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Wismar Wismar: Schulbegleiter können weitermachen
Mecklenburg Wismar Wismar: Schulbegleiter können weitermachen
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11:37 13.06.2019
Einige Schüler brauchen eine besondere Betreuung. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Wismar

Aufatmen bei Eltern und Schulwegbegleitern: Die Betreuung von Schülern durch Integrationshelfer ist auch weiterhin vertraglich gesichert. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. Die Felicitas gGmbH habe dem Landkreis in Gesprächen zugesichert, zu ihren Verpflichtungen zu stehen und auch im nächsten Schuljahr eine unterbrechungsfreie Betreuung mit Integrationshelfern sicherzustellen.

Die Felicitas gGmbH hatte das Arbeitsverhältnis mit 17 Integrationshelfern zum Schuljahresende gekündigt. Nach Gesprächen mit dem Landkreis habe sie sich aber dazu verpflichtet, den gleichen Helfern eine Fortführung des Arbeitsverhältnisses anzubieten. Der größte Teil der Mitarbeiter hat schon zugesagt. „Lediglich vier Mitarbeiter habe ich noch nicht erreichen können. Ich gehe jedoch davon aus, dass eine Verständigung hier noch in dieser Woche erfolgt“, sagt Wibeke Mantei, die Geschäftsführerin der Felicitas gGmbH. „Das ist eine positive Entwicklung, da nun vertraglich vereinbart werden soll, dass jedem Mitarbeiter ein konkreter Schüler zur Betreuung zugewiesen werden soll“, so Karla Krüger, 2. Stellvertreterin der Landrätin. Damit werde unter anderem der Sorge der Eltern, die sich in der vergangenen Woche mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt haben, Rechnung getragen.

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Mit Ende des Schuljahres laufen einige der zeitlich befristeten Maßnahmen der Gewährung eines Integrationshelfers aus. Rechtzeitig vor Schuljahresbeginn wird jedoch jeder Bedarf des einzelnen Schülers aktuell geprüft und neu festgestellt. Der Landkreis geht davon aus, dass wie in den Vorjahren die festgestellten und erhobenen Bedarfe weiter so bestätigt werden. „Die hierfür aufzuwendenden Mittel stehen im aktuellen Haushalt zur Verfügung“, erklärt Krüger. Es sei sichergestellt, „dass jedes Kind im Landkreis Nordwestmecklenburg die Hilfen erhält, die beantragt und fachlich geboten sind“.

Sven Günther, Schulleiter der Wismar Reuter-Schule, weist zudem die Aussage einer betroffenen Mutter als falsch zurück. Sie hatte im Artikel „21 Schulwegbegleiter gekündigt“ gesagt: „Mein Sohn stand kurz vor der Suspendierung. Nur durch den Integrationshelfer wurde der Schulbesuch weiterhin vom Direktor erlaubt." Laut Schulgesetz ist eine Suspendierung in der Grundschule nicht vorgesehen, erklärt Günther. Die Unterstützung durch einen Integrationshelfer zu beantragen, sei ein Hilfeersuchen von Schule, Lehrer und Eltern gewesen, weil das Kind und Lehrer Hilfe gebraucht hätten.

Mehr Infos:

Schock für Eltern in Wismar: 21 Schulbegleitern ist gekündigt worden

OZ

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