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Wismar Willkommen in Wismar: „Astoria“ legt im Hafen an
Mecklenburg Wismar Willkommen in Wismar: „Astoria“ legt im Hafen an
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16:15 25.04.2019
Das Kreuzfahrtschiff „Astoria“ hat am Donnerstagmorgen im Wismarer Hafen festgemacht. Es ist der erste Kreuzliner der Saison. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Es ist noch nicht ganz 7 Uhr, da legen Jan Neubauer und Marian Ziemer von der Wasserschutzpolizei Wismar mit dem Streifenboot „Walfisch“ vom Liegeplatz an der Stockholmer Straße ab. Sie wollen das erste Kreuzfahrtschiff, das in dieser Saison Wismar anläuft, zum Liegeplatz begleiten. Eigentlich sollte die knapp 160 Meter lange „Astoria“ erst gegen 8 Uhr einlaufen.

Sie ist jedoch früh dran und schon auf Höhe der Seebrücke, als der erste Sichtkontakt mit dem Streifenboot hergestellt wird. Für die beiden Polizeibeamten an Bord der „Walfisch“ nicht ungewöhnlich. „Die Schiffe können immer mal früher dran sein“, sagt Polizeiobermeister Marian Ziemer, der die Schicht am Morgen zusammen mit Polizeihauptkommissar Jan Neubauer extra eine halbe Stunde früher begonnen hat.

Kreuzfahrtschiff „Astoria“ läuft im Hafen Wismar ein

Weitere sieben Schiffe werden in Wismar erwartet

Insgesamt acht Kreuzfahrtschiffe werden bis Oktober in Wismar erwartet. Das ist etwas weniger als im vergangenen Jahr. 2018 haben in Wismar neun Kreuzfahrtschiffe mit rund 5000 Passagieren an Bord angelegt. Einige Anläufe waren wegen Wetterproblemen ausgefallen. Zum Vergleich: In Rostock-Warnemünde werden in diesem Jahr 199 Anläufe von Kreuzlinern erwartet.

Als die „Astoria“, die vielen noch unter dem Namen „Völkerfreundschaft“ bekannt ist, am Donnerstagmorgen in den Wismarer Hafen einläuft, könnte das Wetter nicht besser sein. 13 Grad, Sonnenschein und wenig Wind – beste Bedingungen, um problemlos im Hafen festzumachen. Hilfe gibt es dabei vom Schlepper „Fairplay VII“. Der hilft, das Schiff im Hafenbereich zu drehen.

Wasserschutzpolizei begleitet jedes Kreuzfahrtschiff in Hafen

Die Beamten der Wasserschutzpolizei begleiten übrigens jedes Kreuzfahrtschiff, das Wismar anläuft, bis zum Liegeplatz. „Wir sorgen für die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“, erklärt Marian Ziemer. Denn die Kreuzfahrtschiffe, die die Hansestadt anlaufen, kennen sich im Wismarer Hafen meistens nicht so gut aus wie Frachtschiffe, die die Hansestadt häufiger ansteuern.

Schiffegucken in Rostock, Wismar, Sassnitz und Stralsund: 47 Kreuzfahrtschiffe nehmen Kurs auf MV.

An diesem Morgen haben die beiden Beamten zunächst nicht allzu viel zu tun. Weder Sportboote noch andere Fahrgastschiffe oder Frachter sind zu dieser Zeit im oder neben dem Fahrwasser unterwegs. Bis sie ein im Seehafen liegendes Frachtschiff bemerken, das anscheinend verunreinigtes Wasser in den Hafen ablässt.

Beamte entdecken verdächtigen Frachter im Seehafen

Die „Walfisch“ fährt etwas dichter an den Frachter heran, um die bräunliche Flüssigkeit, die aus dem Schiff läuft, von Nahem anzuschauen. Polizeiobermeister Marian Ziemer ist das nicht ganz geheuer und er ruft einem Crew-Mitglied, das vom Frachter aus gerade das Einlaufen der „Astoria“ beobachtet, zu und fragt, was dort abgelassen wird. Angeblich sei es nur Wasser, mit dem der Frachtraum gereinigt wurde.

Weitere Kreuzfahrtanläufe in Wismar

5. Mai: „Astor“, 176 Meter, 8.30 bis 18 Uhr.

16. August: „Albatros“, 205 Meter, 12 bis 22 Uhr.

17. August: „Amadea“, 193 Meter, 15 Uhr, bis 18. August 9 Uhr.

28. August: „Deutschland“, 175 Meter, 16 bis 22 Uhr.

28. September: „Hebridean Sky“, 91 Meter, 8.30 Uhr bis 18 Uhr.

2. Oktober: „Amera“, 206 Meter, 16 bis 22 Uhr.

3. Oktober: „Marco Polo“, 176 Meter, 13.30 bis 20 Uhr.

Inzwischen hat die „Astoria“, die über Nacht aus dem britischen Poole kam, ihren Liegeplatz sicher erreicht und wird bis zum Abend in Wismar bleiben, bevor sie wieder nach Malmö ablegt. An der Kaikante legen Arbeiter die schweren Leinen um die Poller, das Schiff ist fest. Die Arbeit des Schleppers ist getan. Er dreht wieder ab. Die Kollegen der Bundespolizei warten schon am Liegeplatz. Sie sind unter anderem dafür zuständig, die Papiere der Schiffsbesatzung zu kontrollieren. Auch der Zoll kann dort Kontrollen durchführen.

Schwesterschiff der „Astoria“ kommt als nächstes nach Wismar

Auch für Jan Neubauer und Marian Ziemer ist der Einsatz zunächst beendet. Sie wollen aber noch mal zurück zu dem Frachtschiff, um zu prüfen, ob das Wasser, das in das Hafenbecken gelassen wurde, wirklich unbedenklich war.

Das nächste Kreuzfahrtschiff, das Wismar anläuft, ist das Schwesterschiff der „Astoria“, die „Astor“. Sie wird am 5. Mai gegen 8.30 Uhr im Alten Hafen anlegen.

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