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Wismar Winterdienst im Landkreis ist gewappnet
Mecklenburg Wismar Winterdienst im Landkreis ist gewappnet
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00:00 24.11.2017
Der Bauhof der Stadt Grevesmühlen hat jetzt ein 36-Tonnen-Silo.
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Wismar/Grevesmühlen

Der Winterdienst hat sich für die kalte Jahreszeit vorbereitet. Für den A 20-Streckenabschnitt von Neukloster im Osten bis zur Landesgrenze im Westen sowie die Teilstrecke der A 14 bis zur Anschlussstrelle Schwerin Nord ist die Autobahnmeisterei Upahl zuständig. Das entspricht rund 200 Kilometern Arbeitsfläche „Dafür stehen zehn Lkw mit Streuern und Räumschildern bereit“, sagt Burkhard Kohn, Dezernent beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Im Winterdienst würden 30 Straßenwärter plus zwei Saisonkräfte im Einsatz sein. Mehr als 2000 Tonnen Streusalz würden in einer Winterdienstperiode verbraucht, in der die Autobahnmeisterei zuletzt bis zu 120 Mal ausrückte. „Die Autobahnmeisterei ist rund um die Uhr einsatzbereit“, so Kohn. Mit einem neuen Silo hat sich der Bauhof der Stadt Grevesmühlen für den anstehenden Winterdienst gewappnet. In dem elf Meter hohen Reservoir soll künftig das Streusalz gelagert werden.

Autobahnmeisterei Upahl betreut 200 Kilometer / Grevesmühlens Bauhof rüstet auf

Insgesamt 36 Tonnen fasst es. „Eine saubere Angelegenheit“, meint Manuela Harder, Leiterin des Bauhofes. Denn zuletzt wurde das Streugut in der eigentlichen Fahrzeughalle aufbewahrt. „Das hat für Korrosion an den Fahrzeugen gesorgt“, erzählt die 50-Jährige. Deshalb sei sie froh, dass es nun mit der Anschaffung des Silos geklappt hat. Die Stadt hat dafür 20860 Euro investiert.

Für den Grevesmühlener Bauhof soll das Silo nicht die einzige Neuanschaffung für den Winterdienst bleiben. Schon in der kommenden Woche könnte ein neuer Feuchtsalzstreuer in den Grünen Weg geliefert werden, der als Aufbau auf Multicars installiert wird. „Eine alte Maschine wird ausgetauscht“, erklärt Harder. Insgesamt besitzt der Bauhof derzeit zwei solcher Fahrzeuge. Hinzu kommen zwei Kleintraktoren sowie drei Teams, die die Gehwege und öffentlichen Einrichtungen per Hand mit Schneeschieber und Streusalz sichern. „Vom 15. November bis 15. März herrscht bei uns Winterdienstbereitschaft“, sagt Harder. In diesem Zeitraum ist stets ein Mitarbeiter eingeteilt, der nachts um 3.30 Uhr die Wetter- und Straßenbedingungen überwacht. Im Ernstfall ruft er die weiteren Mitarbeiter zusammen. Noch habe es aber keinen Winterdiensteinsatz gegeben.

Zuständig ist der Grevesmühlener Bauhof für die Gemeindestraßen im städtischen Bereich. Das betrifft 13 Ortsteile – von Barendorf bis Gostorf und von Santow bis Büttlingen. Dafür sind 50 Tonnen Salz eingelagert worden. Im Vorjahr zählte Harder 15 Winterdiensteinsätze. „Wir hatten seit 2010 keinen starken Winter mehr. Statistisch gesehen sind wir mal wieder dran. Deshalb sollten wir gewappnet sein“, meint sie. Die Kreisstraßenmeisterei in Grevesmühlen hat bereits erste Winterdiensteinsätze absolviert. Insgesamt 20 Mitarbeiter sorgen hier für freie und weitgehend rutschfeste Fahrbahnen.

„Unsere Aufgabe ist es, den Verkehr aufrecht zu erhalten und die Verkehrsteilnehmer zu schützen“, sagt Kreisstraßenmeister Marko Wulff. Und das passiert freiwillig, wie er betont. „Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch darauf, dass die Straßen geräumt werden“, betont der 52-Jährige. Dennoch gebe es immer wieder Kritik am Winterdienst. Dabei sei das eigentliche Aufgabengebiet der Straßenwärter während des Winters die Pflege von Grünflächen und Seitenstreifen.

Im Dienst ist die Kreisstraßenmeisterei ausschließlich auf den Kreisstraßen außerhalb der Ortschaften. „Das sind 380 Kilometer plus 50 Kilometer Radweg“, erklärt Wulff. Zusätzlich übernimmt die Straßenmeisterei etwa 80 Kilometer Durchfahrtsstraßen. In den Ortschaften sind die Gemeinden verpflichtet zu räumen. „Doch teils wurden wir von den Kommunen beauftragt“, sagt Wulff. Für den bevorstehenden Winter sind rund 500 Tonnen Streusalz eingelagert.

Die knapp ein Dutzend Fahrzeuge der Kreisstraßenmeisterei werden jeden Abend vorsorglich auf Winterdienst umgerüstet. Kranvorrichtungen oder Mähwerk weichen dann Streuautomaten, Schiebeschild oder Schneeschleuder und -fräse. „Die Einsatzplanung beruht auf der Wettervorhersage“, erklärt Wulff. Dafür steht die Kreisstraßenmeisterei in Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Potsdam.

Unterstützung bekommen die Straßenwärter derweil von Subunternehmen wie der GER Umweltschutz GmbH oder regionalen Landwirten.

Winterdienst in MV

Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern 840 Frauen und Männer bei sieben Autobahn- und 24 Straßenmeistereien beschäftigt. Hinzu kommen mehrere Kreisstraßenmeistereien.

Sie betreuen 550 Kilometer Autobahnen, 1900 Kilometer Bundesstraßen, 3300 Kilometer Landesstraßen und 1200 Kilometer Kreisstraßen.

In den Hallen und Silos im Land sind etwa 36000 Tonnen Streusalz eingelagert. Die Autobahn- und Straßenmeistereien verfügen über 200 eigene Streu- und Räumfahrzeuge.

Daniel Heidmann

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