Wismar: Corona im Sana-Klinikum, 42 Corona-Fälle in ganz Nordwestmecklenburg
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Wismar 42 neue Corona-Fälle am Dienstag in NWM: Mitarbeiter im Sana-Klinikum betroffen
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Wismar: Corona im Sana-Klinikum, 42 Corona-Fälle in ganz Nordwestmecklenburg

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18:27 17.11.2020
Auch eine Mitarbeiterin der Intensivstation des Sana-Klinikums wurde positiv auf Covid-19 getestet.
Auch eine Mitarbeiterin der Intensivstation des Sana-Klinikums wurde positiv auf Covid-19 getestet. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

Nach nur wenigen neuen Fällen in den letzten zwei Tagen erreichte die Anzahl der neu gemeldeten Fälle von Infektionen mit Covid-19 am Dienstag einen neuen Tageshöchstwert: 42 neue Fälle wurden im Landkreis Nordwestmecklenburg registriert, zwei weitere wurden an den Landkreis Rostock abgegeben. Die Sieben-Tages-Inzidenz, die zuletzt wieder gesunken war, schnellt damit nach erster Berechnung auf rund 73 hoch.

Etwa ein Viertel der Neuinfektionen sind Kontaktpersonen der Kategorie 1, die meist in einem Haushalt mit einer bereits infizierten Person leben.

Sieben Mitarbeiter im Sana-Klinikum positiv getestet

„Nachdem wir gestern bereits einen positiven Test bei einer Mitarbeiterin des Sana Hanse-Klinikums Wismar gemeldet hatten, wurden dort eine Reihe weiterer Tests durchgeführt. Fünf weitere Mitarbeiter des normalen Krankenhausbetriebs und eine zweite Mitarbeiterin der Intensivstation stellten sich dabei als positiv heraus, sowie drei Patienten, die im Zusammenhang mit der ersten positiv getesteten Patientin stehen“, heißt es aus der Kreisverwaltung am Dienstagabend.

Laut Sana-Klinikum sind damit insgesamt acht Patienten und sieben Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Klinikleitung hat vorsorgliche Testungen für rund 100 Mitarbeiter außerhalb der normalen Kontaktermittlung des Gesundheitsamtes angeordnet. Die medizinische Versorgung kann nach Einschätzung der Klinikleitung weiterhin sichergestellt werden.

Nordwestmecklenburg bleibt Risikogebiet. Quelle: OZ

Die betroffenen Patienten wurden auf die Covid-Station des Krankenhauses verlegt, wo damit wieder sieben Personen versorgt werden. Mittlerweile werden von diesen zwei beatmet. Die Mitarbeiter befinden sich inzwischen in häuslicher Quarantäne.

Klinik-Chef: Besuchsverbot war richtige Entscheidung

„Die Klinikleitung hatte sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt sehr schnell zu dieser Maßnahme entschlossen, nachdem Patienten positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Das bereits im Vorfeld ausgesprochene Besuchsverbot hat ebenfalls das Ziel, Ansteckungsrisiken zu minimieren. Wir lagen also absolut richtig mit unserer Einschätzung und Vorgehensweise, Besuche auf ein Minimum zu begrenzen, um Patienten, Mütter, Neugeborene und Mitarbeiter zu schützen“, so Klinik-Geschäftsführer Michael Jürgensen.

„Natürlich sehen wir auch die werdenden Väter, die Frau und Kind nicht so betreuen dürfen, wie es eigentlich erforderlich ist, aber letztendlich können wir nur durch stringentes Einhalten der Hygieneregeln den Klinikbetrieb aufrechterhalten, um – im schlimmsten Fall – nicht Gefahr zu laufen, das ganze Krankenhaus von der Versorgung abmelden zu müssen“, so Jürgensen abschließend.

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Medizinische Versorgung im Klinikum bleibe gesichert

Die medizinische Versorgung im Klinikum bleibe gesichert. Aufgrund der mit der Pandemie-Entwicklung verbundenen Personalsituation würden aber planbare Behandlungen und Eingriffe bis auf Weiteres – und soweit wie möglich – reduziert. Im Übrigen werden Notfälle über die Zentrale Notaufnahme (ZNA) weiter wie bisher aufgenommen und unter Beachtung der Corona-Vorgaben versorgt.

Von mikro