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Wismar Auge in Auge mit Boa Sunny und Vogelspinne Erika
Mecklenburg Wismar Auge in Auge mit Boa Sunny und Vogelspinne Erika
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12:54 10.03.2019
Mit der Boa Sunny war Tierpfleger Thomas Maatz der Hingucker. Das Tier durfte auch gestreichelt werden. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

„Nicht vorne streicheln, da hat die Vogelspinne ihre Augen!“ Tierpfleger Thomas Maatz passte auf seine „Erika“ auf. „Das ist hier eine Crashtherapie gegen Spinnenangst“, ließ er die umstehenden Gäste schmunzeln. Manch einer ging gleich einen Schritt zurück beim Blick auf die haarige Vogelspinne. Andere trauten sich. Auch Pia Ströhl (9) aus Wismar war mutig und hatte das Tier auf den Händen. „War gut, aber ich hatte auch etwas Angst“, gab das Mädchen zu. „Die macht nichts, Erika war eine Therapiespinne“, erzählte Tierpfleger Maatz weiter über das 15-jährige Exemplar.

Die Reptilien- und Insektenschau am Wochenende in der Wismarer Markthalle lockte zahlreiche Gäste. Die Tiere konnten in den Terrarien beobachtet werden, einige durften die Gäste sogar anfassen.

Aufklären statt „Igitt“

Die Schau mit Reptilien und Insekten lockte am Wochenende viele Gäste in die Wismarer Markthalle am Alten Hafen. In den Terrarien waren die verschiedensten Tiere ausgestellt. Der grüne Baumpython häutete sich vor den Augen der Gäste. Die riesigen Schildkröten waren ganz schön schnell in ihrem Gehege unterwegs und machten spannende Geräusche.

„Ihhh“ – wenn er das hörte, mischte sich Tierpfleger Maatz sofort ein. „Angst und Ekel vor solchen Tieren sind anerzogen. Es muss nur einer im Raum ,igitt’ sagen und schon prägt sich das bei Kindern ein“, kommentierte er und freute sich über die mutige Pia. „Nun kannst du mit dem Foto allen in der Schule zeigen, wie mutig du warst!“ Und Angst vor Spinnen, Schlangen und Co. ist sowieso unsinnig. „Aber Respekt vor den Tieren. Und lieber eine Spinne im Haus als zu viele Fliegen.“

Auf Tuchfühlung mit Leguan Leo

Leguan Leo war einer der Hingucker. Das große Tier ist zwölf Jahre alt und stammt aus einer deutschen Nachzucht, ursprünglich sind die Tiere in Costa Rica beheimatet. „Leo ist von klein auf bei mir und ganz entspannt“, erzählte Thomas Maatz. Bei wild lebenden Leguanen sollte man (wie bei anderen Wildtieren auch!) respektvollen Abstand halten. „Die schlagen mit dem Schwanz und können ganz schön beißen. Und als Baumkletterer können sie auch gut springen“, klärte Maatz auf. Sein Leo war tiefenentspannt.

Leni (5) und Doreen Linde aus der Nähe von Berlin ließen sich gerne mit Leguan Leo fotografieren. Quelle: Nicole Hollatz

Viele ließen sich gegen einen Obolus mit dem Leguan fotografieren. So auch Leni (5) und Doreen Linde, die gerade eine Mutter-Kind-Kur auf Poel machen. „Leni ist totaler Reptilienfan“, freute sich die Mama, „schön, dass man die Tiere anfassen kann.“ Lenis Kommentar dazu? „Fühlte sich hart an.“

Boa Sunny frisst nur alle paar Monate

Ralf Herrmann war mit Sohn Maik-Ole (14) extra aus Schwerin zur Schau nach Wismar gekommen. Maik-Ole ließ sich die Boa constrictor namens Sunny um die Schultern legen. Ein Reptilienfan, Maik-Ole würde gerne Tierpfleger werden. „Sunny ist eine Sunglowhead Albino“, erklärte Pfleger Maatz. Nur eine von 1000 Boas wird als Albino geboren. Er lachte, als sich das Tier um seine Schultern schlängelte. „Ich bekomme gerade eine kräftige Nackenmassage.“ Boas erdrücken ihre Beute, um sie dann im Ganzen zu verspeisen. Spannend, was er über das Tier erzählen konnte. Sunny verputzt gerne Zwergkaninchen. Die Mahlzeit hält dann aber auch zwei, drei Monate vor.

Manch ein Tier war sofort zu entdecken, für andere brauchte der Besucher Geduld. Der Moosfrosch wurde im Terrarium zum Suchspiel. Kein Wunder, er sieht aus wie ein mit Moos bewachsener Stein. „Ich find den nicht“, sagte Lucas Schröder (7). Umso mehr freute er sich über das bunte Chamäleon mit seinen extrem beweglichen Augen. „Das wollte ich schon immer mal richtig sehen!“

Familie Maatz tourt mit der Ausstellung seit Jahren durch Deutschland. Über 200 Exoten werden gezeigt, zahlreiche Insekten und Tiere bis hin zum „Flugdrachen“ waren als Präparate hinter Glas zu sehen.

Nicole Hollatz

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