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Wismar Wismar: Rückkehrer auf der Suche nach Jobs
Mecklenburg Wismar Wismar: Rückkehrer auf der Suche nach Jobs
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17:14 27.12.2018
Die Stände in der Markt- und Eventhalle waren gut besucht. 37 Firmen haben sich dort präsentiert. Quelle: Kerstin Schröder
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Wismar

Von Ost nach West und wieder zurück: Elf Jahre hat Michael Wendt als Ausrüstungsmechaniker gearbeitet – für den Kunden Airbus. Die Woche über hat er dafür in Hamburg verbracht und seine Heimatstadt Wismar nur am Wochenende gesehen. Damit ist nun Schluss. Denn der 49-Jährige hat einen neuen Job gefunden. „Als Kraftwerker im Haffeld“, erzählt er. Es sei an der Zeit gewesen, zurückzukehren und das Pendeln sein zu lassen. Er sei froh, „hier Arbeit gefunden zu haben“.

Obwohl der Ausrüstungsmechaniker einen Job in Wismar sicher hat, war er am Donnerstag auch beim Rückkehrertag, um sich weitere Angebote anzuschauen. Und von denen gibt es in der Region eine Menge: Mit 300 offenen Stellen haben 37 Unternehmen aus der Privatwirtschaft und kommunale Einrichtungen in der Wismarer Markt- und Eventhalle um die Gunst der Messebesucher geworben. Und die haben an einigen Ständen Schlange gestanden – unter anderem bei MV Werften. „Ich hatte 80 bis 90 Interessenten in zwei Stunden“, berichtet Thorsten Schwertfeger von der MV Werften Fertigmodule GmbH. Die baut die Kabinen für die Kreuzfahrtschiffe. Auch am Nachbarstand haben sich viele Interessenten erkundigt – bei Björn Cleven, dem Personalchef von MV Werften. „Wir suchen IT-Spezialisten und erfahrene Bauleiter“, berichtet er. Cleven ist mit der Resonanz des Rückkehrertages zufrieden. Viele Männer hätten die Gespräche angefangen mit dem Satz: „Ich habe mal auf der Werft gearbeitet.“

37 Firmen haben 300 offene Stellen in Nordwestmecklenburg präsentiert. Das Interesse war groß.

Etwa 1000 Gäste haben die Messe, die der Landkreis Nordwestmecklenburg organisierte, besucht. Martin Kopp, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft, ist zufrieden: „Mit einem so großen Andrang haben wir nicht gerechnet.“ Doch das Datum – gleich nach den Weihnachtsfeiertagen – war geschickt ausgewählt. Viele ehemalige Mecklenburger sind dann in der alten Heimat, um die Familie zu besuchen – so wie die Geschwister Lars und Anja Steinhagen. Sie sind mit ihrem Vater zum Rückkehrertag gekommen. Er hätte es gerne, wenn seine Kinder wieder nach Wismar ziehen würden. Zurzeit haben sie Jobs in Hamburg und Nordrhein-Westfalen – in der Kommunalverwaltung und im höheren Verwaltungsdienst. Etwas Vergleichbares haben die Geschwister beim Rückkehrertag leider nicht gefunden.

Dirk Runow sucht nach einem Job in Wismar als Handwerker oder Lagerist. Zurzeit pendelt der 52-jährige Instandhaltungsmechaniker jeden Tag nach Rostock. Wie Landrätin Kerstin Weiss (SPD) berichtet, hätte der Kreis in der Zeit nach 1990 viele Fachkräfte verloren. „Damals war die Arbeitslosigkeit hoch und es fehlten attraktive Jobs. Heute ist die Lage eine völlig andere.“ Viele Arbeitnehmer würde gerne wieder nach Hause ziehen. Darauf hofft die Firma Wismarer Ostsee-Montage-Service. Sie sucht Servicemonteure und -techniker im Aufzugsbau für das zurzeit 15-köpfige Team. „Wir nehmen gerne auch Quereinsteiger aus anderen Berufen“, sagt Mitarbeiter Tobias Pawlowski. Die „aam“-Gruppe hat 16 Standorte in Deutschland, darunter Wismar. Der Personaldienstleiter vermittelt unter anderem IT-Mitarbeiter an die Lebensmittelbranche und in den Maschinen- und Anlagenbau. „Wichtig ist für uns die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unter anderem übernehmen wir die Kosten für die Kinderbetreuung“, berichtet Teamleiterin Steffanie Hermanns.

2019 wird es den zweiten Rückkehrertag geben.

Kerstin Schröder

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