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Wismar Wismar: Kita Kraksel wird erweitert
Mecklenburg Wismar Wismar: Kita Kraksel wird erweitert
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22:06 31.05.2019
Karin und Siegfried Rath vor der Kita „Kraksel“ im Stadtteil Friedenshof Quelle: Kerstin Schröder
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Wismar

Kleine Windmühlen stehen auf dem Rasen. „Sie zeigen, wie groß der Anbau werden soll“, verrät Karin Rath. Die Leiterin der Kita „Kraksel“ und ihr Mann Siegfried haben sich der Kinderbetreuung verschrieben – mit Erfolg. Bereits im September 2017 haben sie einen Erweiterungsantrag für ihre Einrichtung gestellt, nun ist das Projekt endlich möglich. Am Freitag hat Landesbauminister Christian Pegel (SPD) einen Fördermittelbescheid übergeben – allerdings nicht an das Ehepaar direkt, sondern an Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Denn: „Private Träger dürfen wir aus diesem Fonds nicht fördern“, erklärt Pegel. Deshalb nimmt die Stadt das Geld stellvertretend entgegen und reicht es weiter. Das hat sie auch schon beim Neubau der Lansemann-Schule, der Reuter-Schule und dem Reuter-Hort getan.

Kita Kraksel wird erweitert

Die Fördermittel in Höhe von knapp 260 000 Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 425 000 Euro. Mit dem Geld bekommt die Kita im Stadtteil Friedenshof einen Anbau, der fast genauso groß ist wie der bereits existierende Teil. Er bietet Platz für einen Mehrzweckraum, Toiletten, eine Kinder- und Verteilerküche sowie einen Gruppen- und Nebenraum für weitere 15 Kinder. „Das WC ist barrierefrei“, berichtet Sven Jantzen von der zuständigen Firma MHB Architekten + Ingenieure. Wie er ergänzt, kann mit Übergabe der Fördermittel die Ausschreibung beginnen. Findet sich schnell eine Baufirma für das Projekt, soll der Start sofort erfolgen. „Hoffentlich ist das Mitte Juli der Fall“, so Jantzen. Denn geplant sei, dass der eingeschossige Bau Ende des Jahres fertig ist.

Der Anbau, der eine begrünte Dachterrasse und eine Holzverkleidung bekommen soll, ist für eine neue Naturgruppe geplant, die größtenteils draußen ihre Abenteuerlust und ihren Entdeckerdrang ausleben soll, berichtet Karin Rath. Auch eine Duschmöglichkeit wird vorhanden sein, falls die Kinder sich mal richtig dreckig machen. Für den Anbau haben sie und ihr Mann eine Fläche von der Stadt gekauft.

Bei der Fördermittelübergabe (v. l.): Bürgermeister Thomas Beyer, Kita-Leiterin Karin Rath, Landesbauminister Christian Pegel und Stadtpräsident Tilo Gundlack Quelle: Kerstin Schröder

Wie Bürgermeister Beyer bei der offiziellen Fördermittel-Übergabe angekündigt hat, soll nächste Woche die Vereinbarung mit dem Träger geschlossen werden. Das ist der Verein Menschenkinder. „Es ist gut, dass auch kleine Einrichtungen eine Förderung bekommen“, betont Beyer. Es sei keine so große Summe, die normalerweise ausgereicht werde, ergänzt Minister Pegel. Aber sie sei eine große Hilfe. Mit dem europäischen Geld sei es möglich, Sporthallen, Kitas und Schulen aufzufrischen. „Wir bezahlen damit aber auch eine Zeit lang Unruhe“, schmunzelt der Minister mit Blick auf den bevorstehenden Baustellenlärm. Aber das Ergebnis entschädige dafür und zumindest die Jungs würden erfahrungsgemäß begeistert vom Fenster aus zugucken, was auf der Baustelle passiert.

2007 hat Karin Rath die Kita als Privatperson eröffnet, 2014 ist der Verein gegründet worden. Zurzeit besuchen die Kita 27 Kinder – 18 gehen in den Kindergarten, der Rest in die Krippe. Der Name steht für: Kreativ, Aktiv und Selbst. Das Projekt von Karin Rath ist Idee, Herausforderung und Herzenswunsch zugleich gewesen – deshalb hat sie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Ihr Mann sei so gutmütig, dass er ihre Pläne immer unterstütze, betont Karin Rath. Auch er gehört dem Verein an. Außerdem hat er eine Fahrschule. „Und viele meiner Schüler bringen später ihre Kinder in die Kita“, erzählt er.

Kerstin Schröder

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