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Wismar Wismar: Maritimes Traditionszentrum wird Anfang April eröffnet
Mecklenburg Wismar Wismar: Maritimes Traditionszentrum wird Anfang April eröffnet
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15:01 26.03.2019
Traditionsschiffe wie hier die Kogge "Wissemara" und das neue maritime Traditionszentrum im Baumhaus sorgen für einen passenden Synergieeffekt. Quelle: (c) Hans-Joachim Zeigert • 2019
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Wismar

Noch ist die wuchtige Eingangstür des Baumhauses, flankiert von den beiden Schwedenköpfen, geschlossen. Doch ab dem 5. April ändert sich das: Denn am geschichtsträchtigen Ort, wo einst der „Bohmschlüter“ das Sagen hatte, befindet sich fortan ein Maritimes Traditionszentrum der in Wismar bekannten Fördervereine Poeler Kogge „Wissemara“, „Atalanta“ und „Marlen“ mit neuer Dauerausstellungsfunktion. Die Besucher dürfen sich sowohl an Werktagen, wie auch an den Wochenenden auf eine tägliche Öffnung von 11 bis 17 Uhr freuen. Zur Eröffnung geht es um 12 Uhr los. Zwei Euro zahlen Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Kinder von fünf bis 15 Jahren sind mit einem Euro dabei und alle noch jüngeren haben freien Zutritt.

Interesse wecken für die Seefahrt

Das Wecken von Neugier und Interesse an der Werft-, Hafen- und Hansestadt gerade für die Jüngsten sei eines der Grundanliegen des Ausstellungskonzeptes gewesen, betonte bereits im Vorfeld der Koggenvereinsvorsitzende Reinhart Kny. Sylvia König, seit Jahren Mitglied des Fördervereins „Poeler Kogge“ und jetzt Ausstellungsleiterin, sitzt bereits am modern gestalteten Empfangstresen. Über ihrem Kopf flimmern Bilder zur Ausstellungsthematik und Begrüßungstexte in Deutsch und Englisch. Auch Joachim Müller, Vorstandsmitglied und zuständig für das Gesamtprojekt, zeigt sich mit Blick auf das neue Umfeld sichtlich zufrieden: „Stress, ja den gab es immer mal, aber im positiven Sinne, weil die Fortschritte in der Ausstellung schnell zu sehen waren.“

Hanse, Kogge und Schoner spielen eine Rolle

Erster Besucherblickfang: der modern und symbolträchtig gestaltete Empfangstresen mit den Logos der Gastgeber des Baumhauses. Das gefällt auch den Koggenvereinsmitgliedern Sylvia König und Joachim Müller. Quelle: Hans-Joachim Zeigert

Vor nicht mal einem Jahr sah das alles noch ganz anders aus. Damals bestimmten noch Handwerker das Geschehen. Erst nach und nach nahm das gesamte Ausstellungskonzept in den einzelnen Räumen zu den Thematiken Hanse, Kogge, Schoner, Kutter und Schiffbau in Wismar Gestalt an. Es galt zunächst ein völlig neues Projekt zu konzipieren und letztendlich in die Praxis umzusetzen. „Dabei waren wir im Hinblick der Komplexität des Gesamtvorhabens noch nie zuvor so gefordert worden“, erinnert sich Müller. Dabei verwies er auf eine hilfreiche Unterstützung auf breitester Ebene. Die reichte vom Stadtarchiv über das Stadtgeschichtliche Museum „Schabbell“ bis hin zur Ausstattung mit Möbeln, Vitrinen, Multimediatechnik und Büchern. „Tatkräftige Hilfe erhielten wir auch durch Crewmitglieder.“

Der Besucher erhält die Möglichkeit, eigenständig per Touchdisplays und in Ergänzung zum Ausstellungsrundgang in ausgewählten Themenschwerpunkten zu „surfen“. „Wir hatten das Glück, dass verschiedene Vereinsmitglieder hochwertiges Bildmaterial, Textbeiträge und Grafiken dafür liefern konnten“, wollte Joachim Müller nicht unerwähnt lassen.

Hans-Joachim Zeigert

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