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Wismar Tschüs, Baustelle! A 20 bei Wismar wird früher fertig
Mecklenburg Wismar Tschüs, Baustelle! A 20 bei Wismar wird früher fertig
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12:00 19.11.2019
Diese Baustelle ist Geschichte: Die Fahrbahn wird am Donnerstag freigegeben. Quelle: Rolf Barkhorn
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Wismar

Gute Nachrichten für Autofahrer: Die Sanierungsarbeiten auf der A20 bei Wismar werden voraussichtlich am Donnerstag abgeschlossen – zwei Wochen vor dem eigentlichen Fertigstellungstermin.

Seit dem Frühjahr 2018 wurde die Autobahn 20 zwischen Wismar-Mitte und Zurow saniert. Nun kann der Verkehr in Fahrtrichtung Lübeck wieder zweispurig rollen. In Richtung Rostock dauert es allerdings noch ein paar Tage. Auf dieser Fahrbahn müssen noch die Gleitwand abgebaut und die Einrichtungen zur Verkehrssicherung zurückgebaut werden.

Verkehrsminister: Ein toller Erfolg

Landesinfrastrukturminister Christian Pegel (SPD) lobte die Mitarbeiter der Abteilung Autobahn des Landesamts für Straßenbau und Verkehr sowie die Bauunternehmen für die zügige Arbeit: „Dass die Sanierung mehr als zwei Wochen vor dem geplanten Termin fertiggestellt werden konnte, ist ein toller Erfolg. Der Streckenabschnitt wird täglich von bis zu 40 000 Autos und Lastwagen genutzt. Mit der vorzeitigen Freigabe erleichtern wir allen die Durchfahrt auf der Strecke – sie sparen Zeit und Nerven.“

Die Sanierung der Fahrbahn war laut Ministerium dringend erforderlich, da bei Asphaltuntersuchungen starke Schäden und Risse in den Bitumenschichten festgestellt worden waren.

Autobahnen müssen alle 12 bis 15 Jahre erneuert werden

Der Minister betont: „Bund und Land haben sich mit Fokus auf das bestehende Straßennetz und die Bedeutung eines angemessenen Straßenzustands den Grundsatz ‚Erhalt vor Neubau‘ auferlegt und investieren schwerpunktmäßig in diesen Bereich.“ Grundsätzlich gilt, dass Fahrbahndecken auf Autobahnen alle zwölf bis fünfzehn Jahre erneuert werden sollen, um Schäden im Unterbau zu vermeiden.

Einheitsprojekt A 20

Die Bundesautobahn 20 wurde ab 1992 gebaut und wird noch erweitert. Als Projekt 10 gehörte sie zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit. Mit ihr sollten der Ostseeküstenraum und große Bereiche des Landes Mecklenburg-Vorpommern besser an das westdeutsche und europäische Verkehrsnetz angebunden werden. Sie sollte die Bundesstraßen 96, die 104 und die 105 entlasten. Die A 20 ist bislang der längste zusammenhängende Neubau einer Autobahn seit 1939 und löste die Bundesautobahn 61 als längste „zweistellige“ Autobahn Deutschlands ab.

„Uns ist bewusst, dass Straßenbauarbeiten die Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen – und nicht nur diese. Angrenzende Städte und Gemeinden müssen in vielen Fällen Ausweichverkehre aufnehmen“, sagt Christian Pegel weiter. Er dankte daher auch den Verkehrsteilnehmern, die den Arbeiten größtenteils Verständnis entgegengebracht haben. „Planer und Durchführende geben stets ihr Möglichstes, die Beeinträchtigungen so kurz und gering wie möglich zu halten. In diesem Fall hat dies gar zu einer zweiwöchigen Verkürzung der Bauzeit geführt“, so Pegel.

Bund zahlt 21 Millionen Euro für Sanierung

Begonnen wurden die Arbeiten im vergangenen Jahr in Richtung Rostock, dann sind sie auf die Gegenfahrbahn gewechselt. Die Kosten für die gesamte Maßnahme liegen bei knapp 21 Millionen Euro. Bezahlt werden sie vom Bund.

Bevor die Arbeiten auf der A 20 begonnen wurden, war bereits die Abfahrt von der A 14 auf die A 20 in Richtung Lübeck monatelang gesperrt. Die sogenannte Verbindungsrampe musste erneuert werden. Sie hatte sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt, weil sie zu eng und die Einfädelspur zu kurz geraten war. Deshalb wurde der Radius der Auf- und Abfahrt vergrößert, das heißt, die Trasse verbreitert. Außerdem wurde die Beschleunigungsspur um rund 90 Meter verlängert.

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Von Michaela Krohn

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