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Wismar Wismarer Drachenbootrennen: Alle in einem Boot
Mecklenburg Wismar Wismarer Drachenbootrennen: Alle in einem Boot
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15:22 16.06.2019
Bei den Männern und Frauen vom Team MV-Werften sieht man den kraftvollen Einsatz. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

Drachenbootrennen und Segelregatten am Samstag, Stand-Up-Paddeln und Opti-Panic-Race am Sonntag: die Hafentagen waren ziemlich sportlich! Höhepunkt war das Drachenbootrennen mit 12 Firmenmannschaften, die Training und Rennen als teambildende Maßnahme, Firmensport und Freizeitspaß mit den Kollegen nutzten.

Drachenbootrennen, Segeln, Stand-Up-Paddeln: bei den Wismarer Hafentagen geht es sportlich zu. Der Spaß steht im Vordergrund, wenn Erwachsene sich beispielsweise in die kleinen Optis quetschen.

Action beim Drachenbootrennen

„Ich hoffe jetzt schon, dass war das nächstes Jahr wieder machen!“, kommentierte Ulrike Roggenthin. Die Pflegekraft in den Wismarer Seniorenheimen hatte als Trommlerin im Team „Pflege-Flotte“ eine wichtige Aufgabe: für den richtigen Takt sorgen. Denn nur wenn der stimmt, kommt man gut voran.

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„Das war ja unser erstes Jahr, wir haben nur sechsmal vorher trainiert und hatten viel Spaß dabei“, lachte sie. Auch Tim Langenbuch war mit seinem Team aus der Sonnen-Apotheke erstmals dabei. „Das schweißt zusammen, wenn alle in einem Boot sitzen. Man sagt das so immer, aber das stimmt auch!“

Nur noch Teams aus Wismar und Poel

12 Teams waren in diesem Jahr beim Drachenbootrennen dabei. Interesse hatten weit mehr, aber mehr geht nicht. „Wir nehmen nur noch Teams aus Wismar und von der Insel Poel, die sind ja eingemeindet für den Zweck“, erzählte Organisator und Trainer Jan Krause. Anmeldungen hatte er aus Schwerin oder Boizenburg beispielsweise, darunter auch Profis.

Doch darum geht es bei diesem Rennen nicht wirklich. Kollegen Wismarer Firmen bilden die Mannschaften mit je 20 Paddlern und einem Trommler, nur das Team vom Wismarer EVB durfte, so Krause, nur 18 Mann an Bord haben wegen zu starker Oberarme und Unterbäuche.

Sieger wurde übrigens das Team von Schottel, zweite die Egger-Mannschaft und dritte das Team der Firma Krebs. Den Pokal für die beste Frauenmannschaft bekam das Team des Poeler SV mit der Bürgermeisterin von Poel, Gabriele Richter, an Bord. Den Pokal hatte Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack gestiftet für Teams mit mindestens 11 Frauen.

Wettsegeln für Promis

Erstmals fand die Prominenten-Regatta statt, unter den angemeldeten Mitseglern in den kleinen Dyas als Zweimann-Kielboote waren Bürgermeister Thomas Beyer, Tilo Gundlack und Landrätin Kerstin Weiss.

Moderator Norbert Bosse stichelte von der Bühne am Baumhaus runter: „Der Bürgermeister traut sich nicht, die Landrätin muss es wieder richten!“ Beyer hatte die Segelpartie abgesagt, taufte aber vor Ort das dritte Kielboot des Akademischen Segelvereins. Mit dem waren dann jeweils zwei Promis und ein erfahrener Segler für die Sicherheit unterwegs.

Zwischen bösen Sprüchen (“Schwimmen wird doch hier jeder können“), dem bangen Blick aufs Regenradar und der Hoffnung, erfahrene Segler ins eigene Boot zu bekommen bereiteten sich die Teams auf die Regatta vor. Nur der Wind wollte nicht mitmachen, es war eher ein Dümpeln als anständiges Segeln.

Bei der „Nudelpottregatta“ um das „blaue Band“ siegte Lars Schöppner, der angesichts des wenigen Windes am Samstag auf die Crew als unnötigen Ballast verzichtete.

Keine Panik im Opti

„Opti-Panic-Race“: wenn Erwachsene sich in den eigentlich für Kinder und Jugendliche gebauten „Opti“ quetschen, wird es nass für den Segler und lustig für die Zuschauer. 24 Teilnehmer sorgten in den Minibooten am Sonntag für Aufsehen.

„Schön wäre, wenn uns jemand erklären würde, was da passiert“, hoffte Thomas Münch aus der Nähe von Schwerin auf Moderation. Er hatte aber Glück, ein Segler neben ihm erklärte das spannende Prozedere vor dem Startpfiff. Jeder Segler versucht eine möglichst gute Startposition zu bekommen, sollte dabei nicht in den Windschatten gelangen und beim Startschuss nicht über die imaginäre Startlinie kommen.

Gleich vorne im Hafenbecken versuchten insgesamt 16 Sportler, beim Stand-Up-Paddeln schnell vorwärts zu kommen und gleichzeitig das Bad im Hafenbecken zu vermeiden. Das ging nicht immer, die „Boards“ sind ziemlich wacklig!

Nicole Hollatz

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