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Wismar Wie kann der Busverkehr in Wismar besser werden?
Mecklenburg Wismar Wie kann der Busverkehr in Wismar besser werden?
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17:16 10.07.2019
Regelmäßige und neue Fahrgäste informieren sich, wie der Busverkehr in Wismar und Umgebung verbessert werden kann. Quelle: Haike Werfel
Wismar

Sie nutzt regelmäßig den Bus der Linie 2, sagt Gisela Bannier, die am Friedenshof wohnt. Nach dem neuen Nahverkehrskonzept soll der Bus alle 15 Minuten fahren. Das freut die 52-Jährige. „Dann gibt es keine langen Wartezeiten mehr“, erklärt ihr Tino Waldraff gestern am Info-Stand zum Busverkehr am Markt. „Schön wäre auch, wenn ich am Wochenende um 22 Uhr zum Zug komme“, äußert die Wismarerin. Dieser Wunsch wird laut Waldraff mit der Spätlinie in Erfüllung gehen.

Der Sachgebietsleiter ÖPNV beim Landkreis Nordwestmecklenburg erläutert gemeinsam mit Kollegin Carolin Koch und drei Mitarbeitern vom kreiseigenen Busunternehmen Nahbus, was sich nach der Potenzialanalyse im Busverkehr in der Hansestadt und im Umland alles verbessern soll. In den ersten drei Stunden sind schon rund 40 Interessierte dagewesen, haben Fragen gestellt, Anregungen und Wünsche geäußert. Und sich an der Bürgerbeteiligung zum neuen Konzept beteiligt, das heißt Fragen beantwortet.

„Wir führen ein Gespräch nach dem anderen“, sagt Waldraff. „Hauptsächlich gibt es Fragen zu den Linien 1 und 2.“ Eine ältere Dame, Musikliebhaberin aus Wismar-Süd, hofft, dass sie künftig wieder Konzerte im Rathaus und im Theater besuchen kann. „Auch wenn ich in Gägelow eingeladen bin, muss ich mich früh verabschieden, weil um 18.30 Uhr der letzte Bus vom Marktplatz fährt“, beklagt sie. Das Problem nimmt Sirko Brauer, Fahrplantechnologe bei Nahbus, mit zur Prüfung.

Auch die Umstiegszeiten sind ein Thema, je nach Haltestelle oder am ZOB sollen sie von zwei bis zu 15 Minuten dauern. „Fahrgäste, für die es eng werden könnte, sagen dem Busfahrer beim Einsteigen, an welcher Haltestelle sie umsteigen müssen. Der funkt seinen Kollegen an, damit er wartet“, erläutert Sirko Brauer, der als Busfahrer in Wismar des Öfteren einspringt.

Seine Kollegin Marianne Clörs klärt Wismarer Fahrgäste auf, dass sie auch in Busse von außerhalb steigen können, beispielsweise am Klußer Damm in die Linie 130, die aus Gadebusch kommt. „Viele reagieren erstaunt, das hätten sie noch nicht gewusst.“

Fritz Rieck erkundigt sich als potenzieller Neukunde nach den Buslinien, die für ihn infrage kommen, wenn er zum Burgwall oder zur Lübschen Burg fahren möchte. „Ein Ringbus wie früher wäre schön“, sagt der Rentner. „Wir haben zwei Linien, die im Ring fahren“, erläutert Marianne Clörs. „Von Wendorf die Linie 1, von der Gartenstadt die Linie 2.“

Fahrgäste aus den Umlandgemeinden steuern ebenfalls den Info-Stand an. „Die Hauptlinien kennen sie in der Regel, aber mit dem Anrufbus hapert’s“, erzählt Marianne Clörs. Einer älteren Dame aus Hof Redentin erklärt sie, den Anrufbus zu bestellen, der bringt sie zur Haltestelle in Fischkaten. Von dort verkehren zwei Linien: die 4 und die 230, die von Poel kommt.

Mit dem neuen Jahr wird Nahbus eine Handy-App anbieten. Sie zeigt dem Fahrgast, nachdem er die Zielhaltestelle eingegeben hat, die günstigste Buslinie an. Per App kann er dann auch den Anrufbus bestellen. Zudem soll es in Wismar die ersten Echtzeitanzeigetafeln an den wichtigsten Haltestellen geben, kündigt Tino Waldraff an, beispielsweise am ZOB, Burgwall, an der Bürgermeister-Haupt- und Lilo-Herrmann-Straße.

Auch heute gibt es den Info-Stand zum Busverkehr am Markt von 9 bis 15 Uhr. Hinweise und Anregungen sind bis zum 31. Juli an den Landkreis möglich (Stichwort: Öffentlichkeitsbeteiligung ÖPNV, Postfach 1565, 23958 Wismar, per E-Mail an t.waldraff@nordwestmecklenburg.de oder per Fragebögen. Sie liegen am ZOB, im Rathaus beim Pförtner und in der Kreisverwaltung, Rostocker Straße 76 aus und stehen im Internet unter https://www.nordwestmecklenburg.de/de/buergerumfrage-oepnv-jn.html).

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