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Wismar Wismar: Schwimmer legen 742 Kilometer für den guten Zweck zurück
Mecklenburg Wismar Wismar: Schwimmer legen 742 Kilometer für den guten Zweck zurück
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16:57 26.05.2019
Engagieren sich gerne schwimmend: Matthias Kögel und Helena Warning. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

Von 8 bis 20 Uhr im Wasser für den guten Zweck: Beim 12-Stunden-Schwimmen für „Jedermann“ sind am Sonnabend 155 Menschen ins große Becken im Wonnemar gehüpft. 137 Einzelstarter und sechs Mannschaften mit klangvollen Namen wie „Die fünf jungen Delfininnen“, „Haubentaucher“ oder „Käpt’n Max und seine Mädels“ sind dort für den guten Zweck geschwommen. Das sind deutlich mehr Teilnehmer als im Vorjahr gewesen.

Zehn Cent Spende pro Doppelbahn

Für jede Doppelbahn gab es ein Kreuz. Quelle: Nicole Hollatz

Das 12-Stunden-Benefizschwimmen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Wismar ist Tradition. Neu in diesem Jahr: die Wonnemar-Stiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest verwandelten jeden geschwommenen Meter in eine Spende.

„Zum dritten Mal in Folge verbinden wir die beliebte Traditionsveranstaltung mit einem karitativen Zweck“, sagt Dana Gromoll von der DLRG Wismar. Sich selbst sportlich und mit Wettkampfstimmung etwas Gutes tun und auch andere davon profitieren lassen – das Benefizschwimmen lockt die Gäste auch von weiter her.

Mit 78 Helfern ist die DLRG am Start gewesen, um einerseits schwimmend für Meter zu sorgen, aber auch um am Beckenrand „Strichliste“ zu führen.  Genauer gesagt Kreuze für jede Doppelbahn.

„Immer, wenn der- oder diejenige wieder bei uns am Rand ankommt, machen wir ein Kreuz“, erklärt Dana Gromoll. Dann sind 50 Meter geschafft und zehn weitere Cent als Spendengeld erschwommen: „Das hört sich wenig an, aber die Masse macht es!“ Und die Masse ist gekommen und hat sich durchs Wasser gekämpft.

Pausen sind erlaubt gewesen

Mathias Kögel, Feuerwehrmann, ist auf der Bahn für die Schnellschwimmer unterwegs. „Alle 2000 Meter mache ich eine kleine Pause“, erzählt er bei einem solchen Zwischenstopp. 8000 Meter hat er da schon weg. Erstaunliche 20 050 Meter ist sein Endergebnis, das entspricht 802 Bahnen beziehungsweise 401 Doppelbahnen und damit einer Spendensumme von 40,10 Euro.

Familienmitglieder tauchen in Bestenliste auf

Familie Stendel aus Wismar hat fast 31 Kilometer zurückgelegt, die Familienmitglieder tauchen mehrfach in der Bestenliste auf. Vater Birger Stendel hat 11 500 Meter geschafft, Tochter Iven 12 000 Meter in der Altersklasse 11 bis 15 Jahre, ihr Bruder Haakon in der gleichen Altersklasse 10 550 Meter. Der jüngste Sohn Ragnar ist nach 1900 Metern im Ziel, sein größerer Bruder Connor in der gleichen Altersgruppe (bis 10 Jahre) nach 5700 Metern.

Fast 742 Kilometer sind zurückgelegt worden

Im Becken war ordentlich was los. Quelle: Nicole Hollatz

Rekordverdächtige 741 800 Meter beziehungsweise 29 672 Bahnen haben die Schwimmer innerhalb dieser 12 Stunden geschafft. Die Spendensumme von 1483,60 Euro ist, so Dana Gromoll, vergleichbar mit dem Vorjahr. „Das Geld wird für einen Benefizschwimmkurs für sozial benachteiligte Kinder in den Sommerferien verwendet. In den letzten beiden Jahren durften 40 Kinder an Schwimmkursen teilnehmen und entdeckten das tolle Element Wasser für sich“, erzählt sie.

Spontane Gäste

Recht spontan hat Markus Saliger mitgemacht. „Ich habe durch Zufall von der Aktion gelesen“, erzählt der 38-Jährige aus Groß Stieten. „Ich habe gerade meine Tochter im Schwimmkurs angemeldet“, ergänzt er. „Wir leben hier am Wasser, die Kinder sollten alle schwimmen lernen und können.“ Und nicht nur, wenn die Eltern sich den Besuch in der Schwimmhalle und -schule leisten können. „Ich arbeite selbst im sozialen Bereich und habe mit den Kindern zu tun, die dringend diese Chance haben sollten! Dafür schwimme ich gerne meine Bahnen“, betont Markus Saliger. 5000 Meter hat er geschafft!

Kräftige Schwimmer

Der Schwimmer mit den meisten Metern war Peter Herrmann, er schwamm 25,250 Kilometer! Jüngster Teilnehmer war Ragnar Stendel, der als Sechsjähriger 1900 Meter schwimmen kann! Als ältester Teilnehmer schwamm Günther Möhns mit seinen 79 Jahren 1650 Meter.

Die jeweils besten Schwimmer in den jeweiligen Altersklassen:

AK 1 (bis 10 Jahre): Sophie Schurtz (200 Meter) und Connor Stendel (5700 Meter).

AK 2 (11 bis 15 Jahre): Clara Jennerjahn (17 800 Meter) und Haakon Stendel (10 550 Meter).

AK 3 (16 bis 20 Jahre): Friederike Struppe (6450 Meter) und Jonathan Preuß (18 480 Meter).

AK 4 (21 bis 40 Jahre): Friederike Nolte (21 900 Meter) und Felix Stein (24 100 Meter).

AK 5 (41 bis 60 Jahre): Andrea Rönnfeldt (17 550 Meter) und Stefan Ahler (21 350 Meter).

AK 6 (über 61 Jahre): Karin Kiesel (8 000 Meter) und Peter Herrmann (25 250 Meter).

In der Mannschaftswertung erschwamm die „DLRG OG Laage-Kronskamp“ mit 40 900 Metern das beste Ergebnis, zur Mannschaft gehörten Anne-Katrin Hage, Vanessa Reuschell, Paul Strauß, Arne Blankenberg und Kevin Kührmann.

Nicole Hollatz

Die Pfarrerin steht mitten im Leben und scheut sich nicht vor Veränderungen. In ihrem neuen Buch beschreibt sie sehr persönlich den Start in die besten Jahre.

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