein, nachmittags ging es zum Kreisagrarmuseum nach Dorf Mecklenburg. Das passt ideal zusammen.

Traktorenliebe verbindet

Die Fans alter Traktoren sind ein Zusammenschluss von Gleichgesinnten. 2005 ging es los. Einmal in der Woche treffen sich die Männer, die sich den Clubnamen „Brenntünn“ gegeben haben. Sie leben das Motto. „Unsere Sorgen und Nöte landen in der brennenden Tonne, geläutert ziehen wir dann wieder nach Hause“, klärt Gerit Pietryga mit einem Lächeln auf. Einige Männer kommen aus der Landwirtschaft. Auch das verbindet. Vor allem ist es aber die Liebe und Leidenschaft zu den alten Traktoren, die gehegt und gepflegt werden. Die meisten sind in den 1950er und 1960er Jahren gebaut worden, der älteste ist ein „Allgaier“, Baujahr 1950.

Gerit Pietryga plant die Touren und Etappen. So führten bisherige Ausfahrten nach Berlin, Hamburg und auch nach Dänemark. Viel länger als 100 bis 120 Kilometer sollte eine Tagesetappe nicht sein. Und gutes Wetter spielt eine Rolle, denn stundenlang dem Regen ausgeliefert zu sein, macht auch auf einem allseits beliebten Traktor weniger Spaß.

Großes Treffen am Männertag

Wer an Porsche denkt, denkt nicht zwangsläufig an Traktoren. Quelle: Heiko Hoffmann

Letztes Ziel der diesjährigen Ausfahrt ist am Donnerstag Brokstedt (Schleswig-Holstein). Zum 36. Mal veranstaltet der Lanz-Bulldog-Club-Holstein e.V. zum Himmelfahrtstag das legendäre Stelldichein historischer Ackergiganten. Getreu dem Motto „Vatertag ist Lanz-Bulldog-Tag“ steht das Oval des Holsteinrings in Brokstedt ganz im Zeichen historischer Landmaschinen. Traktoren sämtlicher Marken und aus verschiedenen Baujahren kommen auf dem Gelände der Speedway-Bahn zusammen. Bis zu 30 000 Besucher zählten die Veranstalter dabei in der Vergangenheit.

Vorher sind die „Brenntünn“-Männer aber erst noch auf den Straßen in und um Wismar unterwegs. Gute Fahrt!

Heiko Hoffmann

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