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Wismar Vier Rückraumspielerinnen verlassen die TSG Wismar
Mecklenburg Wismar Vier Rückraumspielerinnen verlassen die TSG Wismar
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00:00 08.05.2014
Hat sich für Liga-Konkurrent Grün-Weiß Schwerin entschieden: Christin Wolter. Fotos (4): wismarfoto
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Wismar

Die Handballerinnen der TSG Wismar bestreiten am Sonnabend ihr letztes Punktspiel der Saison. Vor dem Anwurf um 17 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße gegen den TSC Berlin werden einige Spielerinnen verabschiedet.

Mit Liudmila Yermachek verlässt eine große Dame des Wismarer Handballs die große Bühne. Hunderte Tore hat die 38-jährige Rückraumspielerin für die TSG geworfen. Nie war eine Spielerin in Wismar dermaßen abgezockt vom Siebenmeterpunkt, nur wenigen Spielerinnen ist es vergönnt, ihre Mitspielerinnen am Kreis mit derart gekonnten Pässen zu versorgen. „Ich hatte eine sehr gute Zeit in Wismar“, sagte „Luda“ im Gespräch mit der OZ in dieser Woche. Im Jahr 2005 heuerte die frühere weißrussische Nationalspielerin bei der TSG an.

Während Liudmila Yermachek ihre Karriere beendet, wechseln andere Spielerinnen den Verein. Linkshänderin Christin Wolter wechselt zu Ligakonkurrent Schwerin. Drei Vereine wollten die Rückraumspielerin haben, auch die TSG, Schwerin hat das Rennen gemacht.

Noch überraschender ist der sehr wahrscheinliche Weggang von Julia Weng. Sie kam vor der Saison aus Schwerin und war die Nummer 1 im linken Rückraum. Auch wenn die 24-Jährige nicht voll überzeugen konnte, geht mit ihr eine Stammspielerin — Rostock ist im Gespräch.

Verlassen wird die TSG auch Maria Wurlitzer. Die Rückraumspielerin, inzwischen mit Nachwuchstrainer Philipp Heidmann liiert, war vor zwei Jahren aus Rostock gekommen. Die Erwartungen konnte sie nicht erfüllen, ein Angebot vom Verein lag nicht vor. Sie wird wohl wieder nach Rostock zurückkehren. Dorthin wechselt wahrscheinlich auch Heidmann, der erst vor wenigen Tagen Wismar den Rücken gekehrt hat.

Ein Fragezeichen steht hinter Torhüterin Stefanie Praetzel. Einen Vertrag für die erste Mannschaft wird sie wohl nicht bekommen, ein Verbleib im Verein ist ebenso denkbar wie ein Wechsel.

Auf der Seite der Neuzugänge sieht es weniger üppig aus. Sicher ist, dass Torhüterin Antje Borkowski von Zweitligist SHG Rosengarten wieder nach Wismar kommt. Von 2005 bis 2012 spielte sie bereits für die TSG. Zusammen mit Justine Steiner, die eine sehr positive Entwicklung genommen hat, wird sie ein starkes Duo bilden.

Erfreulich ist, dass Vivien Erdmann von Grün-Weiß Schwerin nach Wismar wechselt. Die Rückraumspielerin hat zuletzt gegen Wismar ihre Gefährlichkeit unter Beweis gestellt und ist stärker einzuschätzen als Julia Weng.

Im Gespräch ist zudem eine 19-jährige Nachwuchsspielerin von einem Bundesligisten, die Außen und Rückraum spielen kann. Bei ihr und Erdmann sollen die Vertragsunterzeichnungen unmittelbar bevorstehen.

Ob es weitere Zugänge geben wird, ist derzeit noch offen. Versucht wird offenbar, noch eine Spielerin für den rechten Rückraum zu verpflichten, Rechtsaußen soll eine Nachwuchsspielerin aus dem Verein die Nummer zwei hinter Sally Topp werden.

Fakt ist: Vier Rückraumspielerinnen verlassen die TSG, zwei Neuzugänge für diese zentralen Positionen sind so gut wie sicher. Der Handlungsbedarf ist unübersehbar, will die TSG nicht ins Mittelmaß

der 3. Liga abrutschen. Übersehen werden darf nicht, dass Eva-Maria Kollecker, die im mittleren Rückraum eine starke Saison spielt, durch ihre Polizeieinsätze auch in der neuen Saison einige Male nicht zur Verfügung stehen wird. Für Liudmila Yermachek ist klar: „Die TSG braucht noch einen Rückraumshooter. Nur mit Kontertoren wird das nichts.“

Die Zeit drängt, fast alle Vereine haben ihre Spielerinnen inzwischen gebunden. TSG-Präsident Maik Dittberner: „Es laufen noch Gespräche mit möglichen Neuzugängen. Da wird noch was kommen.“ Der Kader für die neue Saison soll 18 Spielerinnen umfassen, darunter auch Nachwuchsakteure aus den eigenen Reihen.

Trainersuche bei II. Frauen und A-Jugend
Die II. Frauen der TSG Wismar sind Landesmeister und Pokalsieger von MV (1. Runde um den DHB-Pokal am 6./7. September). Sie hätten in die Ostsee-Spree-Liga aufsteigen können, doch die Mannschaft hat nach Angaben von TSG-Abteilungsleiterin Antje Wigger mehrheitlich entschieden, weiter in der MV-Liga zu spielen. Wer nach dem Rückzug von Diana Sperling Trainer wird, ist noch offen.



Eine weibliche A-Jugend wird es wieder geben — und das in der Ostsee- Spree-Liga. Eigentlich wollte und sollte Philipp Heidmann die Mannschaft, hat sich aber kurz vor Meldeschluss anders entschieden. Ein Trainer wird gesucht. Die B-Jugend (Jörn Harder) und C-Jugend (René Funk) spielen beide in der MV-Oberliga. Ein Trainer für die D1-Mädchen wird ebenfalls noch gesucht, die D2-Mädchen trainieren Anja Kleemann und Anne Petzel.



Die Männer werden von Maik Robitt und Brigitte Franz betreut, ebenso die A-Jugend. Eine B-Jugend gibt es nicht. Trainer der C-Jungen sind wieder Christel Wegner und Axel Freudenberg, Trainerin der D-Jungen wird Britta Damjonat.



Heiko Hoffmann

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