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Wismar Vergewaltiger von Wismar gefasst: 19-Jähriger aus der Region sitzt in Haft
Mecklenburg Wismar Vergewaltiger von Wismar gefasst: 19-Jähriger aus der Region sitzt in Haft
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16:42 04.07.2019
Auf diesem Parkplatz des Real-Marktes in Kritzow bei Wismar wartete der Vergewaltiger am Freitag auf sein Opfer. Quelle: OZ
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Wismar

Die Vergewaltigung von Wismar ist offenbar aufgeklärt: Ein 19-Jähriger aus Nordwestmecklenburg soll der Täter sein. Er ist am heutigen Donnerstag verhaftet worden. Nach dem Tatverdächtigen ist mit einem Phantombild gefahndet worden. Zudem gab es laut Staatsanwaltschaft einen erfolgreichen Hinweis aus der Bevölkerung, woraufhin vom Verdächtigen eine DNA-Probe entnommen wurde. Die hat mit den Spuren, die beim Opfer gefunden wurden, übereingestimmt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin ist dann am Mittwoch der Haftbefehl gegen den jungen Mann wegen des Verdachts der Vergewaltigung, gefährlichen Körperverletzung und räuberischer Erpressung erlassen worden.

Auf diesem Parkplatz des Real-Marktes in Kritzow bei Wismar wartete der Vergewaltiger am Freitag auf sein Opfer. Quelle: Michaela Krohn

Mann soll 50-jährige Frau am Autobahnkreuz bei Wismar missbraucht haben

Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, am 5. April gegen 21 Uhr auf dem Parkplatz des Real-Marktes in Kritzow eine 50 Jahre alte Frau gezwungen zu haben, mit ihm in ihrem Auto in einen abgelegenen Wirtschaftsweg nahe des Autobahnkreuzes Wismar A 14/A 20 zu fahren. Dort soll er die Frau unter Anwendung massiver Gewalt vergewaltigt haben. Anschließend soll er mit dem Fahrzeug der Geschädigten nach Wismar zurückgefahren sein. Bevor er aus dem Auto ausstieg und zu Fuß flüchtete, soll er sein Opfer gezwungen haben, ihm auch noch ihr Bargeld zu geben.

Die Polizei hatte kurz nach dem Vorfall zunächst keine Täterbeschreibung herausgegeben, sondern nur nach möglichen Zeugen gesucht, die in der Gegend etwas Verdächtiges beobachtet haben könnten. Das soll daran gelegen haben, dass das Opfer extrem unter Schock stand und zunächst keine Angaben machen konnte. Um die Frau nicht noch mehr zu belasten, sollte deshalb kein weiterer Druck aufgebaut werden.

Seit dem 10. April ist nach dem Verdächtigen mit einem Phantombild gefahndet worden. Das ist in den sozialen Medien Tausende Male geteilt worden.

Der Gesuchte ist vom Opfer als sehr schlank und etwa 1,75 Meter groß beschrieben worden. Er habe kurze blonde Haare, in der Stirn bis zu den Augenbrauen reichend und soll während der Tat eine schwarze Jacke mit weißen Streifen, eine dazu passende schwarze Hose und helle Schuhe getragen haben.

Nach der Veröffentlichung des Phantombildes sind dann mehrere Hinweise bei der Polizei eingegangen – und ein Tipp ist entscheidend gewesen. Der Ermittlungserfolg beruht laut Staatsanwalt Schwerin aber neben dem Hinweis aus der Bevölkerung auch auf der umfangreichen und intensiven Arbeit der zuständigen Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin.

Wann es zur Anklage kommt, ist im Moment unklar. Laut Claudia Lange von der zuständigen Staatsanwaltschaft Schwerin, befinde sich der Fall noch im Ermittlungsverfahren. Für einen möglichen Prozess müsste noch aufgrund des Alters des Verdächtigen geklärt werden, ob das Jugendstrafrecht oder das Erwachsenenstrafrecht angewendet wird und ob bei dem Verdächtigen schädliche Neigungen bestehen. Im Höchstfall wäre beim Jugendstrafrecht eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren möglich.

Mehr Infos:

Vergewaltigung bei Wismar: Polizei bekommt 50 Hinweise

Nach Vergewaltigung: Polizei arbeitet an Phantombild

Kerstin Schröder

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