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Wismar Trotz Kompromiss: Vielen Traditionsschiffen droht das Aus
Mecklenburg Wismar Trotz Kompromiss: Vielen Traditionsschiffen droht das Aus
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05:00 09.01.2017
Peter Schurbaum, Vorsitzender des Fördervereins des in Wismar beheimaten Lotsenschoners „Atalanta“.
Peter Schurbaum, Vorsitzender des Fördervereins des in Wismar beheimaten Lotsenschoners „Atalanta“. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

Auch nach der Überarbeitung der umstrittenen neuen Sicherheitsvorschriften gibt es für historische Wasserfahrzeuge in Deutschland keine Entwartung. Vielen der bundesweit 110 Traditionsschiffen - rund 30 haben ihren Heimathafen in Mecklenburg-Vorpommern - droht nach Einschätzung der Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge (GSHW) das Aus, wenn die aktuell gültigen Zeugnisse abgelaufen sind.

Nach dem mit dem Bundesverkehrsministerium erzielten Kompromiss können besonders kleinere Segler oder historische Arbeitsschiffe weiter Passagiergruppen mitnehmen. Zudem wird eine komplette Brandschutzausrüstung erst ab 50 Passagieren an Bord gefordert. „Die Sicherheit ist an Bord das allerhöchste Gebot – aber man sollte auch realistisch bleiben“, betont Peter Schurbaum, Vorsitzender des Fördervereins des in Wismar beheimaten Lotsenschoners „Atalanta“, der selbst mit dem Kompromiss leben kann. Viele andere Schiffe würden aber den geforderten Standard nicht gewährleisten können, ohne den Status als Traditionsschiff zu verlieren.

Axel Meyer